Schutz vor Anfeindungen

Foto einer Roma-Familie
Bild: LADS

Viele Bürgerinnen und Bürger haben mitgeholfen, in Berlin eine Willkommenskultur für geflüchtete Menschen aufzubauen. Doch die Ablehnung von Unterkünften in einigen Kiezen bis hin zu verbalen Anfeindungen und gewalttätigen Übergriffen gehören leider auch zur Realität dieser Stadt.

Der Berliner Senat antwortet auf solche Anfeindungen u.a. mit Maßnahmen der Prävention und der gemeinwesenbezogenen Intervention.

Dazu gehören Fortbildungsangebote

  • für Leitungen von Unterkünften
  • für Beschäftigte (inkl. Sicherheitsunternehmen) sowie
  • für im Gemeinwesen Handelnde

Diese Angebote zielen darauf

  • die Handlungsmöglichkeiten im Fall von Anfeindungen zu stärken,
  • eine selbstkritische Reflektion der eigenen Haltung in der Arbeit mit geflüchteten Menschen inkl. der Stärkung von Diversity-Kompetenz in der praktischen Arbeit zu unterstützen und
  • den Wertedialog zwischen einheimischer Wohnbevölkerung und geflüchteten Menschen zu ermöglichen.

Die Fortbildungsangebote werden durch zwei Mobile Teams umgesetzt:

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) stärkt mit Beratung und Fortbildung demokratische Haltung und Handlungskompetenz. Leitungen und Teams von Unterkünften, Sicherheitspersonal, sowie Akteurinnen und Akteure im Gemeinwesen trainieren den Umgang mit Konflikten und Vorurteilen, entwickeln Strategien und Standards gegen Rechtsextremismus und Rassismus.

Das MBT Berlin für Demokratieentwicklung der Stiftung SPI bietet Beratung und Fortbildungen zu interkulturellen bzw. Diversity-Kompetenzen für Multiplikator/innen aus der Arbeit mit geflüchteten Menschen an. Darin inbegriffen sind auch Angebote und Methoden der Normenorientierung, bzw. des Wertedialogs.

Wenn es zu flüchtlingsfeindlicher Gewalt kommt, erhalten betroffene Personen eine Unterstützung bei ReachOut. ReachOut ist eine Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Berlin.

Nicht zuletzt ist die klare gesellschaftliche Positionierung gegen flüchtlingsfeindlichen Rassismus von großer Bedeutung. So hat der Berliner Ratschlag für Demokratie, dem bekannte Berliner Persönlichkeiten angehören, beschlossen, deutlich für eine Position der Vernunft und Humanität zu werben, die Arbeit der vielen Initiativen zu wertschätzen und die Perspektive der geflüchteten Menschen sichtbar zu machen. Die Geschäftsstelle des Ratschlags in der LADS hat vor diesem Hintergrund u.a. eine Sonderseite „Fokus geflüchtete Menschen“ gestartet.

Fortbildungsangebote der Mobilen Beratungsteams zum Schutz vor Anfeindungen und zur "Normen- u. Werteorientierung"

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