Coronavirus 2019-nCoV: Berlin ist vorbereitet

Hotline für Bürgerinnen und Bürger zum Coronavirus
Bild: SenGPG
Pressemitteilung vom 28.01.2020

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick möchte auf eine Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung aufmerksam machen.

Zur Originalmeldung

Das Robert-Koch-Institut (RKI) als Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten hat zur Einschätzung des neuen Coronavirus 2019-nCoV das Risiko für Deutschland derzeit als gering eingeschätzt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass infizierte Personen nach Deutschland einreisen.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci: „Auch wenn die derzeitige Risikoeinschätzung des RKI für Deutschland gering ist, müssen wir leider auch auf einzelne Einreisefälle in Berlin eingestellt sein. Berlin ist gut vorbereitet für den Ernstfall. Es werden besondere Informationsmaßnahmen an beiden Flughäfen durchgeführt. Die Notaufnahmen und Rettungsdienste sind ausführlich informiert. Berlin verfügt mit dem Institut für Virologie und der Sonderisolierstation an der Charité über eine sehr gute Ausstattung für den Fall der Einreise eines an 2019-nCoV erkrankten Patienten in Berlin.“

Folgende Maßnahmen hat Berlin zur Vorbereitung für den Ernstfall getroffen:

  • Gezielte Informationsmaßnahme an den Berliner Flughäfen: Die Senatsgesundheitsverwaltung hat in Zusammenarbeit mit der Berliner Flughafengesellschaft das Anbringen von Informationsplakaten auf Deutsch, Englisch und Chinesisch in Tegel und Schönefeld vereinbart. Flugreisende von und nach China werden zudem am Flughafen Tegel mit Handzetteln auf die Symptome hingewiesen und aufgefordert, die Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten: Bei Symptomen Kontakte zu anderen zu vermeiden und einen Arzt/Ärztin aufzusuchen. Bei Menschen, die bereits mit Symptomen aus der entsprechenden Region einreisen, wird empfohlen, sich direkt an das Flughafenpersonal zu wenden. Die Flughafensanitäterinnen und -sanitäter sind für solche Situationen gut geschult.
  • Informationen an Notfallaufnahmen und Rettungsdienst: Das RKI hat den Umgang mit einem Verdachtsfall genau definiert. Diese Informationen hat die Senatsgesundheitsverwaltung sowohl den Notaufnahmen der Berliner Krankenhäuser zur Verfügung gestellt, als auch mit dem Rettungsdienst der Feuerwehr abgestimmt.
  • Hervorrangende medizinische Ausstattung in Berlin: Mit dem Institut für Virologie der Charité hat Berlin die Expertinnen und Experten in der Stadt, die das Nachweisverfahren für den Coronavirus entwickelt haben und durchführen kann. Charité und RKI arbeiten hier eng zusammen und verweisen auf ausreichend Testkapazitäten für Verdachtsfälle. Mit der Sonderisolierstation des Landes Berlin in der Charité verfügt Berlin über die größte Sonderisolierstation Deutschlands. Lebensgefährliche, sich schnell ausbreitende Infektionskrankheiten können hier mit modernster Medizintechnik behandelt werden. Erst vor fünf Monaten wurde ihm Rahmen einer Übung am Flughafen Tegel die Prozesse geprüft. Ergebnis ist, dass das Zusammenwirken von Flughafengesellschaft, Charité und die Berliner Feuerwehr optimal aufgestellt ist für den Ernstfall.

Die Senatsgesundheitsverwaltung rät den Berlinerinnen und Berlinern:

1. Zur Risikogruppe gehört, wer unter Lungenentzündung, Husten, Fieber, oder Atemnot leidet UND in der Risikoregion (Definition Homepage des RKI) gewesen ist oder Kontakt mit jemanden aus der Region hatte. Menschen aus der Risikokruppe sollten sich auf den neuartigen Coronavirus testen lassen.
Dabei gilt:

  • Achten Sie darauf, andere nicht anzustecken
    Wenden Sie sich telefonisch an:
  • die nächstgelegene Notaufnahme
  • ihren Hausarzt/ihre Hausärztin
  • den kassenärztlichen Notdienst unter 116 117 um den Weg zur Abklärung zu besprechen.

2. Halten Sie sich an die allgemeinen Hygienehinweise, die beispielsweise auch bei Grippeviren gelten:

  • Händewaschen
  • nicht in die Hand niesen
  • Abstand halten
  • häufiges Lüften der Innenräume.

Weitere Hintergründe: