Wiedersehen im Museum Treptow: Nach 58 Jahren kommen beide Zeitzeuginnen nach Berlin

Zwei Mädchen an der noch nicht fertiggestellten Berliner Mauer in Treptow in der Harzer Straße. Sie sprechen miteinander und fassen sich an. Etwas weggedreht steht ein Soldat. Er hat keine Pistole und kein Gewehr in der Hand, sondern eine Blume.
Bild: Landesarchiv Berlin/Horst Siegmann, F Rep. 290_0076482
Pressemitteilung vom 07.05.2019
  • Zeit: Freitag, den 14. Juni 2019, 18:00 – 19:30 Uhr
  • Ort: Museum Treptow, Sterndamm 102, 12487 Berlin

Am 14. Juni 2019 wird im Museum Treptow im Rahmen der Veranstaltung „Begegnungen an der Mauer“ das Geheimnis um eines der bekanntesten Fotos der Berliner Mauer gelüftet. Erstmals nach 58 Jahren werden die Zeitzeuginnen Rosemarie B. und Kriemhild M. in der Öffentlichkeit über ihre Begegnung an der noch nicht fertiggestellten Mauer in der Harzer Straße, Ecke Mengerzeile sprechen. 1961 waren die beiden Schülerinnen 15 Jahre alt. Auf dem Bild sprechen sie miteinander und fassen sich an den Händen. Etwas weggedreht steht ein Soldat mit einer Blume in der Hand. Doch welche Geschichte steckt hinter dieser Momentaufnahme? Worüber sprechen die beiden jungen Frauen? Diese und weitere Fragen werden bei dem Wiedersehen am 14. Juni 2019 im Museum Treptow beantwortet.

Das Bild ist seit vielen Jahren Teil der Dauerausstellung im Museum Treptow. Um seiner Rätselhaftigkeit auf die Spur zu kommen, hatte das Bezirksamt im Februar 2018 einen Aufruf gestartet und die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten. Auf einen Artikel in der Berliner Woche meldete sich wenige Wochen später Rosemarie B. beim Museum. Sie ist links auf dem Bild zu sehen und lebt seit langem in Westdeutschland. Schon dies war eine kleine Sensation. Durch die Hinweise von Rosemarie B. gelang es dem Museum auch den Kontakt zu der seit vielen Jahren in der Schweiz lebenden Kriemhild M. herzustellen. Daraufhin telefonierten die beiden Zeitzeuginnen zum ersten Mal miteinander. Dabei stellten sie fest, dass ihre Begegnung an der Mauer keineswegs Zufall gewesen war. Sie beschlossen, der Einladung des Museums Treptow zu folgen und im Juni nach Berlin zu reisen. Die Veranstaltung mit den beiden Zeitzeuginnen, die am 14. Juni 2019 um 18 Uhr im Museum Treptow stattfindet, ist Teil des Begleitprogramms „Erkundungen vor Ort“ des Stadtmuseums Berlin im Rahmen der Ausstellung „Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt“.

  • moderiertes Gespräch mit den Zeitzeuginnen Rosemarie B. und Kriemhild M.
  • Bildvortrag der Historikerin Elena Demke zur bildsprachlichen Inszenierung der Berliner Mauer in Ost und West
  • Vortrag des Historikers Henning Holsten zu den Alltagserfahrungen in den „Geteilten Nachbarschaften“ von Treptow und Neukölln in der Zeit vor und nach 1989

Um Anmeldung wird gebeten.

https://www.berlin.de/museum-treptow-koepenick/

Kontakt
Agathe.Conradi@ba-tk.berlin.de