Die fehlende Ausbildung war dann auch der Grund, warum eine Weiterbeschäftigung bei Pfefferwerk Stadtkultur für die Kitahelfer*innen nicht zur Regel wurde. „Laut dem üblichen Personalschlüssel dürfen unsere Kitas nur Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung zur staatlichen Erzieher*in oder einige im Bereich erfahrende Quereinsteiger*innen anstellen. Die Regelung ist sinnvoll und sorgt für qualifiziertes Personal“, erläutert Jens Rudolph. Die entsprechende Ausbildung sei nicht ohne, erfordere fachliche Qualifikation, Empathie und Durchhaltevermögen. Deshalb und wegen fehlender Finanzierung durch das Land Berlin konnte Pfefferwerk die meisten Kitahelfer*innen nicht weiterbeschäftigen. Das trifft leider auch auf die SGE-Projekte ‚Lotsen für Teilhabe und Prävention‘ sowie ‚Schulorganisations-Assistent*innen‘ zu.
Insgesamt konnte Pfefferwerk Stadtkultur von den 25 SGE-Beschäftigten bisher zwei Frauen einen Arbeitsvertrag geben. „Zum großen Bedauern der Teilnehmenden, aber auch der Einrichtungen.“ Es ist der Wermutstropfen, der sich in Jens Rudolphs Bilanz mischt. „Die Leute fingen 2020 mit unheimlicher Energie an zu arbeiten, das auch noch mitten in der Coronapandemie. Das war hart. Viele Einrichtungen waren geschlossen oder ihr Angebot erheblich reduziert. Dennoch war der Elan groß. Weil wir als gemeinnütziger und von öffentlichen Geldern abhängiger Träger die erhoffte Weiterbeschäftigung in den meisten Fällen aber nicht realisieren konnten, trat gegen Ende des SGE-Projektes bei einigen der Teilnehmenden Ernüchterung ein. Wir erkundigten uns nach Anschlussfinanzierungen, doch das war aussichtslos. Hätte es sie gegeben, wären etliche unserer SGE-Angestellten noch bei uns, denn sie waren richtig gut.“
„Wir wissen nicht bei allen SGE-Kolleg*innen genau, wie es beruflich mit ihnen weiterging“, berichtet Jens Rudolph. „Einige haben einen neuen Job, andere sind in Aus- und Weiterbildung, einzelne haben das Angebot des Landes Berlin für unbefristete Weiterbeschäftigung angenommen. Aber alle haben persönliche und berufliche Fortschritte gemacht – das ist ein großer Erfolg des SGE-Pilotprojekts.“