Auszug - 30 Jahre Football in Neukölln, Vorstellung durch den sportlichen Direktor Volker Herzberg  

 
 
24. öffentliche Sitzung des Sportausschusses
TOP: Ö 2
Gremium: Sportausschuss Beschlussart: erledigt
Datum: Mi, 13.01.2016 Status: öffentlich
Zeit: 17:15 - 19:30 Anlass: ordentliche Sitzung
Raum: DeGeWo
Ort:
 
Beschluss

Herr Herzberg erläutert, dass die Berlin Bears in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiern und somit der zweitälteste American Footballverein Berlins sind

Herr Herzberg erläutert, dass die Berlin Bears in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiern und somit der zweitälteste American Footballverein Berlins sind. Der Verein ist in allen Altersklassen vertreten. Für die Berlin Bears gäbe es keine kulturellen Grenzen und kein Sexismus. Diese Einstellung sei in einem Bezirk wie Neukölln und gerade in der dichtbesiedelten Gropiusstadt sehr wichtig. Der Sport diene der Integration und sei somit oberstes Ziel. Der Verein verfüge über eine hervorragende, neu sanierte Sportstätte. Der finanzielle Zustand des Vereins sei zur Zeit jedoch eher desolat. Neben einer besseren finanziellen Ausstattung strebe man  innerhalb der nächsten 4 bis 5 Jahre den Aufstieg in die 1. Liga an. Hierfür wäre ein WLAN-Anschluss auf der Sportanlage sehr hilfreich, um den Verein im Internet z.B. auch mit Spielübertragungen entsprechend präsentieren zu können. Herr Herzberg erklärt weiterhin, dass der Verein nach der Sperrung der Sporthalle am Efeuweg über keine Sporthallenzeiten mehr verfüge. Deshalb müsse man zur Zeit die Trainingseinheiten im Schwimmbad Gropiusstadt absolvieren.

 

Die Verwaltung erläutert hierzu, dass der FB Sport einem WLAN-Anschluss als Eigentümer der Sportanlage zustimmen würde, sofern der Verein selber alle hiermit in Verbindung stehenden Kosten trägt. Weiterhin wird erläutert, dass der Verein Ausweichzeiten für die gesperrte Sporthalle in Absprache mit dem Präsidium, vertreten duch Herrn Döbler, erhalten hat. Die Männer und die A-Jugend trainieren draußen. Ab B-Jugend abwärts wurde an zwei Tagen parallel die obere und untere Halle der Richard-GS in der Zeit von 17.00 Uhr bis 19.30 Uhr und den Flag-Footballern eine Spätzeit im OSZ Sporthalle Haarlemer Straße angeboten. Wenn der degewo-Sportplatz wieder eisfrei sei, könne man auch diesen wieder zum Training nutzen. Herr Herzberg bestätigt diese Aussage, äußert sein Verständnis, dass derzeit die Notunterbringung der Flüchtlinge absolute Priorität besitze und dass ein Ersatz von Hallenzeiten 1:1 aufgrund der aktuellen Situation leider nicht möglich ist. Es ist nachvollziehbar, dass ein Ausgleich  in Qualität und Quantität oft nicht möglich ist, da von insgesamt 25 Wettkampfhallen zur Zeit 5 gesperrt seien. Der Wegfall der großen Wettkampfhallen konnte deshalb in der Regel nur mit kleineren Sporthallen ausgeglichen werden. Dadurch sei das Wurftraining insbesondere bei den Männern eingeschränkt und die Tackle- und Flag-Footballer müssten derzeit mit 60 Sportlern gleichzeitig in der Halle trainieren. Die Verwaltung erklärt, dass der Fachbereich Sport auch zukünftig bemüht sei, die Einschränkungen auf alle Vereine gleichmäßig zu verteilen, deren Einzugsbereiche sich im Umfeld von geschlossenen Sporthallen befinden.

 

Im Anschluss stellt sich ein Spieler vor, der von den Rebels (1.Liga) zu den Berlin Bears wechselte (3.Liga). Er berichtet von den Gründen, die ihn zu diesem Wechsel bewegt haben, insbesondere von dem positiven Umfeld des Vereins. Auch er visiert den Aufstieg in die erste Liga an.

 

Frau BV Klein fragt nach, inwieweit der Verein aufgrund der aktuellen Situation unter Umständen finanziell unterstützt werden kann. Herr BzStr Rämer erläutert hierzu, dass es derzeit ausschließlich ein Programm für den Schulsport gäbe. Hierfür wurden 1,5 Mio. Euro von der Senatsverwaltung bereitgestellt, um Unterrichtsausfall aufgrund geschlossener Sporthallen zu kompensieren. Das entspricht einem Betrag für jede Schule i.H.v. 2.000 Euro. Hierzu zählt auch die Möglichkeit, den Schulsport in das Eisstadion zu verlegen. Die finanziellen Mittel könnten für die Ausleihe der Schlittschuhe verwendet werden. Hierfür wurden Sonderkonditionen mit dem Schlittschuhverleih im Eisstadion Neukölln ausgehandelt. Das BA hat beschlossen, dass ein Eintritt für Schulsport im Eisstadion nicht erhoben wird. Herr BD Ewert fragt nach, ob die Information über die 2.000 Euro Mittelzuweisung je Schule nicht hätte früher erfolgen können, da die offizielle schriftliche Mitteilung die einzelnen Schulen doch sehr spät erreichte. Bezirksstadtrat Rämer erläutert, dass die 1,5 Mio. Euro zentral über die Senatsverwaltung ausgegeben und abgerechnet werden. Da dieses Angebot nun endlich bestehen würde, sollte man über die kleinen Mängel hinwegschauen und glücklich sein, dass das Angebot geschaffen werden konnte.

 

Auf Nachfrage erklärt Herr Herzberg, dass es sich bei der Tackle-Mannschaft, ebenso wie bei der A-Jugend um eine reine Männer-/Knabenmannschaft handele. Für die Flag-Footballer, die B- und C-Jugend sind beide Geschlechter zugelassen. In der Zwischenzeit existiere auch eine Bambini-Mannschaft, die allerdings ohne Körperkontakt trainiert. Zur Steigerung der Qualität möchte der Verein zukünftig jede Mannschaft mit einem lizensierten Trainer ausstatten, damit das langfristige Ziel „Aufstieg in die Bundesliga“ erreicht werden kann. Herr BzStR Rämer stellt abschließend fest, dass er Stolz sei, dass der Bezirk Neukölln mit gleich zwei American Footballvereinen Schwerpunkt dieser Sportart in Berlin sei. Der Sportplatz hier vor Ort steht den Berlin Bears und den Fußballern zur Verfügung. Die sportliche Konkurrenz, die Berlin Thunderbirds, sind im Stadion Britz-Süd untergebracht. Klar sei auch, dass der Kabinentrakt im degewo-Stadion sanierungsbedürftig sei.


 
 

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