Projekt „Mitgedacht. Mitgebracht. Eingepackt“ startet mit Aktionstag am 17. Mai 2025

Pressemitteilung vom 12.05.2025

Das Bezirksamt will den Verpackungsmüll auf den Neuköllner Wochenmärkten reduzieren. In Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein Zero Waste startet dazu am 17. Mai 2025 von 10 – 16 Uhr auf dem Schillermarkt in Neukölln das Projekt „Mitgedacht. Mitgebracht. Eingepackt“. Gemeinsam mit den Marktbetreibenden, Händler:innen und Verbraucher:innen sollen systematisch alltagstaugliche Wege für weniger Abfall im Marktbetrieb entwickelt werden. Im Fokus steht das Mitbringen eigener Behältnisse durch Kund:innen, um Einwegverpackungen zu vermeiden („Bring Your Own“).

Der Verein Zero Waste wird auf drei Neuköllner Märkten, dem Maybachufermarkt, dem Markt auf dem Hermannplatz und dem Schillermarkt, eine Beobachtungsstudie und Interviews durchführen. Die Erhebung erfolgt anonymisiert und bildet die Grundlage für spätere Handlungsempfehlungen.

Beim Projektauftakt am 17. Mai auf dem Schillermarkt geht es vor allem um das Thema „Mehrweg“. Das Team von Zero Waste informiert vor Ort über konkrete Möglichkeiten zur Einwegmüllvermeidung beim Einkauf, gibt Tipps zur Nutzung eigener Behältnisse und stellt die geplanten Projektschritte vor. Händler:innen und Marktbesucher:innen können dabei ihre Perspektiven einbringen.

Martin Hikel, Bezirksbürgermeister: „Wir erleben in Neukölln, wie sehr Müll unseren Alltag belastet – und weniger Müll bedeutet weniger Belastung. Jede eingesparte Verpackung ist eine Win-Win-Situation: für die Nachbarschaft und für die Umwelt. Wochenmärkte sind der perfekte Ort, um zu zeigen wie wir im Alltag Müll reduzieren können. Deshalb freue ich mich, dass gleich drei Märkte dabei mitmachen.“

Isabel Pleisnitzer, Projektleitung Zero Waste e.V.: „Um BYO auf dem Wochenmarkt zu stärken, braucht es passende Strukturen – aber auch eine gute Kommunikation. Wir wollen gemeinsam mit Händlerinnen und Händlern Wege finden, wie das Mitbringen eigener Behälter einfacher, sichtbarer und für alle verständlicher wird“.

Das Projekt wird im Rahmen des Berliner Förderprogramms „Saubere Stadt“ vom Bezirksamt Neukölln gefördert und vom gemeinnützigen Zero Waste Verein Berlin umgesetzt. Der Verein engagiert sich für eine abfallfreie Zukunft. Er initiiert Bildungs- und Beteiligungsprojekte, berät Kommunen und Unternehmen bei der Abfallvermeidung und entwickelt Strategien für eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft.

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