Liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner,
nach über einem Jahr als Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit ziehe ich eine vorsichtig positive Bilanz. Für mich persönlich, weil die Arbeit mit einem tollen Team in besten Momenten sehr erfüllend ist. Aber auch für den Geschäftsbereich und den Bezirk, da es trotz widriger Umstände gelungen ist, Dinge zum Besseren zu wenden.
Da ist die Situation im Sozialpsychiatrischen Dienst, der vor einem Jahr kurz vor der Arbeitsunfähigkeit war. Er ist personell und strukturell stabilisiert. Da ist die Perspektivlosigkeit im Umgang mit Obdachlosigkeit im öffentlichen Raum. Das von mir gestartete Dialogverfahren über den Leitfaden des Bezirksamtes trifft auf Zustimmung und in Teilen sehr konstruktive Hinweise. Und mit den Safe Places wird Neukölln zusammen mit dem Nachbarbezirk Friedrichshain-Kreuzberg ein neues Unterstützungssystem in Berlin etablieren, das eine Lücke schließt und vor allem: Chancen bietet.
Gleichzeitig ist noch viel zu tun. Ich werde hier weiterhin regelmäßig berichten und freue mich auf die kritische und konstruktive Begleitung auch im nächsten Amtsjahr!
Ihr Hannes Rehfeldt
Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit
Armutsbeauftragter der EKBO Thomas de Vachroi
Bild: Ev. Kirchenkreis Neukölln
Armut eine Stimme geben
Ich kenne Thomas de Vachroi seit vielen Jahren. Der öffentliche Einsatz gegen die Folgen von Armut, Benachteiligung und Ausgrenzung ist nicht sein ganzes Leben – aber ein wesentlicher Teil davon. Ich glaube, es ist seine Berufung.
Darum ist es richtig, dass ihn seine Landeskirche nun auch berufen hat. Er ist der erste Armutsbeauftragte der der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und hat damit noch mehr als bisher eine Stimme für die, die sie nicht haben.
Zu Recht war die Aufmerksamkeit für diesen Schritt groß, da er eine der zentralen Fragen dieser Stadt in den Fokus rückt. Der Umgang mit fehlender Teilhabe ist gerade in Berlin und umso mehr in Neukölln entscheidend für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Über seine neuen Aufgaben hat Thomas sehr ausführlich und hörenswert mit der ARD gesprochen. Und das Facetten-Magazin Neukölln hat einen Beitrag anlässlich seiner Ernennung verfasst.
Lieber Thomas, ich wünsche dir alles Gute, viel Erfolg und weiterhin so viel Kraft für deine Aufgabe, die unser aller Aufgabe ist.
Berliner Krisendienst in den Bezirken
Bild: Berliner Krisendienst
Kein Leben ohne Krise
Krisen gehören zu Entwicklung und Wachstum dazu. Doch eine Krise kann so belastend werden, dass sie nicht mehr allein, mit Hilfe der Familie oder im Freundeskreis zu bewältigen ist. 17,8 Millionen Menschen in Deutschland sind von einer psychischen Erkrankung betroffen. Jedes Jahr. Bis zu 90 Prozent aller Suizide lassen sich auf eine psychische Erkrankung zurückführen.
Die gute Nachricht: es gibt Hilfe. Auch in Notsituationen. Anonym. Telefonisch oder vor Ort. Rund um die Uhr. Kostenlos.
Der Berliner Krisendienst wird vom Land Berlin finanziert und kann unmittelbar und niedrigschwellig Entlastung bringen.
Für diese wichtige Aufgaben werden Mitarbeitende auf Honorarbasis oder Ärztinnen und Ärzte für den Bereitschaftsdienst gesucht. Wer Interesse an einer Unterstützung hat, kann sich direkt an den Berliner Krisendienst wenden.
Bild: Gina Sanders – Fotolia.com
Für Menschen arbeiten. Nicht für Zahlen.
Das Bezirksamt Neukölln ist einer der modernsten und attraktivsten Arbeitgeber im Land Berlin. Und vor allem eines kann besonders motivieren: hier zu arbeiten, hat einen echten Sinn. Für die Neuköllnerinnen und Neuköllner da zu sein, ist immer erfüllender als stets nur Zahlen und den Gewinn anderer zu maximieren.
In meinem Geschäftsbereich Soziales und Gesundheit – der größte im ganzen Bezirksamt Neukölln – suche ich aktuell motivierte und qualifizierte Menschen, die für diesen Bezirk brennen.
Direkt in meinem Büro suche ich demnächst Verstärkung für mein tolles Team für die Aufgabe des Vorzimmers. Die Ausschreibung wird demnächst hier veröffentlicht .