Soziales und Gesundheit in Neukölln - September 2025

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner,

in dieser Woche startet die Bezirksverordnetenversammlung in die Haushaltsberatungen der Fachausschüsse, nachdem das Bezirksamt in der vergangenen Woche den Entwurf des Haushaltsplanes für die kommenden beiden Jahre beschlossen hat.

Diesen Beratungen möchte ich nicht vorgreifen. Ein ebenfalls in der vergangenen Woche eingereichter Einwohnerantrag zur Stärkung der Suchthilfe und der Sicherheit und Sauberkeit im öffentlichen Raum kann aber möglicherweise ein Hinweis sein, worum es gehen wird.

Welche Auswirkungen der Beschluss der BVV über den Haushalt – derzeit für den 29. September geplant – für die Themenfelder Soziales und Gesundheit haben wird, erfahren Sie spätestens mit meinem nächsten Newsletter.

Beste Grüße
Ihr Hannes Rehfeldt
Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit

50 Jahre Wohnstättenwerk

Seit 50 Jahren bietet der Bereich Wohnen & Teilhabe des Diakoniewerks Simeon Menschen mit Behinderungen ein Zuhause – weit mehr als nur Wohnraum, sondern ein Ort der Gemeinschaft und individuellen Begleitung. Unter dem Leitmotiv „Für Menschen, von Menschen, mit Menschen“ hat sich das Konzept stetig weiterentwickelt und prägt bis heute die Art und Weise, wie Teilhabe und personzentriertes Wohnen gelebt werden.

Am vergangenen Freitag wurde genau das in der Dreieinigkeitskirchengemeinde in der Lipschitzallee gefeiert. Mit dabei war auch Bezirksbürgermeister Martin Hikel, der in seinem Grußwort den Dank und die Anerkennung des Bezirks betont hat. Es war eine bewegende Veranstaltung, die vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner in den Mittelpunkt rückte. Einige von ihnen leben seit Anfang an hier und haben neben Unterkunft und Beschäftigung vor allem Freundschaften und Gemeinschaft gefunden.

Nicht zufällig fiel die Gründung des Wohnstättenwerkes in eine Zeit, in der in der Bundesrepublik sehr intensiv über den Umgang mit Menschen mit psychischen Erkrankungen und anderen Einschränkungen gestritten wurde. An die Stelle der Isolation in “Anstalten” sollte die gemeindenahe Versorgung treten.

Das Wohnstättenwerk mitten in die Stadt zu setzen war ein frühes Zeichen für den beginnenden Reformprozess, der noch lange nicht abgeschlossen ist. Teilhabe ist ein Menschenrecht. Diese seit den 1970er Jahren hart erkämpfte Grundhaltung wird heute wieder offen infrage gestellt. Es ist in der politischen Debatte offenbar nicht mehr selbstverständlich, dass jeder Mensch einen Wert an sich hat. Ich habe große Sorge, dass die immer kleinteiliger werdende Ausdifferenzierung der Gesellschaft zu Spaltung und Abwertung einzelner Menschen und (vermeintlicher) Gruppen führt.

Was passiert denn mit denen, die “anders” sind, wenn die politischen Ränder über ihr Schicksal entscheiden können? Und wer ist der nächste, der “nicht mehr dazu gehört”?

Schutz davor bietet nur das klare Bekenntnis: wir sind eine Gesellschaft. Und die Teilhabe an ihr ist unser aller Recht.

Meine Bürgersprechstunde

Meine nächste Bürgersprechstunde für alle Neuköllnerinnen und Neuköllner mit Anliegen zu den Themen Soziales und Gesundheit (oder auch anderen Dingen) findet statt am:

Donnerstag, 18.09.2025
13 bis 14 Uhr
Seniorenfreizeitstätte Bruno-Taut, Fritz-Reuter-Allee 50

Über eine Anmeldung in meinem Büro per Mail oder telefonisch (030 90239 2241) zur besseren Planbarkeit freue ich mich. Gerne können Sie aber auch spontan und ohne Anmeldung vorbeikommen.

Wenn Sie an dem Tag nicht zur Sprechstunde kommen können, nutzen Sie gerne die Gelegenheit mir zu schreiben an stadtratsozialesgesundheit@bezirksamt-neukoelln.de

Veranstaltungskalender für Seniorinnen und Senioren

Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Beratungsangeboten und Hilfen für Seniorinnen und Senioren sind jeden Monat neu hier erhältlich.