Auszug - Mitteilungen der Verwaltung  

 
 
24. öffentliche Sitzung des Sportausschusses
TOP: Ö 7
Gremium: Sportausschuss Beschlussart: erledigt
Datum: Mi, 13.01.2016 Status: öffentlich
Zeit: 17:15 - 19:30 Anlass: ordentliche Sitzung
Raum: DeGeWo
Ort:
 
Beschluss

-Derzeit sind 5 Sporthallen für den Schul- und Vereinssport gesperrt und mit Flüchtlingen belegt

-Derzeit sind 5 Sporthallen für den Schul- und Vereinssport gesperrt und mit Flüchtlingen belegt. Im Einzelnen handelt es sich hierbei um die Jahnsporthalle, die Doppelstockhalle am Buckower Damm und die Doppelstockhalle gleicher Bauart am Efeuweg. Zusätzlich wurden diverse Alternativen vom Bezirk angeboten, u.a. auch das ehemalige C&A-Gebäude in der Karl-Marx-Straße, in dem bis zu 600 Personen untergebracht werden können. Derzeit werden dort rund 200 Personen betreut. Durch das Errichten von Trockenbauwänden kann dort eine bessere Privatsphäre geschaffen werden, als es in den Sporthallen je möglich sein wird. Da der Bezirk Neukölln aktiv an den Sporthallenalternativen mitgewirkt hat, bestehe die Hoffnung, dass hier keine weiteren Sporthallen vom LAGeSo beschlagnahmt werden müssen.

Von offizieller Seite wird immer argumentiert, dass in Neukölln bisher am wenigsten Flüchtlinge untergebracht wurden. Herr Bezirksstadtrat Rämer dementiert diese Behauptung. Zum Einen habe man in Neukölln eben keine leerstehende Kaserne oder ähnliche Liegenschaften mit einem großen Fassungsvermögen. Zum Anderen müsse man aber auch feststellen, dass in der arabischen Community Neuköllns scheinbar sehr viele Flüchtlinge privat unterkommen würden. Dieses erkenne man an den aktuellen Schulanmeldungen. Zukünftige zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten sind u.a. auf dem ehemaligen Bewag-Sportplatz und aufgrund der Erweiterung der bestehenden Unterkunft an der Haarlemer Straße in Planung.

 

Herr BV Kontschieder fragt in diesem Zusammenhang nach, ob aufgrund des bereitgestellten C&A-Gebäudes mit einem Freizug der belegten Sporthallen zu rechnen sei. Herr Bezirksstadtrat Rämer äußert selbstverständlich den Wunsch, dass die Sporthallen wieder schnellstmöglich dem Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen sollten. Eine verbindliche Antwort könne er hierzu jedoch nicht geben. Da die weitere Entwicklung zur Zeit nicht absehbar sei, könne aber auch eine zukünftige Sperrung von Sporthallen nicht definitiv ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund steht in diesem Zusammenhang auch noch kein Termin für die Meisterehrung fest. Vielleicht könne man schon zur nächsten Ausschusssitzung mehr zu diesem Thema berichten.

 

-Herr BzStR Rämer berichtet, dass die Bezirke derzeit keine Projekte im Rahmen von „SIWA II“ anmelden dürfen, weil der größte Teil des Gesamtvolumens aus diesem Programm bereits auf Senatsebene verplant wurde. 

 

-Herr BzStR Rämer berichtet über die aktuellen Besucherzahlen aus dem Eisstadion Neukölln (Besucherstatistik zum 93. Saisontag am 10.01.2016):

 

Gesamt (Besucher) 54.702 (14/15)56.329 (15/16) +1.627

Einnahmen (Euro)88.832,3589.531,25+689,90

Schulen+663

Kita (Kurs des OSC aus 14/15 findet diese Saison nicht statt) -210

 

Mit Stand gestern kann ein Besucherzuwachs mit über 1.700 Besuchern festgestellt werden. Das bedeutet im Moment einen sehr positiven Trend. Weiterhin wird über die Entscheidung des BA’s zur Möglichkeit des kostenfreien Schulsports im Eisstadion Neukölln und des in diesem Zusammenhang stehenden Angebotes des Schlittschuhverleihers berichtet. Das Angebot wurde an die SenBJW, Herrn Staatssekretär Rackles, weitergeleitet. Wie bereits unter TOP 2 berichtet, stehen, 1,5 Mio. Euro insgesamt, somit 2.000 Euro für jede Schule im Rahmen dieser Entscheidung zur Verfügung. Aufgrund des zentralen Aktionstages für die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer am 31.01.2016 hat Herr Bezirksstadtrat Rämer das Eisstadion Neukölln für einen freien Eintritt dieses Personenkreises vorgeschlagen und gemeldet. Natürlich haben die Berechtigten einen entsprechenden Nachweis an der Kasse des Eisstadions vorzulegen. Die Schlittschuhe müssen selber mitgebracht werden oder sind gegen Entgelt beim Pächter auszuleihen. Herr BD Ewert fragt nach, ob bereits über einen freien Eintritt für Flüchtlingskinder im Eisstadion entschieden wurde. Herr BzStR Rämer teilt mit, dass er diesen Vorschlag geprüft und sich schweren Herzens dagegen entschieden habe, weil er der Meinung sei, dass keine soziale Debatte „Flüchtlinge vs. Hartz IV-Empfänger“ entfesselt werden soll. Diese Argumentation kann von den Sportausschussmitgliedern nachvollzogen werden.


 
 

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