Der Klimawandel führt zu einer Ausbreitung nicht heimischer Insekten, darunter auch die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus). Diese Mückenart wurde in den letzten Jahren mehrfach in Berlin nachgewiesen.
Die Asiatische Tigermücke in Berlin
Bild: softkrafts.live.com/depositphotos.com
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Woher kommt sie?
Ursprünglich stammt die Asiatische Tigermücke aus Südostasien. Durch den globalen Handel, insbesondere den Transport von Waren und Pflanzen, wurde sie nach Europa eingeschleppt. In Deutschland ist sie inzwischen in vielen Regionen verbreitet, darunter auch in Berlin.
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Wie erkenne ich sie?
Die Tigermücke ist leicht an ihrem charakteristischen Aussehen zu erkennen:
- Klein und auffällig: Sie ist kleiner als eine 1-Cent-Münze und hat einen schwarzen Körper mit weißen Streifen.
- Aktive Stecher: Tigermücken stechen tagsüber und sind sehr aktiv.
- Bevorzugte Brutstätten: Sie legen ihre Eier bevorzugt in kleinen, stehenden Gewässern wie Blumentöpfen, Vogeltränken oder Regentonnen ab.
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Welche Gefahren birgt sie?
Die Asiatische Tigermücke kann verschiedene gefährliche Viren übertragen, darunter das Dengue-, Zika- und Chikungunya-Virus. Wie kann ich mich schützen?
- Kleidung: Tragen Sie lange, helle Kleidung, um möglichst wenig Haut zu zeigen.
- Mückenschutzmittel: Verwenden Sie Mückenschutzmittel mit einem wirksamen Wirkstoff.
- Insektenschutzgitter: Bringen Sie an Fenstern und Türen Insektenschutzgitter an.
- Wasserbehälter: Entleeren Sie regelmäßig Gefäße mit stehendem Wasser, um die Vermehrung der Mücken zu verhindern.
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Was tun bei Fragen?
Um das Monitoring und die Beratung landesweit zu bündeln, wurden die entsprechenden Aufgaben für ganz Berlin zentralisiert. Das Gesundheitsamt Mitte ist für das passive und anlassbezogene Tigermückenmonitoring sowie die zentrale Beratung aller Berliner Bezirke zuständig.
Aufgrund dieser Grundlage ist das Gesundheitsamt Mitte in Neukölln aktiv, zum Beispiel in den Kleingartenanlagen.
Alle Meldungen über Funde werden umgehend an das Gesundheitsamt Mitte weitergeleitet. Dort erfolgt auch die jährliche Berichterstattung über Maßnahmen und Befunde an die Senatsverwaltung.
Ergänzend hierzu bleibt der Mückenatlas eine wichtige Säule des Monitorings. Auch dort wird das Gesundheitsamt Mitte als zentraler Ansprechpartner für Funde von Tigermücken und anderen nicht heimischen Mückenarten aufgeführt.
Die Identifizierung neuer Populationen ist nur mit Unterstützung der Bevölkerung möglich. Wenn Sie den Verdacht haben, eine Tigermücke entdeckt zu haben, können Sie dies (bevorzugt mit Fotos) direkt an die zentrale E-Mail-Adresse melden.
E-Mail für Hinweise: vektormonitoring@ba-mitte.berlin.de
Vorgehen bei bestätigten Funden:
Sobald ein Fund durch eine Falle bestätigt wird, leitet das Gesundheitsamt Mitte umgehend Mindestmaßnahmen ein. Dazu gehört das Aufstellen von Monitoring-Fallen im Umkreis von 200 Metern um den Fundort für mindestens zwei Jahre. Sollten weitere Exemplare nachgewiesen werden, wird das Beobachtungsgebiet entsprechend erweitert.
So können Sie Proben einsenden:
Wenn Sie eine Mücke gefangen haben, bei der es sich Ihrer Meinung nach um eine Tigermücke handeln könnte, unterstützt dies das aktive Vektormonitoring. Bitte gehen Sie dabei wie folgt vor:- Mücke fangen: Achten Sie darauf, das Tier möglichst nicht zu zerquetschen.
- Präparieren: Frieren Sie die Mücke über Nacht ein, um sie abzutöten.
- Versand: Verpacken Sie die Mücke in einem stabilen, kleinen Behälter (z. B. einer Streichholzschachtel).
- Datenerfassung: Legen Sie eine Notiz mit Angabe von Fundort und Funddatum bei.
Die Einsendung erfolgt an:
Gesundheitsamt Berlin-Mitte
Vektormonitoring
Haus B
Turmstr. 21
10559 BerlinAlternativ können Sie per E-Mail Fotos an das Funktionspostfach Vektormonitoring übermitteln.
Das Friedrich-Loeffler-Institut und das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung tragen zudem gemeinsam das Projekt Mückenatlas. Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, Mückenfunde einzusenden. So soll herausgefunden werden, welche Mückenarten in welcher Region Deutschlands vorkommen.
Der Rahmenplan, die Checklisten sowie weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Senats.
Gesundheitsamt Neukölln
Infektions- und umweltbezogener Gesundheitsschutz
(Fachbereich medizinischer Katastrophenschutz)
- Tel.: +49 30 90239-1280
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