Hilfe bei Diskriminierung aufgrund des Geschlechts

Eine Frau repariert ihr Fahrrad

Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts können sich gegen alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten richten. Seit langer Zeit ist die strukturelle Diskriminierung von Frauen fest in unserer Gesellschaft verankert. Strukturelle Diskriminierung beruht auf eingespielten und dauerhaft festgeschriebenen gesellschaftlichen und institutionellen Handlungsweisen und Normen. Noch heute lassen sich deshalb z.B. gravierende Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen feststellen und Frauen sind in vielen Bereichen in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert. Auch sind sie stärker von sexualisierter Gewalt betroffen als Männer.

Beispiele

Diskriminierung bei der Jobsuche

Ein Arbeitgeber sucht einen neuen Kurierfahrer und schaltet eine entsprechende Anzeige in der Lokalzeitung. Frau R. bewirbt sich auf diese Anzeige und wird abgelehnt. Auf Nachfrage erklärt der Arbeitgeber, dass Frauen für diese Tätigkeit generell nicht geeignet seien.

Diskriminierung am Arbeitsplatz

Frau H. ist Auszubildende in einem mittelständischen Unternehmen. Sie geht gerne zur Arbeit und mag ihr Team. Bei der Weihnachtsfeier wird ein Kollege übergriffig und fasst ihr an den Po. Frau H. sagt deutlich, dass sie das nicht möchte, worauf der Kollege antwortet: „Das kann man doch mal machen!“ Als sich Frau H. bei ihrem Vorgesetzten über den Kollegen beschwert, spielt dieser den Vorfall herunter und will keine Konsequenzen ziehen.

Diskriminierung bei der Jobsuche

Herr N. ist ausgebildeter Kindergartenpädagoge. Er bewirbt sich als Fachkraft in einem Kindergarten, in dem bisher ausschließlich Frauen arbeiten. Seine Einstellung wird mit der Begründung abgelehnt, dass er aufgrund seines Geschlechts mit Vorurteilen der Eltern rechnen müsse. Wenn er dennoch eingestellt werden wolle, müsse er ein Leumundszeugnis vorlegen.

Haben Sie eine ähnliche diskriminierende Erfahrung gemacht? Hier finden Sie Beratung und Unterstützung.

Bitte beachten Sie: Die hier aufgeführten Fälle sind Beispiele. Es gibt viele weitere Lebensbereiche, in denen Diskriminierung aufgrund des Geschlechts stattfindet. Wenn Sie Diskriminierung erfahren haben, zögern Sie nicht, sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Einige Beratungsstellen bieten psychosoziale Beratung und Information zum Umgang mit Diskriminierungserfahrungen. Andere Beratungsstellen können Betroffene auch dabei unterstützen, ihre Rechte juristisch durchzusetzen.

Beratungsstellen, FAQ und Meldestellen

Person mit Fernglas

Beratungsstellensuche

Diese qualifizierten Beratungsstellen in Berlin bieten kostenlose und vertrauliche Hilfe in Diskriminierungsfällen. Weitere Informationen

Frau denkt nach, Fragezeichen und Ausrufezeichen über dem Kopf

FAQ

Fragen und Antworten zum Umgang mit Diskriminierung - für Betroffene und Zeugen. Weitere Informationen

Person vor Kasten mit Sprechblase

Meldestellen für Diskriminierung

Die Berliner Meldestellen dokumentieren Diskriminierung im Alltag und Beruf, geben Beratungshinweise sorgen so für Sichtbarkeit. Weitere Informationen