Sderot / Juli 2026
Die Widerstandskraft der Bürgerinnen und Bürger von Sderot nach dem 7. Oktober 2023 ist beeindruckend. Wie die Stadt mit dieser extremen Krise umgegangen ist und welche Schlüsse sie daraus gezogen hat, kann als Beispiel auch für deutsche Kommunen gelten. Resilienz fällt nicht vom Himmel – sie muss erarbeitet werden. Wie dies gelingen kann, erläuterte Eran Segel bei einem Vortrag mit anschließender Diskussion, der auf Einladung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg (DIG) e.V. am 9. Juli 2026 im Ernst-Lemmer-Institut in Charlottenburg stattfand.
Die israelische Partnerstadt ist nicht erst seit dem 7. Oktober Ziel von Angriffen aus dem benachbarten Gazastreifen. Vielmehr besteht die permanente Bedrohung seit gut einem Vierteljahrhundert. Nur 15 Sekunden haben die Menschen Zeit, um sich nach einem Alarmsignal in Sicherheit zu bringen – ein Umstand, der in Deutschland kaum vorstellbar ist. Aus den traumatisierenden Erfahrungen heraus entstand das Resilience & Health Innovation Hub Sderot, dessen Mitbegründer Eran Segel ist. Die Idee dahinter: Resilienz als Innovationsmotor. Dabei deckt Resilienz nicht nur den Bereich der mentalen Gesundheit ab, sondern auch Zivil- und Katastrophenschutz, Krisenprävention, kommunale Zusammenarbeit und technologische Innovation.