Symposium zum Umgang mit antisemitischen Straßennamen in Treptow-Köpenick im Rathaus Treptow

Banner mit den Informationen zur Veranstaltung: Symposium Un:umstrittenes Erbe?

Am 10.10.2023 findet in der Zeit von 16:00 bis 20:00 Uhr das Symposium Un:umstrittenes Erbe? zum Umgang mit antisemitischen Straßennamen in Treptow-Köpenick statt.

  • Dienstag, 10.10.2023, 16 – 20 Uh
  • Ort: Rathaus Treptow, BVV-Saal
  • Neue Krugallee 2– 6, 12435 Berlin
  • Es ist keine Anmeldung erforderlich.
Programm:
  • 16:00 Uhr: Eröffnung durch Marco Brauchmann, Bezirksstadtrat für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport
  • 16:15 –16:45 Uhr: Vortrag
    • Input zu den im Dossier genannten historischen Persönlichkeiten sowie den Handlungsempfehlungen
    • Referent: Thomas Irmer, Historiker und Politikwissenschaftler
  • 16:45 – 18:00 Uhr: Panel 1
    • Straßenumbenennungen historisch eingeordnet, anschließend Diskussion mit dem Publikum
    • Moderation: Nora Hogrefe, Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e. V.
    • Dr. Hanno Hochmuth, Historiker, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
    • Thomas Irmer, Politikwissenschaftler und Historiker
    • Dr. Hannah Lotte Lund, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Pause

  • 18:30 – 19:45 Uhr: Panel 2
    • Zwischen Meinungsvielfalt und Aktivismus: Wie sollte in Treptow-Köpenick mit antisemitischen Straßennamen umgegangen werden? anschließend Diskussion mit dem Publikum
    • Moderation: Ines Schilling, Sozialraumorientierte Planungskoordination des Bezirksamts Treptow-Köpenick
    • Peter Groos, Historiker und Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick
    • Maik Penn, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
    • Trille Schünke, Historikerin und Politikwissenschaftlerin
    • Arie Shulov, TKVA – Treptow-Köpenick für Vielfalt und gegen Antisemitismus

Die Veranstaltung nimmt Bezug auf das vom Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus, apl. Prof. Dr. Samuel Salzborn im Dezember 2021 veröffentlichte Dossier zu „Straßen- und Platznamen mit antisemitischen Bezügen in Berlin“ www.berlin.de/sen/lads/schwerpunkte/rechtsextremismus-rassismus-antisemitismus/ansprechpartner-fuer-antisemitismus/dossier_strassennamen-barrierefrei.pdf?ts=1684832972.
Dieses listet berlinweit 290 Straßen- und Platznamen auf, die antisemitische Bezüge der namensgebenden historischen Persönlichkeiten erkennen lassen. Zudem benennt das Dossier Handlungsempfehlungen, die von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sind und von weiteren Recherchen, der Kontextualisierung im Stadtraum oder über digitale Zusatzinformationen bis hin zu konkret empfohlenen Umbenennungen von Straßennamen reicht. Da die Zuständigkeit für den Umgang mit Straßennamen bei den zwölf Berliner Bezirken liegt, hat das Symposium das Ziel, den aktuellen Diskurs um mögliche Straßenumbenennungen im Bezirk Treptow-Köpenick zu versachlichen und den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu ermöglichen.

Straßennamen sind, neben ihrer Orientierungsfunktion im öffentlichen Raum, immer auch Ausdruck einer politischen und kulturellen Ehrung von Personen für besondere Verdienste. An Straßenumbenennungen zeigt sich nicht nur der gesellschaftliche Wandel, sondern auch wechselnde Deutungshoheiten über das kollektive Erinnern. Debatten zu Straßenumbenennungen werden aktuell in vielen Städte kontrovers geführt. Das Symposium Un:umstrittenes Erbe? widmet sich der Frage, wie der Bezirk Treptow-Köpenick in Zukunft mit antisemitischen Straßennamen umgehen soll.

Das Symposium wird von der Abteilung für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kultur und Museum, Museen Treptow-Köpenick in Kooperation mit TVKA- Treptow-Köpenick für Vielfalt und gegen Antisemitismus und dem Aktiven Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. organisiert.

Ausschlussklausel: Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien und Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.