Soziales und Gesundheit und Bildung und Kultur und Sport in Neukölln - Oktober 2024

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner,

es ist eine Zäsur im Bezirksamt Neukölln. Karin Korte, die seit 2018 amtierende Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport beendet zum Ende Oktober 2024 ihren Dienst, bereits jetzt vertrete ich sie. Ich danke ihr herzlich für die gute Zusammenarbeit, die sich nicht nur auf die vergangenen Monate als Stadtratskollegen beschränkt. Persönlich wünsche ich ihr alles Gute und einen gelingenden Start in den neuen Lebensabschnitt. Ich weiß, dass sie sich weiterhin für unseren Bezirk einsetzen wird.

Bis zur Wahl eines neuen Mitglieds des Bezirksamtes vertrete ich den Geschäftsbereich Bildung, Kultur und Sport und durfte bereits jetzt so einiges dazulernen. Sei es das Schulcatering, das Eisstadion, die Musik- und Volkshochschule oder die Beförderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen: es stehen teils unaufschiebbare Entscheidungen an, die ich gerne annehme.

Mein Ziel ist es, dem neuen Mitglied des Bezirksamtes so viel Luft zu verschaffen, dass eine Einarbeitung möglich ist und ein guter Übergang gewährleistet ist. Denn die Herausforderungen des Geschäftsbereiches werden auch in Zukunft nicht abnehmen und die Lebensqualität vieler Menschen hängt ganz direkt davon ab.

Aber natürlich berichte ich wie immer auch aus meinem eigenen Geschäftsbereich, für den das ganz genauso gilt.

Viel Freude beim Lesen!
Ihr Hannes Rehfeldt
Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit

Kinder beim Schulmittagessen

Kinder beim Schulmittagessen

Mittagessen an Neuköllner Schulen

Dass es beim Schulmittagessen nicht immer nur lachende Gesichter gibt, liegt in der Natur der Sache. Dass das auch kein exklusives Phänomen bei Kindern ist, kann jeder bestätigen, der die Verpflegung bei der Bundeswehr genießen durfte.

Die inakzeptablen Zustände bei der Versorgung von 21 Neuköllner Schulen – und weit darüber hinaus – zu Beginn des Schuljahres waren jedoch nicht auf geschmackliche Vorlieben zurückzuführen, sondern auf strukturelle Mängel.

In der vergangenen Woche ist es nun gelungen, mit dem im Vergabeverfahren ausgewählten Caterer eine Einigung zur Auflösung der bestehenden Verträge zu finden. Auf eigenen Wunsch werden vier Neuköllner Schulen beim Caterer verbleiben, was für eine grundsätzliche Zufriedenheit mit dem verbesserten Angebot spricht. Bis Ende November werden die restlichen 17 Schulen voraussichtlich den Caterer wechseln.

Darüber konnte ich am 10. Oktober bereits den Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport der BVV Neukölln unterrichten. Es ist damit eine einvernehmliche und mit weniger rechtlichen Hürden versehene Lösung gefunden worden, als es bei einer einseitigen Kündigung der Verträge der Fall gewesen wäre.

Das wichtigste ist, dass für alle Schülerinnen und Schüler ein zuverlässiges und hochwertiges Essensangebot besteht. Das sicherzustellen, wird auch weiterhin Aufgabe des Bezirksamtes sein.

Die Konzertreihe findet seit über 30 Jahren im Körnerpark statt

Sommer im Park

Neuköllnerinnen und Neuköllner haben mir am 1. Oktober eine Petition für den Erhalt der Veranstaltungsreihe „Sommer im Park“ in der bisherigen Form übergeben. Über 2.000 Unterschriften zeugen deutlich von der Beliebtheit der Veranstaltung, die seit über 30 Jahren im Körnerpark stattfindet.

Über die Erfolgsgeschichte des Projektes des Fachbereichs Kultur und dessen Bedeutung für Nachbarschaft und Kulturinteressierte ist sich das Bezirksamt klar. 2024 haben im Körnerpark statt der bislang 12 nur 6 Konzerte stattgefunden, weil die lange anhaltende Haushaltssperre des Bezirks sowie eine allgemeine Planungsunsicherheit bestand. Dass trotz dieser hinderlichen Rahmenbedingungen 6 Konzerte stattfinden konnten, ist dem großen Engagement der beteiligten Kolleginnen und Kollegen zu verdanken.

Sommer im Park wird es auch in Zukunft geben. Die Sorgen vor einer Abschaffung dieses Angebotes sind nach aktuellem Stand unbegründet. Gleichzeitig weise ich in meiner aktuellen Doppelrolle darauf hin, dass es auch viele andere berechtigte Bedarfe im Bezirk gibt, die mindestens genauso wichtig und dringend sind. Mit besonderem Blick auf den Körnerpark fällt mir da sofort die Suchthilfe und die Hilfe für von Obdachlosigkeit betroffene Menschen ein. Ich kann mir keinen Zustand vorstellen, in dem neben dieser stetig weiter zunehmenden und offen sichtbaren Verelendung von Teilen der Stadt fröhlich musiziert wird.

