Soziales und Gesundheit in Neukölln - März 2024

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt

Liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner,

vor mehr als 11 Jahren begann ich meine Arbeit im Bezirksamt Neukölln. Relativ frisch von der Hochschule mit kurzen Stationen im Jobcenter Neukölln und der größten Ausländerbehörde des Landes, die heute Landesamt für Einwanderung heißt.

Mehrere Jahre konnte ich unter dem damaligen Bezirksstadtrat für Jugend und Gesundheit Falko Liecke zu einem der zentralen bezirklichen Projekte für das gesunde Aufwachsen von Kindern und ihrer Familien beitragen. Die Neuköllner Präventionskette war schnell berlin- und teilweise deutschlandweit Vorbild. Nicht alles haben wir neu erfunden, manches abgeguckt und auf die Neuköllner Besonderheiten angepasst. So zum Beispiel die Babylotsen am Vivantes Klinikum Neukölln, die kurze Zeit später für alle Berliner Geburtskliniken übernommen wurden. Die Idee kam ursprünglich aus Hamburg.

Oder den Neuköllner Familiengutschein, der allen Familien vom Gesundheitsamt zugesendet wird und die kostenfreie Nutzung zahlreicher Angebote ermöglicht. Diese Idee hatte das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf in etwas anderer Form zuerst.

Heute bin ich selbst politisch verantwortlich und kann mit großer Freude und ein wenig Stolz auf diese Arbeit zurückblicken. Denn sie hat ihren Anteil an den noch immer nicht herausragenden aber stetig besser werdenden Ergebnissen der Neuköllner Einschulungsuntersuchungen, die ich in der vergangenen Woche vorgestellt habe.

Ihr
Hannes Rehfeldt
Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit

Bezirksstadtrat Hannes Rehfeldt stellt die Einschulungsuntersuchungen 2022 vor.

Neuköllner Kindergesundheit unbeeindruckt von der Pandemie

Die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen 2022 zeigen die besondere Stärke, Resilienz und Anpassungsfähigkeit der Neuköllner Familien. Der vielerorts erwartete und zu Recht befürchtete flächendeckende Rückschritt in der gesundheitlichen Entwicklung von Kindern aufgrund der erheblichen Einschränkungen durch die Covid-19 Pandemie ist ausgeblieben.

Die weithin positiven Ergebnisse sind mit großen Kraftanstrengungen Neuköllner Eltern, Großeltern, anderer Bezugspersonen und des Hilfesystems aus öffentlichem Gesundheitsdienst, Jugendhilfe und psychosozialer Versorgung möglich geworden. Dafür kann ich nur von ganzem Herzen „Danke!“ sagen.

Die seit Jahren anhaltenden Entwicklungen zeigen gleichzeitig, dass Eltern, Kinder und Familien die ihnen angebotenen Unterstützungen annehmen. Sie zeigen, dass es gelingen kann, negative Trends zu stoppen und umzukehren. Nicht sofort. Oft quälend langsam und noch immer nicht zur vollen Zufriedenheit. Dass es aber dennoch gelingen kann, ist das beste Argument für alle Verantwortlichen, diesen erfolgreichen Weg fortzusetzen.

Die Erfolge von Prävention sind oft schlecht messbar. Aber jedes Kind, das einen Stift halten und bedienen (Visuomotorik), seine eigenen Bedürfnisse und die anderer Kinder verstehen (emotional-soziale Entwicklung) und die deutsche Sprache sprechen kann, entlastet den Reparaturbetrieb späterer Jahre, spart auf Dauer sehr viel Geld und hat beste Chancen auf ein erfolgreiches, gesundes und erfülltes Leben. Gelingende Prävention ist darum kein „nice to have“, sondern zentrale Aufgabe staatlicher Daseinsvorsorge.

Es wird sich zeigen, ob es dem Bezirk gelingt, die guten Rahmenbedingungen der letzten Jahre zu verstetigen, alle soziale Statusgruppen an den Erfolgen teilhaben zu lassen und die erzielten Erfolge auch in die folgenden Lebensphasen zu übertragen.

Alle Ergebnisse der ESU 2022 sind hier abrufbar.

Paneldiskussion auf der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Neukölln am 2. März 2024

Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises

Mit einiger Vorfreude habe ich am 2. März an der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Neukölln teilnehmen dürfen. Auf Einladung des Superintendenten Dr. Nottmeier war ich um einen Impuls zum Thema “Kirche, Diakonie, Gemeinwohl” gebeten.

Darüber musste ich eine Zeit lang nachdenken. Denn für mich waren diese drei Begriffe schon immer eins. Eine Unterscheidung zwischen Kirche, Diakonie und Gemeinwohl, die diese Formulierung durchaus zulässt, schien mir fremd.

Der Kreissysnode habe ich meine Gedanken dazu mitgeteilt. Ich glaube, dass viele Menschen einen ähnlichen Blick auf “die Kirche” haben. Sie ist aus meiner Sicht die conditio sine qua non für das soziale Gefüge in unserem Land. Sie ist nicht wegzudenken.

Soweit die gute Nachricht. Am Beispiel des Gesundheitszentrums Gropiusstadt habe ich die Kehrseite diese Blickes auf Kirche, Diakonie und Gemeinwohl gezeigt. Ich habe in vielen Gesprächen die Überzeugung gewonnen, dass gerade die Sorge um die Zukunft des Standortes alle Verantwortlichen umtreibt und die besondere Bedeutung des Gesundheitszentrums für die Gropiusstadt, den Bezirk und darüber hinaus unbestritten und handlungsleitend ist. Und dennoch bleiben anderslautende Erzählungen und teils schlicht falsche Informationen bei den Menschen hängen und beschädigen das Bild “der Kirche”, obwohl letztlich nur einzelne kirchliche Akteure gemeint sind.

Mit der Pfarrerin der Dreieinigkeitskirchengemeinde Nora Rämer und der Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Dr. Ursula Schön habe ich einen weiteren Austausch dazu vereinbart.

Meine Bürgersprechstunde

Meine nächste Bürgersprechstunde für alle Neuköllnerinnen und Neuköllner mit Anliegen zu den Themen Soziales und Gesundheit findet statt am

Donnerstag, 21.03.2024
13:00 bis 14:00 Uhr
Stadtteilzentrum Buckow, Christoph-Ruden-Straße 9

Über eine Anmeldung in meinem Büro per Mail oder telefonisch (030 90239 2241) zur besseren Planbarkeit freue ich mich. Gerne können Sie aber auch spontan und ohne Anmeldung vorbeikommen.

Veranstaltungskalender für Seniorinnen und Senioren

Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Beratungsangeboten und Hilfen für Seniorinnen und Senioren sind jeden Monat neu hier erhältlich.