Drucksache - 1327/XX  

 
 
Betreff: Werbeflächen für Sozial- und Kultureinrichtungen in Neukölln
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:GrüneBildung, Schule und Kultur
Verfasser:Krotter, SofieSchulze, Karsten
Drucksache-Art:AntragBeschlussempfehlung - 2. Lesung
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung
22.05.2019 
34. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Bildung, Schule und Kultur
04.06.2019 
30. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung, Schule und Kultur vertagt     
02.10.2019 
34. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung, Schule und Kultur ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen     
Bezirksverordnetenversammlung Beschluss
30.10.2019 
40. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin (offen)     

Beschlussvorschlag
Anlagen:
Antrag
Überweisung BSK
Ausschuss vertagt 1
Ausschuss Beschluss

Der Ausschuss für Bildung, Schule und Kultur empfiehlt der Bezirksverordnetenversammlung die Annahme des Antrages in folgender Fassung:

 

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird gebeten zu prüfen, ob gemeinsam mit dem Senat auf den neuen Betreiber der Litfaßulen in Berlin (Ilg GmbH) zugegangen werden kann, um im Rahmen des geschlossenen Vertrags vergünstigte Werbeflächen an einigen Säulen in Neukölln zu ermöglichen. Diese sollen vornehmlich durch regionale Kulturinstitutionen sowie nichtkommerzielle- und soziale Einrichtungen genutzt werden können.

 

Begründung: Die Neuaufteilung des Werbemarkts darf nicht zu Lasten der kleineren Sozial- und Kultureinrichtungen gehen. Litfaßulen sind einer der wenigen Orte in der Stadt, an denen mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis und vor allem für alle Berlinerinnen und Berliner sichtbar geworben werden kann. Im Ausschreibungsverfahren hat die Stuttgarter Ilg GmbH das Recht für klassische geklebte Werbung an Litfaßulen für 15 Jahre zugesprochen bekommen. Was mit den 2500 bisher von der Wall AG betriebenen, nun offenbar ausgedienten klassischen „Klebesäulen“ geschieht, ist nicht im Geringsten nachhaltig. Die meisten werden verschrottet. Einige Standorte sind offenbar schon im Vorfeld der Ausschreibung gestrichen worden, dadurch reduziert sich die Zahl um etwa zwei Prozent. Historisch hat es in Berlin immer sehr viele solcher Säulen gegeben. Vor allem regionale Kulturinstitutionen und soziale Einrichtungen mit einem kleinen Budget schadet das aktuelle Fehlen der Säulen. Zudem werden offenbar nicht alle entfernten Litfaßulen durch neue ersetzt. Dieser Werbeträger hat sich über die Jahre hinweg als Kultobjekt etabliert und fehlt nun an vielen Orten im Stadtbild. Auch International hat diese Entscheidung Aufmerksamkeit erregt:

https://www.google.com/amp/s/amp.theguardian.com/world/2019/mar/29/last-stand-berlin-ageing-litfasaule-concrete-advertising-pillars

https://www.google.com/amp/s/amp.tagesspiegel.de/berlin/litfasssaeulen-in-berlin-kleine-werbepause-fuer-die-hauptstadt/22830022.html

 
 

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