Hilfe bei Diskriminierung aufgrund des Alters

Zwei ältere Menschen tanzen

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und das Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) verbieten auch Diskriminierungen aufgrund des Lebensalters. Es ist nicht nur die Ungleichbehandlung älterer, sondern auch jüngerer Menschen untersagt. Diskriminierung aufgrund des Alters ist weit verbreitet. Dahinter steht häufig die Annahme, dass Menschen aufgrund ihres Alters bestimmte Fähigkeiten noch nicht oder nicht mehr besitzen. Solche Annahmen führen zu Einschränkungen der Teilhabe und der selbstbestimmten Lebensführung.

Beispiele

Diskriminierung bei der Wohnungssuche

Frau P. ist 21 Jahre alt und sucht eine Wohnung in Berlin. Als sie sich auf eine Online-Anzeige meldet und einen Besichtigungstermin vereinbaren möchte, wird sie nach ihrem Alter gefragt. Nachdem Frau P. wahrheitsgemäß geantwortet hat, wird ihr mitgeteilt, dass sie trotz Erfüllung aller formalen Kriterien aufgrund ihres jungen Alters für die Wohnung nicht infrage kommt. Begründet wird dies mit der Befürchtung, dass junge Menschen zu viel feiern und dadurch den Hausfrieden stören würden.

Diskriminierung im Arbeitsleben

Herr K. arbeitet lange in seiner Firma und hat bei seinem Vorgesetzten den Wunsch nach einer Weiterbildung geäußert. Diese wurde mit der Begründung abgelehnt, dass er dem Rentenalter zu nahe sei.

Diskriminierung bei Finanzierungsfragen

Frau G. ist 62 Jahre alt und möchte sich ein neues Auto kaufen. Sie benötigt dafür einen Kredit und vereinbart einen Termin bei ihrer Bank. Bei diesem Termin wird ihr der Kredit verweigert. Grund wäre ihr Alter und der damit verbundenen Befürchtung, den Kredit im Rentenalter nicht mehr zuverlässig bedienen zu können.

Haben Sie eine ähnliche diskriminierende Erfahrung gemacht? Hier finden Sie Beratung und Unterstützung.

Bitte beachten Sie: Die hier aufgeführten Fälle sind Beispiele. Es gibt viele weitere Lebensbereiche, in denen Diskriminierung aufgrund des Alters stattfindet. Wenn Sie Diskriminierung erfahren haben, zögern Sie nicht, sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Einige Beratungsstellen bieten psychosoziale Beratung und Information zum Umgang mit Diskriminierungserfahrungen. Andere Beratungsstellen können Betroffene auch dabei unterstützen, ihre Rechte juristisch durchzusetzen.

Beratungsstellen, FAQ und Meldestellen

Person mit Fernglas

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Diese qualifizierten Beratungsstellen in Berlin bieten kostenlose und vertrauliche Hilfe in Diskriminierungsfällen. Weitere Informationen

Frau denkt nach, Fragezeichen und Ausrufezeichen über dem Kopf

FAQ

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Person vor Kasten mit Sprechblase

Meldestellen für Diskriminierung

Die Berliner Meldestellen dokumentieren Diskriminierung im Alltag und Beruf, geben Beratungshinweise sorgen so für Sichtbarkeit. Weitere Informationen