Ambrosia – eine Pflanze belastet unsere Gesundheit

Ambrosia Einzelpflanze
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Das beifußblättrige Traubenkraut breitet sich in Deutschland und anderen europäischen Ländern seit den 90er Jahren verstärkt aus.
Besonders betroffen ist Bauerwartungsland auf dem der Mutterboden abgetragen wurde und die Ambrosia keine Konkurrenz hat.
Verunreinigtes Vogelfutter sorgt dafür, dass es in viele Gärten und Brachflächen eingeschleppt wird.Dort können die Pflanzen bis zu 1,80 m hoch wachsen. Eine Pflanze kann bis zu 1 Milliarde stark allergene Pollen produzieren. Nur 10 Pollen pro Kubikmeter Luft können schon schwere allergische Reaktionen, wie Hautjucken, Quaddeln, Asthma usw. auslösen.
Die Pollen sind sogar so aggressiv, dass sie Personen zu Allergikern machen können, die bisher keine Allergiker waren.
Noch schlimmer: die durch Ambrosia ausgelösten Allergien sind noch schlimmer als der bekannte Heuschnupfen.
Da die Pflanze wenig natürliche Feinde in Deutschland hat breitet sie sich aus und kann pro Pflanze 4000 Samen produzieren, die wiederum bis zu 40 Jahre später noch auskeimen können.
Deswegen ist es enorm wichtig schon die kleinste Form der Pflanze zu erkennen und mit Wurzeln zu beseitigen.
Dabei ist mit Vorsicht vorzugehen, da schon das Berühren der Pflanze zu starken Hautreizungen führen kann.
Es wird deshalb geraten die Pflanze nur mit Gartenhandschuhen anzufassen, dabei einen Mundschutz (als Schutz vor dem Einatmen der Pollen) zu tragen und die Pflanze gründlich mit Wurzeln rauszureißen und anschließend in die Restmülltonne zur Verbrennung zu geben.
Diese Pflanze gehört auf keinen Fall in die Biotonne.

Wegen der geschilderten Bedeutung hat die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz ein Aktionsprogramm zur Bekämpfung von Ambrosia gestartet um die Gesundheit der Berliner zu schützen.
Weiterführende Links mit Fotos und Formular zu Meldung der Pflanzenstandorte:
Freie Universität Berlin
Ambrosia
Aktuelle Informationen vom Pflanzenschutzamt 2019
Die Ambrosia-Pflanze wird weiter bekämpft