“Ich wollt ja zur Antifa-Demo gegen Judenhass
Aber gab keine in Berlin, gute Nacht”
Diese Textzeilen aus Oktober in Europa der Antilopen Gang wird im Buch des Neuköllners Misha Schoeneberg zum Höhepunkt der Empörung, des Unverständnis und der maximalen Entfremdung von einer Gesellschaft, die nicht den barbarischen Überfall islamistischer Mörderbanden auf Juden, Araber, Deutsche, Menschen aus aller Welt am 7. Oktober 2023 verurteilt, sondern den Überlebenskampf der Angehörigen der Gefolterten, Vergewaltigen und Ermordeten geißelt. Eine Gesellschaft, die sich dem unsäglich falschen und geschichtsrevisionistischen Narrativ der “Nakba” als Vertreibung arabischer Bevölkerungsteile
aus dem fiktiven Land “Palästina” hingegeben hat und in der Kritik am totalitären, chauvinistischen und menschenverachtenden Islamismus in Verkennung jeglicher Realität als “antimuslimischer Rassismus” gebrandmarkt wird.
Misha Schoeneberg erzählt, was seine Familiengeschichte, die eine Geschichte des Schweigens über unsägliches Leid ist, mit der Bereitschaft vieler Menschen, Juden wieder als Grund ihres Unglücks zu sehen, verbindet.
“From the river to the sea” ist dem folgend nichts anderes als offener Aufruf zum Völkermord. “Free Palestine” ist in seiner absurden Schlichtheit nichts anderes, solange diesem Wunsch kein “from Hamas” zwingend angefügt wird.
Misha Schoeneberg ist mit seinem Buch Großes, Schmerzhaftes, Komisches, Bewegendes und Wichtiges gelungen. Wer es gelesen hat, sieht unseren Bezirk mit anderen Augen. Wer es gelesen hat, darf nicht mehr schweigen. Wer es gelesen hat und schweigt, macht sich mitschuldig.
“Und ihr Lachen schallt im Nebel,
Du sollst nirgendwo mehr leben,
Der Sadisten größter Segen,
ist dein verreckendes Geschrei”
Am 7. Oktober 2023 gab es auf der Sonnenallee Süßigkeiten zur Feier des Schlachtens. Am 29. August 2026 wurde “Yallah Yallah Intifada” in die jubelnde Menge gebrüllt. Der Judenhass ist wieder stark in Neukölln.
Lieber Neuköllner, liebe Neuköllnerinnen. Es ist Ihre Verantwortung, genauso wie es meine ist, dass er nicht erneut siegt.
Ihr Hannes Rehfeldt
Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit