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Neukölln – einzigartig durch seine Vielfalt

Martin Hikel, Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln
Bild: Jesco Denzel/BA Neukölln

Grußwort des Bezirksbürgermeisters Martin Hikel

Liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner,
liebe Gäste und Freunde unseres Bezirks,

Neukölln ist in vielerlei Hinsicht einer der facettenreichsten Bezirke Berlins. Hier leben Menschen aus mehr als 150 Nationen miteinander, ihre kulturelle Vielfalt trifft auf Neuköllner Geschichte. Neben traditionellem Unternehmertum prägt eine wachsende, innovative, junge Startup-Branche die Wirtschaft im Bezirk. Auf knapp 4500 Hektar Bezirksfläche treffen Neubausiedlungen auf idyllische Häuschen mit Garten, das ehrwürdige Schloss Britz auf das Estrel-Hotel und -Congress Center, Großstadtmagistralen wie die Sonnenallee und die Karl-Marx-Straße auf zahlreiche kleine Gärten, große Parks und großzügige Grünanlagen.

Bei all dieser Vielfalt und unabhängig von ihren eigenen Biografien ist vielen Neuköllnerinnen und Neuköllnern eines gemeinsam: ihr Bezirk liegt ihnen am Herzen. Sie sehen die täglichen Probleme nicht nur, sie sprechen sie an und machen auch etwas. Viele engagierte Menschen setzen sich mit ganzer Kraft dafür ein, dass unser Aufwärtstrend weitergeht, ob im Rahmen der Nachbarschaftshilfe, in Vereinen, in bezirklichen Gremien oder direkt bei den Planungen zum Bezirkshaushalt für die kommenden Jahre. Hier gab es allein für den Haushaltsplan 2022/2023 über 180 Vorschläge zu ganz konkreten Investitionen im Bezirk – von der Fußgängerampel bis zum Skater-Park.

Natürlich haben die letzten 18 Monate unter dem Zeichen „Corona“ auch unser aller Leben und unsere Arbeit im Bezirk beeinflusst. Hohe Inzidenzen, Kontaktbeschränkungen, Schließungen in Handel, Bildung, Kultur. Hier waren (und sind) klare Kommunikation und schnelle, unkomplizierte Hilfsmaßnahmen an der Tagesordnung. Trotz der alles bestimmenden Pandemie haben wir die vielen anderen Themen, die uns in Neukölln bewegen und beschäftigen, nicht aus den Augen verloren.

Neukölln hat viele Probleme – aber noch mehr Potential.

Ich sage das voller Überzeugung: Es ist nicht einfach und erfordert tagtäglich harte Arbeit. Aber aus diesen umfangreichen Herausforderungen entstehen die besten Ideen, werden Lösungen für bestehende Probleme entwickelt – und umgesetzt. Und hier geht man auch neue Wege, um einer interkulturellen Großstadt gerecht zu werden. Deshalb widmen wir uns mit aller Konsequenz ganz besonders dem Thema Ordnung und Sicherheit. Das beginnt bei der Sauberkeit auf unseren Straßen und Plätzen, betrifft die Sicherheit im öffentlichen Raum und reicht bis zu unseren regelmäßigen Schwerpunkteinsätzen an Brennpunkten im Bezirk.

Neukölln soll noch schöner, liebens- und somit lebenswerter werden.

Die vielen unterschiedlichen Baumaßnahmen im Bezirk – an Schulen und sozialen Einrichtungen, an Spielplätzen und Grünflächen oder im Straßenverkehr – zeigen: Neukölln ist auf einem guten Weg.

In Neukölln ist es üblich, in Bildung zu investieren. Durchschnittlich fließen pro Tag rund 115.000 Euro in den Neubau, Sanierung und Instandhaltung unserer Schulen.

Im Bezirk gibt es insgesamt 123 öffentliche Spielplätze. Für die Pflege der Spielplätze, Sanierung bzw. Wiederherstellung von Spielgeräten, Spielanlagen, Ausstattungen und Bolzplätzen wurden allein im vergangenen Jahr insgesamt ca. 670.000 € ausgegeben.

Von der Um- und Neugestaltung zentraler Neuköllner Verkehrsadern, dem Bau neuer Fahrradwege und -straßen oder auch den Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in den Kiezen profitieren alle Verkehrsteilnehmenden. Mit mehr Bäumen, erneuerten Gehwegen und Gehwegvorstreckungen schaffen wir gleichzeitig mehr Lebensqualität für die Anwohnenden in den Kiezen. Im letzten Jahr wurden insgesamt 12,4 Mio. Euro für die Planung, den Neubau und die Pflege von Grün- und Straßenflächen ausgegeben. Auch die Hochhaussiedlung Gropiusstadt verändert sich: bis 2024 fließen hier insgesamt 10,4 Mio Euro in die Um- und Neugestaltung der Grünflächen und Wege rund um die Lipschitzallee.

Als Wirtschaftsstandort ist unser Bezirk inzwischen so beliebt, dass es kaum noch freie Flächen für neue Unternehmensansiedlungen gibt. Kreative, Künstler und Architekten haben Neukölln ebenfalls als attraktiven Lebens- und Arbeitsmittelpunkt entdeckt.

Und wer Kulturerlebnisse sucht, ist in Neukölln an der richtigen Stelle. Ob Estrel, Gutshof und Schloss Britz, Neuköllner Oper, Heimathafen, der historische Richardplatz und das böhmische Dorf, das UNESCO-Weltkulturerbe Hufeisensiedlung oder auch die Idyllen der alten Dorfkerne Britz, Buckow und Rudow – in Neukölln gibt es für Gäste und Anwohner immer etwas zu sehen und zu entdecken. Mit dem Britzer Garten, dem Rudower Fließ, dem Volkspark Hasenheide und dem Körnerpark bietet der Bezirk viele grüne Ruhe- und Erholungsoasen.

Neukölln – auf einem guten Weg

Neukölln ist auf einem guten Weg, sich zu einem lebens- und liebenswerten, familien-freundlichen und attraktiven Bezirk zu entwickeln – auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt. Wir werden weiterhin in unsere bestehenden Schulen investieren und gleichzeitig mit dem Blick auf die steigenden Schülerzahlen mehr Kapazitäten schaffen. Bei der sozialen Stadtentwicklung steht die Förderung von bezahlbarem Wohnraum ganz oben auf unserer Agenda. Und natürlich richten wir unsere Anstrengungen auch auf die Schaffung weiterer Kitaplätze.

Ich bin überzeugt: wenn das gelingen kann, dann hier in Neukölln! Neukölln kommt immer anders und besser als man denkt.

Herzliche Grüße

Martin Hikel
Bezirksbürgermeister