Hilfe bei Diskriminierung aufgrund einer Behinderung oder chronischen Erkrankung

Läufer mit Gehbehinderung

Laut UN-Behindertenrechtskonvention gehören zur Gruppe der Personen mit Behinderungen „Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können.“ Diese Definition macht die Vielzahl unterschiedlicher Behinderungen deutlich, die auch jeweils zu anderen Barrieren und Ausschlüssen im Alltag führen können.

Obwohl Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung verboten sind, sind Menschen mit einer Behinderung häufig von Diskriminierung betroffen. Im Alltag gibt es eine Vielzahl von Barrieren, die ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren können.

Beispiele

Diskriminierung im Alltag

Frau T. leidet an Epilepsie. Sie hat einen Assistenzhund, der ihr rechtzeitig signalisiert, wenn ein Anfall bevorsteht, damit sie rechtzeitig reagieren kann. Ihr wird der Zutritt zu einem Friseursalon in ihrer Heimatstadt mit dem Hinweis verwehrt, dass Hunde nicht erlaubt sind.

Diskriminierung bei der Jobsuche

Herr S. bewirbt sich als Rezeptionist in einem Hotel. Seine Bewerbung wird mit der Begründung abgelehnt, dass er wegen seines Übergewichts und Aussehens als Rezeptionist ungeeignet sei.

Diskriminierung bei Behördengängen

Frau W. ist auf einen Rollstuhl angewiesen und kann im Gebäude der Gemeindeverwaltung keine Termine wahrnehmen, da es über keine Rampe verfügt.

Haben Sie eine ähnliche diskriminierende Erfahrung gemacht? Hier finden Sie Beratung und Unterstützung.

Bitte beachten Sie: Die hier aufgeführten Fälle sind Beispiele. Es gibt viele weitere Lebensbereiche, in denen Diskriminierung aufgrund einer Behinderung oder chronischen Erkrankung stattfindet. Wenn Sie Diskriminierung erfahren haben, zögern Sie nicht, sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Einige Beratungsstellen bieten psychosoziale Beratung und Information zum Umgang mit Diskriminierungserfahrungen. Andere Beratungsstellen können Betroffene auch dabei unterstützen, ihre Rechte juristisch durchzusetzen.

Beratungsstellen, FAQ und Meldestellen

Person mit Fernglas

Beratungsstellensuche

Diese qualifizierten Beratungsstellen in Berlin bieten kostenlose und vertrauliche Hilfe in Diskriminierungsfällen. Weitere Informationen

Frau denkt nach, Fragezeichen und Ausrufezeichen über dem Kopf

FAQ

Fragen und Antworten zum Umgang mit Diskriminierung - für Betroffene und Zeugen. Weitere Informationen

Person vor Kasten mit Sprechblase

Meldestellen für Diskriminierung

Die Berliner Meldestellen dokumentieren Diskriminierung im Alltag und Beruf, geben Beratungshinweise sorgen so für Sichtbarkeit. Weitere Informationen