Mehr Grün am Straßenrand – Neukölln mäht gezielter

Pressemitteilung vom 25.06.2026

Das Bezirksamt Neukölln mäht seit diesem Jahr nur noch einmal im Jahr auf Mittel- und Seitenstreifen. Damit können sich im sogenannte Straßenbegleitgrün ökologisch wertvollere Flächen entwickeln, die auch resistenter gegenüber Hitze und Trockenheit sind. Die Flächen sind insgesamt etwa so groß wie 35 Fußballfelder und werden im Herbst 2026 gemäht.

Bereits in den letzten Jahren hat das Bezirksamt das Mähen relevanter Teile der Neuköllner Grünanlagen auf eine naturnähere Pflege umgestellt. Die Pflege des Straßenbegleitgrüns erfolgte bislang jedoch ausschließlich vor dem Hintergrund der Verkehrssicherungspflicht und mit Blick auf die notwendige Reinigung.

Hierfür hat das Bezirksamt nun ein ökologisch ausgerichtetes, flächenindividuelles Mähkonzept entwickelt. Sämtliche Flächen wurden im Rahmen von Ortsbegehungen erfasst, bewertet und in ein digitales Kataster überführt. Im Jahresverlauf werden nur noch die aus Sicherheitsgründen notwendigen Stellen wie Kreuzungsbereiche und Randstreifen gemäht, während die übrigen Flächen über die Vegetationsperiode hinweg bis in den Oktober ungemäht bleiben. Dies trägt zur Förderung der Biodiversität bei, schafft Lebensräume für Insekten und wirkt sich positiv auf mikroklimatische Prozesse wie Verdunstung und Wasserrückhalt aus.

Jochen Biedermann, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr: „Die Modellversuche der letzten Jahre sind positiv verlaufen. Nun gehen wir den nächsten Schritt und geben wir dem Grün in Neukölln mehr Raum. Das mag für den Moment irritieren, aber hilft der Biodiversität und dem Stadtklima. Die Verkehrssicherheit hat das Bezirksamt dabei immer im Blick.“

Da es sich um das erste Umsetzungsjahr handelt wird es absehbar zu Nachjustierungen kommen. Flächen und einzelne Stellen müssen in diesem Zusammenhang eventuell auch neu bewertet werden. Rückmeldungen aus der Bevölkerung nimmt das Bezirksamt in diesem Zusammenhang gern per Mail entgegen.