C.U.B.A. ist ein Schwergewicht unter den SGE-relevanten Berliner Trägern und Lothar Klein wollte sowieso lieber klotzen statt kleckern. Fast alle von weit über vierzig Anträgen wurden genehmigt und insgesamt 42 SGE-Stellen bewilligt. „Den entsprechenden Verwaltungsaufwand sind wir gewohnt, das war für uns relativ leicht zu handhaben“, sagt er. „Ein Spaziergang war es trotzdem nicht, denn nach der Bewilligung mussten die Stellen innerhalb von drei Monaten besetzt werden.“ Bei den 42 Stellen kamen ungefähr drei Mal so viele Vorstellungsgespräche auf Lothar Klein zu, zuzüglich der Abstimmungsprozesse und Rücksprachen mit den Jobcentern, die die Bewerber*innen schickten. „Mindestens eine Stunde dauerte jedes Gespräch“, sagt Lother Klein. „Es war mir wichtig, jeden individuell einzuladen und dabei nicht abzustumpfen. Unser Besprechungsraum war ein paar Wochen lang praktisch durchgehend belegt.“
Der Aufwand lohnte sich und es gelang, innerhalb der kurzen Frist sämtliche Stellen zu besetzen, wobei auf eine ausgewogene Geschlechterverteilung geachtet wurde. Unter den von C.U.B.A. angebotenen Arbeitsplätzen fanden sich die meisten in sogenannten grünen Projekten; außerdem gab es handwerkliche, soziale sowie Tierschutzprojekte. Diese Struktur spiegelte sich sowohl in der Art wie auch der jeweiligen Anzahl zusätzlicher SGE-Stellen wider. Sie verteilten sich bei C.U.B.A. auf vier Einsatzformen: Umwelt- und Grünflächenguides, Kulturlots*innen, Teilhabelots*innen sowie Taubenlots*innen.
Die größte Gruppe der Umwelt- und Grünflächenguides war vor allem im Außeneinsatz. Auf dem nahen Tempelhofer Feld, im Landschaftspark Johannisthal oder im Großen Tiergarten lokalisierten sie zum Beispiel wilde Müllablagerungen und zeigten diese den Ordnungsämtern an. Eine weitere wichtige Aufgabe bestand in der persönlichen Ansprache und Aufklärung von Parkbesucher*innen. Viele wissen zum Beispiel nicht, dass es im Tiergarten verboten ist, mit Elektrorollern zu fahren. Wenige lesen entsprechende Hinweisschilder und Vorschriften, für die es allerdings gute Gründe gibt. Auf so etwas wiesen die Grünflächenguides hin. „Allein dadurch, dass sie punktgenau auf Müllansammlungen aufmerksam gemacht wurden, konnten die Ordnungsämter deutlich gezielter einschreiten und sparten viel Zeit und Geld“, sagt Lothar Klein. Die Effekte gingen aber darüber hinaus. „Wir bekamen bald die Rückmeldung, dass allein die pure Präsenz unserer Guides in ihren Warnwesten zu deutlich weniger Müll und weniger
Scherben führte. In der Folge reduzierten sich ebenfalls Beschwerden von Eltern oder Hundebesitzern. Grillende Freundeskreise fragten unsere Guides plötzlich, wohin sie ihren Abfall bringen sollten. Die Ordnungsämter waren jedenfalls begeistert. Keine Behörde könnte eine Präsenz wie die unserer Guides leisten.“