Kurz nach der Wende, in den turbulenten Zeiten Runder Tische und grundstürzender gesellschaftlicher Umbrüche, gründete sich in Berlin-Pankow das Frauenzentrum Paula Panke. Chancengleichheit, die gesellschaftliche Partizipation der Frauen sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie waren und sind Kern der Vereinsphilosophie; Freizeit-, und Beratungsangebote Inhalte der Arbeit. Derzeit führt Interimsgeschäftsführerin Nadja Bungard gemeinsam mit Kirsten Wechslberger den Verein. Im März 2020 kam sie im Zuge eines Generationenwechsels zu Paula Panke e.V., hauptverantwortlich für die Programm- und Öffentlichkeitsarbeit.
Kurz zuvor war das Pilotprojekt Solidarisches Grundeinkommen des Berliner Senats (SGE) angelaufen. Nadja Bungard erfuhr davon im Frühsommer 2020, denn die vorherige Geschäftsführung hatte Stellen aus dem Projekt beantragt, die nun bewilligt waren. „Wir waren sofort angetan von der Idee“, sagt sie. „Damals stellten wir Überlegungen an, wie Paula Panke diverser werden könnte. Wir wollten mehr Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Zugehörigkeiten in die Vereinsarbeit integrieren, bewusst auch Personen, die gerade neu ins Land gekommen waren. Mit dem SGE bot sich da ein guter Ansatz; das war ein Anfang.“