Zwei Jahre hat die Suche nach Ausweichräumen für Evas Obdach gedauert. Eine lange Zeit mit vielen Sorgen, Ängsten und Verunsicherung für die von Obdachlosigkeit betroffenen Frauen, die in Neukölln eine Zuflucht finden. Aber auch für die engagierten Frauen, die die Notübernachtung des SkF e.V. überhaupt erst möglich machen.
Am Ende lag die Lösung so nahe. Wenn der Mietvertrag endet, kaufen wir die Räume eben. So ist es jetzt auch passiert und Evas Obdach damit gerettet. Auf zukünftig 400 m² – mehr als bisher! – wird es die Notübernachtung für Frauen weiterhin in Neukölln geben. Durch den Ankauf der Räume durch die GSE gGmbH als Treuhänder Berlins wird die bisher marktübliche Miete zudem in Zukunft nur noch die Kostenmiete sein. Damit hat Evas Obdach einerseits langfristige Sicherheit und gleichzeitig stehen zusätzliche Mittel für die soziale Arbeit zur Verfügung.
Mit 1,2 Millionen Euro konnte der Großteil der Kaufsumme von 1,9 Millionen Euro auf meine Anregung hin aus den Mitteln des Sicherheitsgipfels gegen Obdachlosigkeit und Sucht bereitgestellt werden. Dass es am Ende auch tatsächlich gelungen ist, ist einer tollen Zusammenarbeit der für Soziales mit der für Jugend und Familie sowie der für Finanzen zuständigen Senatsverwaltung zu verdanken. Ein gutes Beispiel dafür, dass Berlin endlich auch einmal funktioniert – und das in Turbo-Geschwindigkeit, wie Sozialsenatorin Kiziltepe auf der Pressekonferenz am Montag feststellte.
Jetzt stehen im laufenden Betrieb Umbauarbeiten an, bei denen – so hoffe ich – weder die Umwandlungsverordnung noch der Milieuschutz einen Strich durch die Rechnung machen.