Alt-Treptow

Abtei-Brücke
Bild: BA Treptow-Köpenick

Der im nördlichsten Bereich des Bezirks gelegene Ortsteil war Namensgeber für den ehemaligen Bezirk und entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem beliebten Ausflugsort. Entlang der Spree entstanden zahlreiche Ausflugsgaststätten, wovon noch heute die bekannteste “Zenner” ist. Nach der im Treptower Park stattgefundenen Gewerbeausstellung ließen sich einige Firmen nieder, die beispielhafte Industrieanlagen errichteten. Vor allem wird der Ortsteil durch den Treptower Park mit seinen großen Spiel- und Liegewiesen, der Dampferanlegestelle, der Archenhold-Sternwarte und dem Sowjetischen Ehrenmal geprägt.

Treptower Park (Gartendenkmal)

  • Stadtpark, 1876-1888 von Gustav Meyer, Hermann Mächtig
  • mit Gartenanlagen der 1950/60er Jahre von Georg Béla Pniower, Siegfried Sommer, Hubert Matthes
  • Platanenalleen Puschkinallee und Am Treptower Park zwischen S-Bahntrasse und Schlesischem Busch
  • Skulpturen (einschließlich Marmorgruppe “Meeresgrund” am Karpfenteich, 1907 von O. Petri)
  • Gaststättengarten Zenner und Sowjetischem Ehrenmal, 1946-49 von J.B. Belopolski, S.S. Walerius, J.W. Wutschetitsch, A.A. Gorpenko

Der an der Puschkinallee / Straße am Treptower Park gelegene Treptower Park ist nach dem Tiergarten die zweitgrößte öffentliche Parkanlage Berlins. Gemeinsam mit dem sich anschließenden Plänterwald bildet er ein ca. 230 ha großes Naherholungsgebiet. Entstanden ist der Treptower Park in den Jahren 1876-78 nach einem Entwurf des damaligen Gartenamtsdirektors Gustav Meyer, der in die Gestaltung neueste soziale Erkenntnisse mit einfließen ließ. So wurde Berlins „erste betretbare Gartenanlage“ mit großen Spiel- und Liegewiesen errichtet, die der Bevölkerung zur Erholung und Entspannung diente. Der Park im Stil englischer Landschaftsgärten enthält eine künstlich angelegte Wasserfläche, den Karpfenteich, einen Rosengarten, einen Springbrunnen, Skulpturen, Alleen und viele Blumenrabatten. Er bildet den landschaftlichen Rahmen für den Hafen Treptow, das sowjetische Ehrenmal, die Archenhold- Sternwarte, das Gasthaus Zenner und die Abtei-Insel.

Abteibrücke mit Brückenhäusern und ehem. Restaurationsgebäude (Baudenkmal)

  • 1915-16 von v. Emperger

Die über eine Fußgängerbrücke zu erreichende Insel war einst eine kleine, mit Schilf bewachsene Erhebung in der Spree. Später hieß sie Neu-Spreeland, nachdem der erste Privatbesitzer der Insel diese Mitte des 19. Jh. mit Straßenmüll und Erde aufschütten ließ. 1886, zur Zeit der Großen Berliner Gewerbeausstellung, wurde ein Restaurant im Stil einer schottischen Klosterruine (Abtei) erbaut, das der Insel ihren heutigen Namen gab. Das Restaurant brannte jedoch 1914 ab. 1915 begann der Bau der Abteibrücke, welche die Insel mit dem Festland verband. Sie gilt als erste Stahlverbundbrücke Deutschlands, steht unter Denkmalschutz und wurde 1992-1994 restauriert.

Archenhold-Sternwarte (Baudenkmal, Bestandteil des Gartendenkmals Alt-Treptow, Treptower Park)

  • Alt-Treptow 1

Die Volkssternwarte in Alt-Treptow 1 wurde 1896 anlässlich der Großen Berliner Gewerbeausstellung erbaut und im Jahre 1909 in ihrer heutigen Form fertig gestellt. Seit 1946 trägt sie den Namen ihres ersten Direktors, Friedrich Simon Archenhold.
1996, zu ihrem 100. Geburtstag, wurde die Sternwarte umfassend saniert. Sie zeichnet sich bis heute durch das längste Linsenfernrohr der Welt aus.

Wachturm Puschkinallee (Gesamtanlage Berliner Mauer)

  • Berliner Mauer, Grenzmauerabschnitte und Wachtürme, nach 1961 (Gesamtanlage)
  • Puschkinallee, Wachturm Führungsstelle Schlesischer Busch, 1963 von den Grenztruppen der DDR
  • Rudower Straße, Hinterlandmauer
  • Gesamtanlage Berliner Mauer; siehe auch Denkmallisten Mitte, Kreuzberg-Friedrichshain, Pankow

Arena, ABOAG-Betriebshof (Gesamtanlage)

  • Eichenstraße 4
  • Shedhalle, 1915-17 von Bruno Buch
  • Verwaltungsgebäude, Wagenhalle, Erweiterung der Shedhalle und Tor, 1927-28 von Franz Ahrens und Alfred Warthmüller

Zu jener Zeit war die als Omnibuswerkstatt erbaute “Arena” mit 7000m² die größte freitragende Halle Europas. Sie fasste zu Zeiten des Omnibusbetriebes 240 Busse. 1995 wurde sie denkmalgerecht zu einer Veranstaltungshalle umgenutzt.

Am Treptower Park 36, Mietshaus (Baudenkmal)

  • erbaut 1911-12 von Friedrich Koch
  • Baudenkmal, Bestandteil des Ensembles Am Treptower Park 16-21, 24-25, 27-39, 40/42, 43-50