Die Jury

Logo BPLS

Um Lesbische* Sichtbarkeit auf allen Ebenen des Preises umzusetzen und die Bewertung von lesbischem Engagement fachkundig abzusichern, entscheidet eine fünfköpfige Jury mit Erfahrungen in und Bezug zu lesbischen Lebensrealitäten über die Vergabe des Preises.

Die Jury wählt aus allen eingereichten Vorschlägen drei Nominierte für eine Shortlist aus. Sie legt dabei auch die Plätze zwei und drei sowie die Preisträgerin* fest. Die Preisträgerin* wird erst bei der Preisverleihung bekanntgegeben.

Die Preisträgerin* soll nach Möglichkeit bei der nächsten Preisverleihung selbst Teil der Jury werden.

Die Jury 2026

Foto Sophia Emmerich

Sophia Emmerich

Sophia Emmerich

„Lesbische Sichtbarkeit ist für mich der Urknall meiner Identität. Ohne sie wüsste ich vielleicht bis heute nicht, wer ich bin. Ich verbinde mit ihr eine Faszination, die bis heute anhält – begleitet von Dankbarkeit und Stolz. Dankbarkeit für alle, die gegen gesellschaftliche Konventionen offen und sichtbar waren und sind. Und Stolz darauf, selbst ein Teil davon zu sein und Sichtbarkeit für andere zu schaffen. Sichtbarkeit hat mir Mut gegeben. Und ich hoffe, dass sie das auch für andere tut.“

Sophia ist eine mehrfach ausgezeichnete Fotografin und Filmemacherin aus Berlin. Mit ihrer intimen und ausdrucksstarken Bildsprache fängt sie echte Momente ein und erzählt Geschichten von Queerness, Identität und Vielfalt. Ihre Arbeiten sind lebendig und bunt – dabei stets tiefgründig und eindrucksvoll. Sie verbindet Fotografie mit emotionaler Tiefe und Empowerment. Ihre Kunstprojekte („Queer Platonic“, „My Best Ally“, „Queer Sticks Around“) wurden unter anderem in New York, London, Berlin, München und Los Angeles ausgestellt. Ihr aktueller Film „The Queer Community Project“ wurde kürzlich beim Berlin Independent Film Festival als „Best Short Documentary“ ausgezeichnet.

Foto Judith Geffert

Judith Geffert

Judith Geffert

„Lesbische Sichtbarkeit ist für mich Widerstand und Störung des „Normalzustands“. Wiedererkennen und weniger Alleinsein. Sichtbarmachung der reichen Geschichte, auf die wir zurückblicken können. Aber mit bloßer Sichtbarkeit ist es nicht getan. Es müssen Strukturen geschaffen werden, um queeres Leben in der Stadt und auf dem Land sicher und lebenswert zu machen. Wir brauchen intersektionale Bündnisse, müssen einander zuhören und füreinander Dasein.“

Judith Geffert, geboren 1989 in Magdeburg, ist freie Radio-Autor*in. Sie studierte Literatur- und Theaterwissenschaft, sowie Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas in Berlin und Frankfurt (Oder). Seit 2013 produziert sie Features, Storytelling-Podcasts und experimentelle Dokus für Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur, rbbkultur, MDR und freie Radios. 2024 veröffentlichte sie ihr Hörspiel „Kontaktanzeigen. Queere Generationendialoge in Ostdeutschland.“ Sie ist außerdem Co-Kurator*in der 2023 eröffneten Wanderausstellung „Gemeinsam sind wir unerträglich. Die unabhängige Frauenbewegung in der DDR“.

Foto Rosa Jellinek

Rosa Jellinek

Rosa Jellinek

„Lesbische Sichtbarkeit ist für mich ohne Wenn und Aber, ohne Scham oder Angst, mit Mut und Zuversicht man selbst zu sein. Insbesondere, weil Lesben* historisch sowohl innerhalb als auch außerhalb queerer Communities unsichtbar gemacht wurden. Denn trotz der großen Errungenschaften queerer Communities der letzten Jahrzehnte machen patriarchale Strukturen nicht vor unseren Communities halt. Umso wichtiger ist es, lesbische Personen und queere FLINTA* in den Fokus zu rücken, ihre Struggles hervorzuheben und deutlich zu machen, dass queeres Leben in Deutschland ohne Lesben* nicht so möglich wäre, wie es das heute ist.“

Rosa Jellinek ist Content Creatorin, Aktivistin sowie politische Bildnerin aus Berlin. Sie war seit seiner Gründung in dem Verein Keshet Deutschland, der sich für die Sichtbarkeit queer-jüdischer Menschen einsetzt, aktiv und engagierte sich 2021-22 in dessen Vorstand. Darüber hinaus bietet sie seit 2022 Workshops, Vorträge und Weiterbildungen zu Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, Hate Speech und Intersektionalität an und spricht über jüdischen Lebensalltag in Deutschland und die Belange (queerer) Jüdinnen*Juden in progressiven Spaces auf Podien, in Interviews und Sozialen Medien. Jellinek hostete den TikTok Channel von Keshet DE sowie die Accounts von „OYVEY! Plattform gegen Verschwörungsmythen“. Aktuell ist sie Channel-Host des Jüdischen Museums Berlin. Darüber hinaus klärt sie auf ihrem eigenen Instagram-Kanal @rose_igeaussichten über Jüdisches Leben, Feminismus, Antisemitismus und andere progressive Themen auf.

