„Dafür bist du noch zu jung …“Wer darf entscheiden, mitbestimmen oder widersprechen? In welchen Situationen werden junge Menschen nicht ernst genommen, übergangen oder bevormundet? Wie bewusst nehmen wir Machtverhältnisse zwischen Erwachsenen und jungen Menschen wahr? Wie reagieren wir, wenn junge Menschen widersprechen, Grenzen setzen oder eigene Entscheidungen treffen?
Im Training wird Adultismus als gesellschaftliches Macht- und Diskriminierungsverhältnis betrachtet. Es geht dabei nicht um Schuldzuweisungen, sondern um die Auseinandersetzung mit eigenen Haltungen, institutionellen Regeln sowie gesellschaftlichen Vorstellungen von Erwachsensein und jungen Menschen. Im Training arbeiten wir selbstreflexiv, erfahrungsorientiert und praxisnah, um die Auswirkungen dieser Vorstellungen auf die Lebensrealität junger Menschen besser zu verstehen.
Schwerpunkte:
- Fachliche Inputs
- Reflexion von alltagsbezogenen Situationen, Mustern und Sprache
- Verwobenheit mit anderen Macht- und Diskriminierungsverhältnissen
- Wirksame Gestaltung von Räumen für selbstbestimmte Teilhabe junger Menschen
- Entwicklung erste Ansatzpunkte für einen adultismuskritischen Umgang im eigenen (Berufs-)Alltag
Dieses Schwerpunkttraining richtet sich an interessierte Personen, die sich vertieft mit einer Diskriminierungsdimension auseinandersetzen wollen.
13.11.2026 | 09:00-17:00 Uhr | Stadtwerkstatt | Anmeldung
Trainer*innen:
Yasmin Zakouri (sie/ihr) ist Erziehungswissenschaftlerin, politische Bildnerin und Diversity-Trainerin (Eine Welt der Vielfalt e. V.). Sie arbeitet als Trainerin und Beraterin in der Diversity- und Antidiskriminierungsarbeit – sowohl in der Jugend- und Erwachsenenbildung als auch in der (Berliner) Verwaltung und im Kulturbetrieb. Hierbei sind ihre aktuellen Themenschwerpunkte Anti-Rassismus, Anti-Klassismus, Adultismus sowie Diskriminierung und Sprache.
Adalca Tomás (sie/ihr) ist Bildungsreferentin, Beraterin, Referentin für Qualifizierung im Kooperationsverbund für Demokratiebildung im Kindesalter, Multiplikatorin für den Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung© und Mitarbeiterin des Instituts Kinderwelten für diskriminierungskritische Bildung e. V. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Antidiskriminierung und Machtkritik, Demokratiebildung im Kindesalter, Vorurteilsbewusste Kinderbücher und Spielmaterialien, Anti-Adultismus, Anti-Rassismus, Diskriminierung und Mehrsprachigkeit, Empowerment für BIPoC – Pädagog*innen in Kita und Ganztag sowie feministische Biografiearbeit.
Gemäß § 10 Absatz 1 Satz 3 des Berliner Bildungszeitgesetzes (BiZeitG) ist die Veranstaltung als Bildungszeitveranstaltung anerkannt.