Soziales und Gesundheit in Neukölln - April 2024

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner,

Ostern ist in den den christlichen Religionen ein Fest der Freude. Mit der Auferstehung Jesu siegt das Leben über den Tod. Welch frohere Botschaft kann es geben?

Und doch ging dieser größtmöglichen Freude tiefe Trauer, Verzweiflung, Leid und – zwangsläufig – auch der Tod voraus. Manche Ärzte sagen, “es wird erst schlimmer, bevor es besser wird”. Auch das ist ein Versprechen, das angesichts bereits ertragenem und noch kommendem Leid Hoffnung macht.

Ich erspare Ihnen und mir nun jede Analogie zu politischen und haushalterischen Lage im Land Berlin und im Bezirk Neukölln. Die für Sie passenden Parallelen finden Sie sicherlich selbst. Vielmehr nutze ich die Gelegenheit, Ihnen und Ihre Liebsten ein gesegnetes, frohes und erholsames Ostern bei bestem Wetter zu wünschen.

Haben Sie eine schöne Zeit!
Ihr Hannes Rehfeldt
Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit

Der Senat zu Besuch in Neukölln

Der Senat zu Besuch in Neukölln

Der Besuch des Senats in Neukölln am 26. März hat die Gegensätze, die unseren Bezirk prägen, deutlich spürbar gemacht. Es war ein guter Besuch, der einen klaren Blick auf Neukölln ermöglicht hat. Auf seine Probleme und Herausforderungen. Aber auch auf seine Chancen und Transformationskraft.

Ich kann mich gut erinnern, wie ich 2018 selbst so einen langen Besuchstag des damaligen Senats in Neukölln mit vorbereitet und begleitet habe. Daher geht mein Dank vor allem an die vielen Kolleginnen und Kollegen im Hintergrund, die von (sehr) früh bis in den Abend hinein den guten Ablauf ermöglicht haben.

Campus Efeuweg

Wir starteten am Campus Efeuweg – einem der Leuchttürme Neuköllner Bildungspolitik – mit zunächst getrennten und dann einer gemeinsamen Sitzung des Bezirksamtskollegiums und des Senats. Ich habe in der gemeinsamen Sitzung die zunehmende Verwahrlosung durch Drogenkonsum und Obdachlosigkeit im öffentlichen Raum angesprochen.

Senat und Bezirk sind sich einig, dass es darauf nur gesamtstädtische Antworten geben kann. Ein erster Schritt ist mit den Ergebnissen des Sicherheitsgipfels bereits getan. Denn neben den medial vor allem betrachteten Einzelmaßnahmen (“Zaun um den Görlitzer Park”) wird es auch ein überbezirkliches Team der Straßensozialarbeit geben, die an den Brennpunkten dieser Stadt unterwegs sein werden. Neukölln wird sicherlich dazu gehören.

Blick vom Estrel-Tower in Richtung Westen

Estrel-Tower

Es ist ein atemberaubender Anblick vom 21. Stockwerk des neuen Estrel-Towers. Am Ende werden es gar 45 Etagen! Schon jetzt weithin sichtbar sind das Estrel und das neue bezirksprägende Hochhaus ein tolles Symbol für die Anziehungskraft und Attraktivität Neuköllns.

Vollkommen zu Recht wies auch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner darauf hin, dass Neukölln nicht immer nur als Negativbeispiel in der bundesweiten Presse herhalten sollte. Denn bei allen Problemen: „Neukölln ist kein failed Bezirk“.

Skizze des neuen Gebäudes der Tee- und Wärmestube Plus

Tee- und Wärmestube

Von ganz oben ging es ganz nach unten. Denn die sozialen Problemlagen, die es eben nicht nur in Neukölln gibt, waren ein Schwerpunkt des Senatsbesuchs. Doch auch in diesen schweren Themen gibt es Erfolge, die Senat und Bezirk gemeinsam stärken wollen.

Da sind neben ganz neuen Ideen wie den Safe Places, von denen ich kurz berichtete, auch seit vielen Jahren etablierte Projekte wie die Tee- und Wärmestube in der Weisestraße, die den Abschluss des Senatsbesuchs bildete. Die dort geleistete Arbeit ist unschätzbar, aber nicht kostenlos. Sie muss weiter unterstützt und finanziert werden. Bisher stemmen das der Bezirk, Evangelischer Kirchenkreis und das Diakoniewerk Simeon zusammen.

In Zukunft, wenn der geplante neue Standort mit der “Tee- und Wärmestube Plus” endlich Realität ist, wird das ohne den Senat und seine gesamtstädtische Verantwortung nicht gehen.

Versammlungen

Am Rande des Senatsbesuchs gab es verschiedene kleinere Versammlungen, die beispielsweise für eine stärkere Unterstützung der Neuköllner Musikschule geworben haben. Mit einer Hand voll Personen, die einen anderen Umgang mit Bürgergeldempfängern fordern, konnte ich mich etwas länger austauschen. Mir war das auch deswegen wichtig, da ich als Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenters natürlich alle Perspektiven in den Blick nehmen will.

Meine Grundhaltung dazu ist: die Hilfe zur Selbsthilfe muss handlungsleitend sein. Wer seine Notlage selber vermeiden oder beenden kann, soll zur Mitwirkung verpflichtet sein. Das ist – trotz einiger Einschränkungen im Sozialrecht der vergangenen Jahre – auch der Wesenskern der Sozialen Marktwirtschaft.

Auch wenn wir dahingehend trotz redlichen Bemühens in den meisten Punkten keine Einigkeit erzielen konnten, bin ich doch dankbar für den Austausch.

Lage der Ämter für Soziales

Mit dem rbb habe ich und andere Sozialstadtratskollegen über einen längeren Zeitraum gesprochen und Einblicke in die Arbeit der Sozialämter ermöglicht. Um einen für Leistungsberechtigte und Beschäftigte vertretbare Aktenrate zu gewährleisten, die eine wirklich qualitativ hochwertige Aufgabenerfüllung ermöglicht, bräuchte es berlinweit 630 zusätzliche Stellen.

Was dieses Defizit für alle Seiten bedeutet, können Sie hier nachlesen oder hier anhören.

Meine Bürgersprechstunde

Meine nächste Bürgersprechstunde für alle Neuköllnerinnen und Neuköllner mit Anliegen zu den Themen Soziales und Gesundheit findet statt am

Donnerstag, 18.04.2024
13:00 bis 14:00 Uhr
Verein Sivasli Canlar e.V. | Donaustr. 102

Über eine Anmeldung in meinem Büro per Mail oder telefonisch (030 90239 2241) zur besseren Planbarkeit freue ich mich. Gerne können Sie aber auch spontan und ohne Anmeldung vorbeikommen.

Veranstaltungskalender für Seniorinnen und Senioren

Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Beratungsangeboten und Hilfen für Seniorinnen und Senioren sind jeden Monat neu hier erhältlich.