Soziales und Gesundheit in Neukölln - März 2025

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner,

dass Berlin funktioniert, wird immer wieder – oft mit einer gewissen Lust am Scheitern – angezweifelt. In Neukölln haben wir diesen Monat gezeigt, dass Berlin aber doch funktionieren kann. Und zwar richtig gut. Wie das dazu geführt hat, dass die Notunterkunft Evas Obdach gerettet wurde, habe ich für Sie im ersten Beitrag aufgeschrieben.

Wie jeden Monat weise ich in meinem Newsletter auch auf die Bürgersprechstunde hin, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Am 20. März konnte ich einen ganz besonderen Ort dafür gewinnen, auf den ich mich sehr freue. Ich bin gespannt, wie eine Bürgersprechstunde in diesem Rahmen gelingt und freue mich, Sie vielleicht persönlich kennen zu lernen.

Wenn Sie an dem Tag nicht zur Sprechstunde kommen können, nutzen Sie gerne die Gelegenheit mir zu schreiben an stadtratsozialesgesundheit@bezirksamt-neukoelln.de.

Beste Grüße
Ihr Hannes Rehfeldt
Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit

Pressekonferenz zur Rettung von Evas Obdach mit Sozialsenatorin Kiziltepe

Evas Obdach gerettet!

Zwei Jahre hat die Suche nach Ausweichräumen für Evas Obdach gedauert. Eine lange Zeit mit vielen Sorgen, Ängsten und Verunsicherung für die von Obdachlosigkeit betroffenen Frauen, die in Neukölln eine Zuflucht finden. Aber auch für die engagierten Frauen, die die Notübernachtung des SkF e.V. überhaupt erst möglich machen.

Am Ende lag die Lösung so nahe. Wenn der Mietvertrag endet, kaufen wir die Räume eben. So ist es jetzt auch passiert und Evas Obdach damit gerettet. Auf zukünftig 400 m² – mehr als bisher! – wird es die Notübernachtung für Frauen weiterhin in Neukölln geben. Durch den Ankauf der Räume durch die GSE gGmbH als Treuhänder Berlins wird die bisher marktübliche Miete zudem in Zukunft nur noch die Kostenmiete sein. Damit hat Evas Obdach einerseits langfristige Sicherheit und gleichzeitig stehen zusätzliche Mittel für die soziale Arbeit zur Verfügung.

Mit 1,2 Millionen Euro konnte der Großteil der Kaufsumme von 1,9 Millionen Euro auf meine Anregung hin aus den Mitteln des Sicherheitsgipfels gegen Obdachlosigkeit und Sucht bereitgestellt werden. Dass es am Ende auch tatsächlich gelungen ist, ist einer tollen Zusammenarbeit der für Soziales mit der für Jugend und Familie sowie der für Finanzen zuständigen Senatsverwaltung zu verdanken. Ein gutes Beispiel dafür, dass Berlin endlich auch einmal funktioniert – und das in Turbo-Geschwindigkeit, wie Sozialsenatorin Kiziltepe auf der Pressekonferenz am Montag feststellte.

Jetzt stehen im laufenden Betrieb Umbauarbeiten an, bei denen – so hoffe ich – weder die Umwandlungsverordnung noch der Milieuschutz einen Strich durch die Rechnung machen.

Obdachlosigkeit sichtbar machen

Die electronic media school Babelsberg (ems) ist die Journalistenschule des rbb, in der sich junge Nachwuchsjournalisten am Ende ihrer Ausbildung eigener Themen annehmen und mediale Berichte erstellen.

In einer dieser Arbeiten wurde ein von Obdachlosigkeit betroffener Neuköllner begleitet, der seit einiger Zeit in den Safe Places des Bezirksamtes untergekommen ist.

Wie es Kendy jeden Tag gelingt, zu überleben und wie ihm die Safe Places und der von mir beauftragte Träger MyWay dabei hilft, ist sehr nah und greifbar dargestellt. Es kommt nicht oft vor, aber hier gibt es außerdem ein “Happy End”. Ich kann unbedingt empfehlen, sich diesen tollen Bericht einmal anzusehen.

Wir brauchen viel mehr solcher Berichterstattung über das Leben der Menschen, die wir oft nur im Vorbeigehen oder vielleicht auch gar nicht zur Kenntnis nehmen. Die Aufklärung über Ursachen und Folgen von Obdach- und Wohnungslosigkeit kann dazu beitragen, noch immer bestehende stigmatisierende Vorurteile zu bekämpfen, Schwellen zur Hilfeleistung zu verringern und die gesellschaftliche Unterstützung für Menschen in Not stärken.

Meine Bürgersprechstunde

Meine nächste Bürgersprechstunde für alle Neuköllnerinnen und Neuköllner mit Anliegen zu den Themen Soziales und Gesundheit und allen anderen Anliegen findet statt am

Donnerstag, 20.03.2025
ab 13 Uhr
vor Hugendubel in den Gropius Passagen

Über eine Anmeldung in meinem Büro per Mail oder telefonisch (030 90239 2241) zur besseren Planbarkeit freue ich mich. Gerne können Sie aber auch spontan und ohne Anmeldung vorbeikommen.

Veranstaltungskalender für Seniorinnen und Senioren

Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Beratungsangeboten und Hilfen für Seniorinnen und Senioren sind jeden Monat neu hier erhältlich.