Soziales und Gesundheit in Neukölln - April 2025

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner,

in den vergangenen Wochen bin un unglaublich oft darauf angesprochen worden, dass die Rettung von Evas Obdach gelungen ist. Das zeigt zweierlei:

  1. Das Schicksal von Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, bewegt die ganze Stadt. Das ist gut und richtig so.
  2. Die Berlinerinnen und Berliner nehmen es wahr, wenn diese Stadt funktioniert. Es ist ein gutes Signal, dass auch die Erfolge gewürdigt werden und nicht nur – wie es manche Beobachter gerne tun – Rückschläge geradezu hämisch kommentiert werden.

Wenn beides zutrifft, dann hat sich der große Aufwand, den verschiedene Beteiligte zur Rettung der Notunterkunft in der Fuldastraße geleistet haben, unbedingt gelohnt. Warum ich Ende März noch einmal vor Ort war, berichte ich im zweiten Beitrag meines Newsletters.

Und es gibt noch einen weiteren Erfolg für alle, denen die soziale Infrastruktur in Neukölln und Berlin wichtig ist. Darüber mehr gleich im ersten Beitrag.

Beste Grüße und ein gesegnetes Osterfest!
Ihr Hannes Rehfeldt
Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit

Soziale Infrastrukturkonzept korrigiert.

Das “Soziale Infrastrukturkonzept” (SIKo) dient der stadtplanerischen Flächenvorsorge für soziale und grüne Infrastruktur. Es wurde 2017 erstmalig erstellt.

Dass Grünanlagen, Bibliotheken, Spielplätze, Sportanlagen, Schulen und Kitas darin enthalten sind, ist gut und richtig. Dass Sucht- und Obdachlosenhilfe, Flächen für betreutes Wohnen, Senioreneinrichtungen, Beratungsstellen und Familiengesundheit vollkommen ausgeblendet wurde, ist ein Fehler, den die BVV nun korrigieren wird.

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung ist es gelungen, den federführenden Ausschuss davon zu überzeugen, dass diese Bedarfe dem SIKo als Anlage beigefügt werden. Es wird dann mit dieser Anlage von der BVV beschlossen werden. In Zukunft werden damit erstmalig (!) alle Bedarfe an sozialer Infrastruktur im SIKo berücksichtigt und dargestellt.

Es ist aus meiner Sicht ein wichtiger Schritt, diese fachlich unstreitig vorhandenen Bedarfe sichtbar zu machen. Sie werden damit auch erstmalig über § 1 Absatz 3 BauGB bei der Erstellung von Bebauungsplänen zu berücksichtigen sein.

In einer Situation, in der Planungsrecht der sozialen Nutzung von Flächen entgegensteht, ist damit der richtige Weg eingeschlagen.

Staatssekretärin Britta Behrendt (SenMVKU), Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt und das Team des SkF e.V. verabschieden Natalie Kulik von Evas Obdach

Wer Evas Obdach wirklich gerettet hat.

Nach der erfolgreichen Rettung der Notunterkunft für Frauen war ich im März erneut zu Gast bei Evas Obdach. Gemeinsam mit der Staatssekretärin für Klimaschutz und Umwelt haben wir bei der Gelegenheit auch gleich Natalie Kulik verabschiedet, die nach vielen Jahren im Dienst für obdachlose Frauen neue Herausforderungen beim Sozialdienst katholischer Frauen sucht.

Der Anlass des gemeinsamen Besuchs war aber auch, dass in der Presseberichterstattung über Evas Obdach eine wichtige Bedingung für die Rettung ausgelassen wurde.

Denn ohne die Mittel aus dem Sicherheitsgipfel wäre das nicht möglich gewesen. Knapp 2/3 der Kaufsumme kamen aus dem vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner ins Leben gerufenen Sicherheitsgipfel, der vor allem zahlreiche soziale Projekte in der Sucht- und Obdachlosenhilfe fördert. Was in der Öffentlichkeit allzu oft auf einen Zaun um den bisher mäßig attraktiven Görlitzer Park reduziert wird, hat in allen Innenstadtbezirken (und darüber hinaus) enorm viel bewegt.

Allein Neukölln konnte über 700.000 Euro aus dem Sicherheitsgipfel herausholen. Darunter Schließfächer für wohnungslose Menschen, Mittel für das Suchthilfeprojekt am Körnerpark, bei dem suchtkranke Menschen bei der Reinigung der Anlage unterstützen, eine ausgeweitete Notunterkunft und den Ausbau der Safe Places für obdachlose Menschen. Das Straßen- und Grünflächenamt hat zusätzliche Mittel für die Herrichtung beschädigter Grünanlagen erhalten. Mittel, die aus dem in erhebliche Schieflage geratenen bezirklichen Haushalt niemals möglich gewesen wären.

Der Sicherheitsgipfel macht einen Unterschied in dieser Stadt und ist parteiübergreifend anerkannt. Darüber kann man auch mal berichten, wenn man Erfolge feiert.

Meine Bürgersprechstunde

Aufgrund der Feiertage entfällt meine Sprechstunde im April. Meine nächste Bürgersprechstunde für alle Neuköllnerinnen und Neuköllner mit Anliegen zu den Themen Soziales und Gesundheit und allen anderen Anliegen findet statt am

Mittwoch, 21.05.2025
13 bis 14 Uhr
der Ort steht noch nicht fest und wird im Mai-Newsletter bekanntgegeben

Über eine Anmeldung in meinem Büro per Mail oder telefonisch (030 90239 2241) zur besseren Planbarkeit freue ich mich. Gerne können Sie aber auch spontan und ohne Anmeldung vorbeikommen.

Wenn Sie an dem Tag nicht zur Sprechstunde kommen können, nutzen Sie gerne die Gelegenheit mir zu schreiben an stadtratsozialesgesundheit@bezirksamt-neukoelln.de.

Veranstaltungskalender für Seniorinnen und Senioren

Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Beratungsangeboten und Hilfen für Seniorinnen und Senioren sind jeden Monat neu hier erhältlich.