Das Konzept von “Sommer im Park” wird zudem auf der Basis der Bedarfe in Neukölln überarbeitet. Eine Ausweitung auf andere Standorte ist dabei denkbar.

Mutter mit Kleinkind am Schreibtisch bei der Arbeit zu Hause

Alleinerziehende sind oft von Mehrfachbelastung betroffen

Unterstützung für Alleinerziehende

Alleinerziehende sind meist in verschiedenen Lebensbereichen stark überlastet, bekommen wenig soziale Anerkennung und befinden sich in ihrem Alltag in einem Hamsterrad, aus dem es schwer ist, herauszufinden. Es bleibt oft keine Zeit, um sich die eigene Situation von oben anzusehen, eine sinnstiftende und nachhaltige Vision davon zu finden und anzugehen.

Um Wege zu finden, alleinerziehende Eltern in Neukölln in dieser Situation zu unterstützen, habe ich das Projekt von Act e.V. “Füreinander sorgen – Empowerment für Alleinerziehende in Neukölln” unterstützt. Mit der im Bezirklichen Bündnis für Wirtschaft und Arbeit (BBWA) beschlossenen Förderung wird es nun möglich sein, alleinerziehende Eltern beim (Wieder)Einstieg in den Beruf zu unterstützen.

Das soll eine Kooperation mit Kitas und Tagesmüttern genauso beinhalten wie Schulungen zu Selbstwirksamkeit, Erziehungskompetenz und zur Förderung der psychischen Gesundheit.

Es soll ein modulares System entwickelt werden, in dem die Bedürfnisse von Alleinerziehenden in Neukölln in allen drei Bereichen abgedeckt werden. Durch die Begegnung der Teilnehmenden in den verschiedenen Modulen werden ein Gemeinschaftsgefühl und Netzwerke initiiert. Der soziale Zusammenhalt wächst, die Isolation kann durchbrochen werden.

Langfristig soll aufbauend auf den Ergebnissen eines Entwicklungsprojektes ein länger laufendes Modellprojekt entstehen, das dann auch konkreten Teilnehmerbezug hat. Ich finde, das ist ein guter Ansatz, der mit der Förderung des BBWA eine Chance auf Umsetzung erhält.

Im Geschäftsbereich Soziales und Gesundheit gab es 2024 50 Leistungsprämien

Im Geschäftsbereich Soziales und Gesundheit gab es 2024 50 Leistungsprämien

Leistungsprämien

“Für herausragende besondere Leistungen darf in einem Kalenderjahr an insgesamt bis zu 10 vom Hundert der am 1. Januar eines Jahres vorhandenen Tarifbeschäftigten eine Leistungsprämie oder Leistungszulage gewährt werden.”

So trocken steht es in der Dienstvereinbarung zur Gewährung von Leistungsprämien des Bezirksamtes Neukölln. Leistungsprämien sollen geleistete Arbeit wertschätzen und gleichzeitig die Bindung von Beschäftigten an das Bezirksamt fördern. Insofern sind sie auch immer eine in die Zukunft gerichtete Erwartung, dass weiterhin herausragende Leistung erbracht wird.

Geldzahlungen sind nach allem was in der Forschung bekannt ist, eine – wenn überhaupt – nur kurzfristig wirkende Motivation. Wer in seiner beruflichen Tätigkeit grundsätzlich unzufrieden ist, wird auch durch eine Einmalzahlung nicht zufriedener. Sehr viel wirksamer sind emotionale Wertschätzung und Anerkennung für die Arbeit durch Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzte.

Es ist mir daher sehr wichtig, die gewährten Leistungsprämien immer mit aufrichtigem Dank und einer Wertschätzung zu verknüpfen. In meinen beiden Ämtern sowie meinem Stab gewährte Prämien überreiche ich daher persönlich und freue mich jedes Mal über den Austausch mit den Beschäftigten.

50 Leistungsprämien waren es in diesem Jahr im Amt für Soziales, im Gesundheitsamt und im Jobcenter. Ich bin froh und dankbar über die hervorragende Arbeit unter nicht immer förderlichen Bedingungen.

Meine Bürgersprechstunde

Meine nächste Bürgersprechstunde für alle Neuköllnerinnen und Neuköllner mit Anliegen zu den Themen Soziales und Gesundheit findet statt am

Donnerstag, 17.10.2024
13:00 bis 14:00 Uhr
Nachbarschaftshaus am Körnerpark | Kiezcafé
Schierker Straße 53

Über eine Anmeldung in meinem Büro per Mail oder telefonisch (030 90239 2241) zur besseren Planbarkeit freue ich mich. Gerne können Sie aber auch spontan und ohne Anmeldung vorbeikommen.

Veranstaltungskalender für Seniorinnen und Senioren

Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Beratungsangeboten und Hilfen für Seniorinnen und Senioren sind jeden Monat neu hier erhältlich.