Foto Débora Medeiros

Débora Medeiros

Débora Medeiros

„Lesbische Sichtbarkeit ist für mich Empowerment und Verbindung. Es tut mir unglaublich gut, zu meiner lesbischen Identität und zu meiner Liebe zu stehen sowie andere Menschen darin zu bestärken, ihren eigenen lesbischen Weg zu gehen. Meiner Erfahrung nach ist Sichtbarkeit nur mit gesetzlich verankerten Rechten nachhaltig möglich, deswegen kämpfe ich für die Anerkennung und Gleichstellung vom lesbischen Leben auf gesetzlicher Ebene.“

Débora Medeiros (sie/ihr) ist promovierte Kommunikationswissenschaftlerin und nicht praktizierende Journalistin. Nach mehreren Jahren in der Wissenschaft mit dem Forschungsschwerpunkten Diversität im Journalismus, progressive alternative Medien, Migrationsberichterstattung, Affekt und Emotionen, widmet sie sich sowohl hauptamtlich als auch ehrenamtlich queer-lesbischen Anliegen.
Seit 2023 ist sie Vorstandsmitglied im LesbenRing e.V., wo sie den Fokus auf plurale lesbische Identitäten und emanzipatorische Gesetzgebung setzt. Sie ist auch dem Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V. ehrenamtlich verbunden. Débora Medeiros kam 2011 aus Brasilien, um in Berlin zu bleiben.

Portrait Deborah Moses Sanks mit rosa Hemd, Fliege und Jacket an ein Geländer gelehnt

Deborah Moses-Sanks

Deborah Moses-Sanks

“Lesbian Visibility means, showing up as your true self: beautiful, bold, accountable, responsible, and confident. These characteristics reflect your inner spirit, your light. Your light is not for you, but for those walking their journeys. Your light could lead someone through the darkness of their challenges and difficulties. Your light says, “I got you. I’m here for you. I will see you and hear you. Carry your light, through any storm and be rooted in your core values; no matter what.“ // „Lesbische Sichtbarkeit bedeutet, als das eigene wahre Selbst sichtbar zu sein: schön, mutig, verantwortungsbewusst, integer und selbstbewusst. Diese Eigenschaften spiegeln deinen inneren Geist wider, dein Licht. Dein Licht ist nicht nur für dich selbst da, sondern für all jene, die ihren eigenen Weg gehen. Dein Licht kann jemanden durch die Dunkelheit von Herausforderungen und Schwierigkeiten führen. Dein Licht sagt: Ich sehe dich. Ich bin für dich da. Ich höre dich. Trage dein Licht durch jeden Sturm und bleibe fest in deinen Grundwerten verwurzelt – egal, was kommt.“

Deborah Moses Sanks hat viele Jahre als Fotografin hinter der Kamera gearbeitet und zahlreiche Schlüsselmomente der schwarzen Frauenbewegung in Deutschland, insbesondere der Arbeit der Generation Adefra, dokumentiert. Lesbische Sichtbarkeit, insbesondere aber die Sichtbarkeit nicht-weißer Körper, hat ihre Arbeit schon immer geprägt. Mit knapp über 70 Jahren bewegt sie sich mittlerweile als Model vor der Kamera und möchte Frauen dazu inspirieren, ihren Träumen zu folgen. Aufgewachsen in der South Bronx in NY hat Deborah immer davon geträumt, Fotografin zu werden. Im Rahmen ihrer beruflichen Laufbahn hat sie die Obdachlosigkeit in den USA und die Auswirkungen, die sie auf Frauen und Kinder hatte, miterlebt und dokumentiert. Bevor sie nach Deutschland kam, hat sie auch über die Auswirkungen von Landminen in Angola berichtet und wurde von Eltern unter Tränen gebeten, in die USA zurückzukehren und ihrer Regierung zu sagen, sie solle die Herstellung und den Verkauf von Landminen in Angola einstellen. Solche Erfahrungen haben nicht nur ihre Art zu fotografieren geprägt, sondern auch ihr Engagement für Frauen und Kinder gestärkt.

Die Jury 2024

Zu den Juryangehörigen für den Berliner Preis für Lesbische* Sichtbarkeit 2024 gehörten:

  • Magda Albrecht
  • Mary
  • Saideh Saadat-Lendle
  • Sharon Adler
  • Svetlana Shaytanova

Die Jury 2022

Zu den Juryangehörigen für den Berliner Preis für Lesbische* Sichtbarkeit 2022 gehörten:

  • Alice Backwell
  • Debora Antmann
  • Ev Blaine Matthigack
  • Katharina Oguntoye
  • Katja Fischer

Die Jury 2020

Zu den Juryangehörigen für den Berliner Preis für Lesbische* Sichtbarkeit 2020 gehörten:

  • DJ İpek a.k.a. İpek İpekçioğlu
  • Juliana Kolberg
  • Mari Günther
  • Sigrid Grajek
  • Ulrike Haase

Die Jury 2018

Zu den Juryangehörigen für den Berliner Preis für Lesbische* Sichtbarkeit 2018 gehörten:

  • Ina Rosenthal
  • Ria Klug
  • Sam Lesniewicz
  • Stephanie Kuhnen
  • Ute Hiller

Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung

Sie haben Diskriminierung in Berlin erlebt? Die LADG-Ombudsstelle berät und unterstützt Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte auf Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung nach dem Landes-Antidiskriminierungsgesetz (LADG). (030) 9013-3456

Telefonische Sprechzeiten für allgemeine Anfragen:
Montag – Donnerstag: 09:30 – 15:30 Uhr; Freitag: 09:30 – 14:00 Uhr

Wenn Sie keine Möglichkeit haben, uns innerhalb dieser Geschäftszeiten zu erreichen, hinterlassen Sie uns bitte Ihre Telefonnummer per E-Mail. Wir rufen Sie gerne zurück.

Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung