Soziales und Gesundheit in Neukölln - Juni 2026

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner,

ein Gespinst geht um in Berlin. Das Gespinst des Eichenprozessionsspinners. Alle Mächte haben sich…

Ach lassen wir das und behandeln das Thema in der gebotenen Ernsthaftigkeit. Der Eichenprozessionsspinner (EPS) kann bei vulnerablen Personen und Tieren Reaktionen hervorrufen. Die Raupen tragen Brennhaare, die ein Nesselgift enthalten und beim Kontakt mit Menschen Hautausschläge verursachen können. In seltenen Fällen können auch Reizungen/Entzündungen der Augen oder der Bronchien auftreten.

Das ist nicht schön, es ist lästig und in wenigen Einzelfällen kann eine gesundheitliche Gefährdung entstehen. Was es nicht ist: Grund zur Panik.

Die wichtigste Maßnahme bleibt Abstand halten. Wo das nicht geht, kann eine Bekämpfung notwendig sein. Da es sich bei dem EPS aber ausdrücklich nicht um einen Gesundheitsschädling handelt, ist eine flächendeckende Bekämpfung weder notwendig noch geboten. Auf der Webseite des Umweltbundesamtes gibt es dazu sehr umfangreiche Informationen.

Sollten Sie Probleme mit dem EPS im Wohnumfeld haben, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Vermieter bzw. den Eigentümer. Der muss geeignete Maßnahmen ergreifen.

Der Spuk ist bald vorbei.
Ihr Hannes Rehfeldt
Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit

Neuköllner in Neuköllner Erde

Bestattungen sind kein Grund zur Freude. Umso weniger, wenn man anhand der wenigen Informationen, die über die durch den Bezirk ordnungsbehördlich bestatteten Menschen bekannt sind, auf ihre Lebensumstände schließen muss. Es sind oft Geschichten von Einsamkeit – zumindest am Lebensende, es sind Geschichten von Entfremdung von den eigenen Kindern und Angehörigen.

Die Neuköllner, die am Ende keine Angehörigen haben, die sich auch nur um ihre würdige Bestattung kümmern, haben zumindest den Bezirk. Viele Jahre erfolgte das in Mitte, dann kurzzeitig in Tempelhof-Schöneberg. Seit dem 3. Juni 2026 werden sie in Neukölln beigesetzt. Und das ist dann doch ein Grund zur Freude.

“Neuköllner in Neuköllner Erde” lautete auch der Titel eines Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung auf Initiative der Seniorenvertretung, die dieses Anliegen unterstützt hat. Dass es so schnell umgesetzt werden konnte, ist vor allem der Seniorenvertretung selbst zu verdanken aber auch dem Evangelischen Friedhofsverband Stadtmitte, der mehrere Friedhöfe in Neukölln betreibt, und den engagierte Kolleginnen und Kollegen des Gesundheitsamtes.

Die Beisetzungen finden wöchentlich auf dem Neuen Luisenstädtischen Friedhof in der Hermannstraße 186 bis 190 statt und sind öffentlich. Eine Begleitung durch Neuköllnerinnen und Neuköllner ist ausdrücklich gewünscht. Die genauen Termine werden zeitnah – zukünftig auch auf der Internetseite des Bezirksamtes und in meinem Newsletter – veröffentlicht.

Spendenwarenhaus Möwenweg

Das Spendenwarenhaus im Möwenweg öffnet wieder seine Türen, ich hatte bereits darüber berichtet.

Jetzt steht auch der Termin fest:

Donnerstag, 18.06.2026 um 12 Uhr
Möwenweg 42 | 12359 Berlin

Ich freue mich, Sie gemeinsam mit dem Träger Kubus gGmbH vor Ort begrüßen zu dürfen. Erst ab der offiziellen Eröffnung werden Kleider- und Kleinspenden usw. entgegengenommen. Bitte legen Sie keine Spenden vor die Tür ab!

Kinderschutz in ordnungsrechtlichen Unterkünften

Am 30. April war ich um Stellungnahme zur Einhaltung von Kinderschutzstandards in ordnungsrechtlichen Unterkünften in den für Familie zuständigen Ausschuss des Abgeordnetenhauses geladen.

Meinen Redebeitrag können Sie hier anschauen.

Dabei ist zunächst zu berücksichtigen, dass ordnungsrechtliche Unterbringungen von ihrer Grundidee her als temporäre und kurzfristige Maßnahme gedacht sind. Als Abwehr von Gefahren für hochrangige Rechtsgüter, die durch Unglücke wie Brände oder jedenfalls vorübergehende Ereignisse entstehen.

Die Realität in Berlin sieht tatsächlich anders aus. In Berlin lebt knapp die Hälfte der ordnungsrechtlich untergebrachten Personen ein Jahr oder länger in den Einrichtungen. Dabei sind Lücken in der Datenerfassung, die Umzüge innerhalb des Systems nur unzureichend erfasst, noch nicht berücksichtigt. Bei Ausländern, die mit 44.000 von 53.000 Personen den allergrößten Teil der Untergebrachten ausmachen, ist die Verweildauer nochmal erhöht. Die ordnungsrechtliche Unterbringung ist für viele Menschen aus aller Herren Länder zu einer Dauereinrichtung geworden und stößt damit an seine Grenzen, ich meine sogar, die Grenzen sind weit überschritten.

Was das gerade für vulnerable Gruppen bedeutet, habe ich in der Sitzung ausgeführt.

Meine Bürgersprechstunde

Meine nächste Bürgersprechstunde für alle Neuköllnerinnen und Neuköllner mit Anliegen zu den Themen Soziales und Gesundheit findet statt am

Donnerstag, 18.06.2026, ab 10:00 Uhr
Gropius-Passagen (vor der Buchhandlung Hugendubel)

Über eine Anmeldung in meinem Büro per Mail oder telefonisch (030 90239 2241) zur besseren Planbarkeit freue ich mich. Gerne können Sie aber auch spontan und ohne Anmeldung vorbeikommen.

Veranstaltungskalender für Seniorinnen und Senioren

Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Beratungsangeboten und Hilfen für Seniorinnen und Senioren sind jeden Monat neu hier erhältlich.