Soziale Infrastruktur­entwicklung

Katholische Schule Sankt Marien

Herzlich Willkommen auf der Infoseite der Sozialen Infrastrukturentwicklung des Stadtentwicklungsamts Neukölln.

Gerne stellen wir unsere Arbeit und die Möglichkeiten der Kooperation und Zusammenarbeit vor.

Neukölln hat sich seit der Wiedervereinigung stark verändert. Der Bezirk hat sich von der Peripherie zum Epizentrum entwickelt und in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum verzeichnet. Diese Veränderung bedeutet auch, dass sich die Struktur, Zusammensetzung und die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner verändert hat. Das Bezirksamt Neukölln begegnet den Veränderungen proaktiv.

Soziale Infrastruktur ist ein Sammelbegriff für Einrichtungen der Daseinsvorsorge wie Kindertagesstätten, Schulen, Sportanlagen oder Jugendtreffs. Aber auch Bibliotheken, Volkshochschulen oder Kultureinrichtungen sind soziale Infrastrukturen.

Im Stadtentwicklungsamt haben wir eine Übersicht über die Bedarfe und Planungen der einzelnen Ämter, zum Beispiel wo in Neukölln werden neue Schulen benötigt und gebaut? Gleichzeitig schauen wir, wie sich die Nachfrage nach Kita- oder Schulplätzen zum Beispiel durch neue Wohnungsbauvorhaben verändert. Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Suche nach und die Sicherung von geeigneten Flächen für Einrichtung der sozialen Infrastruktur.

Was ist das Soziale Infrastruktur-Konzept (SIKo)?

Für die wachsende Stadt Berlin werden Konzepte zur Bereitstellung der notwendigen öffentlichen sozialen und grünen Infrastruktur benötigt. Die Berliner Bezirke erarbeiten seit 2015/2016 dafür räumlich integrierte Soziale Infrastruktur-Konzepte (SIKo), da sie für die Standortplanung der wohnumfeldbezogenen Infrastruktur zuständig sind.

Am 23.07.2025 hat die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln (BVV) das „Soziale Infrastruktur-Konzept (SIKo) 2023/2024“ beschlossen. Es bildet die analytische Grundlage der öffentlichen sozialen und grünen Infrastruktur und enthält Richtwerte zu den Einrichtungsbedarfen, ihrer räumlichen Verortung und zeitlichen Priorität. Das SIKo Neukölln stellt Analysen und Grundlagen für die integrierte Flächen- und Finanzplanung der sozialen Infrastruktur im Bezirk Neukölln bereit. Untersuchungsgegenstand in der derzeitigen Fassung sind öffentliche Grund- und Oberschulen, Kindertagesstätten, Sportanlagen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Spielplätze, Bibliotheken, Musikschulen, Volkshochschulen und wohnungsnahe Grünflächen.

Das SIKo Neukölln stellt die Standorte und Kapazitäten der bestehenden sowie geplanten Einrichtungen dar und vergleicht diese mit den sich aus den Bevölkerungszahlen und -prognosen ergebenden Bedarfen. Des Weiteren werden im SIKo Neukölln weitere Potenzialflächen für Einrichtungen der sozialen Infrastruktur gekennzeichnet. Diese können dazu dienen, weitere Kapazitätsbedarfe abzudecken. Gemäß der Strategie zur integrierten Infrastrukturplanung (SIIP) findet regelmäßig eine Aktualisierung der SIKo-Daten beziehungsweise eine Fortschreibung des SIKos statt.
Das Konzept steht Ihnen zum Download zur Verfügung:

SIKo Neukölln 2023/2024 (Stand der SIKo-Daten 31.12.2022)

  • Soziale Infrastruktur-Konzept (SIKo) 2023/2024 Bezirk Neukölln von Berlin

    PDF-Dokument (20.3 MB) - Stand: 18. März 2026

Da im SIKo nur Einrichtungsarten der sozialen Infrastruktur betrachtet werden, für die stadtweit festgelegte Versorgungsrichtwerte vorliegen, sind bestimmte Einrichtungsarten der sozialen Infrastruktur, zum Beispiel aus den Bereichen Suchthilfe, Psychiatrie, Altenhilfe und Obdachlosenhilfe, nicht direkt im SIKo berücksichtigt. Um diese dennoch im Kontext des SIKos darzustellen hat der Geschäftsbereich Soziales und Gesundheit des Bezirksamts Neukölln eine Stellungnahme zur Berücksichtigung sozialer Infrastruktur aus dem Bereich Soziales und Gesundheit verfasst, die als Anhang zum SIKo ebenfalls am 23.07.2025 von der BVV mitbeschlossen worden ist.

Anhang zum SIKo Neukölln 2023/2024 – Berücksichtigung sozialer Infrastruktur aus dem Geschäftsbereich Soziales und Gesundheit

Wie sieht die SIKo-Umsetzung aus?

Das SIKo stellt als Konzept zunächst die aktuellen und zukünftigen Bedarfe für die soziale Infrastruktur dar, zeigt bauliche Anpassungs- und Änderungsmaßnahmen und definiert Handlungsschwerpunkte und Aufgaben unter anderem für die Sicherung von zukünftig benötigten Flächen. Die im SIKo enthaltenen Maßnahmen werden durch die zuständigen Fachämter im Bezirk, zum Beispiel durch das Schulamt oder das Jugendamt umgesetzt.

Ist das SIKo noch aktuell?

Die Aktualität des SIKo wird in einem regelmäßigen Turnus überprüft. Eine Aktualisierung der SIKo-Daten wird voraussichtlich im Jahr 2027 stattfinden.
Wenn in einem räumlichen Bereich, einem Kiez oder Quartier Probleme, Interessen oder spezifische Bedarfe bestehen, ist es sinnvoll, die Situation im Rahmen einer räumlichen Vertiefung genauer zu untersuchen. Dies kann auch gesondert von den regelmäßigen Fortschreibungen des SIKo stattfinden.