Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit

Berliner Fernsehturm mit Farben der progressive pride Flagge

Berlin gilt als die Geburtsstadt der weltweiten queeren Emanzipationsbewegungen. Gewalt gegen LSBTIQ+ Personen ist dennoch auch in Berlin als Regenbogenhauptstadt ein alltägliches Phänomen.
Die Anzahl LSBTIQ+ feindlicher Straftaten steigt seit 2014 kontinuierlich an (2022: 542, 2023: 690, 2024: 579, PKS-PMK Polizei Berlin). Die Taten verteilen sich in ungleichen Mustern über das Stadtgebiet, sie werden insbesondere in Regionen mit sichtbarem und offenem queerem Leben angezeigt und überschneiden sich mit dem Ausgehleben im öffentlichen Raum.
Deshalb hatte sich der Senat laut Richtlinien zur Regierungspolitik 2023-2026 vorgenommen, zusammen mit den queeren Communitys der Stadt eine „Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit“ zu entwickeln sowie einen Runden Tisch „Schutz vor queerfeindlicher Hasskriminalität“ einzurichten und diese wichtigen Vorhaben als Maßnahmen in den LSBTIQ+ Aktionsplan 2023 zur parlamentarischen Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt“ (IGSV) verankert.

In einem auf zwei Jahre angelegten, breiten Beteiligungsprozess, bei dem sich über 400 Menschen beteiligt haben, wurden passgenaue Zielsetzungen und Maßnahmen entwickelt mit dem Ziel, Queerfeindlichkeit in Berlin noch effektiver entgegenzutreten und die Sicherheit und den Schutz von LSBTIQ+ in der Stadt weiter nachhaltig zu verbessern. Dabei fungierte der Runde Tisch „Schutz vor queerfeindlicher Hasskriminalität“ als Steuerungsgremium des Erarbeitungsprozesses, geleitet von der Ansprechperson der Landesregierung Berlin für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, Alfonso Pantisano. Am 08.08.2025 übergab der Runde Tisch die gemeinsam mit Zivilgesellschaft und Verwaltung erarbeiteten Empfehlungen für eine Berliner Landesstrategie für queere Sicherheit – gegen Queerfeindlichkeit an die für LSBTIQ+ zuständige Fachverwaltung zur weiteren Befassung. Am 24.03.2026 hat der Senat von Berlin die Landesstrategie für queere Sicherheit – gegen Queerfeindlichkeit beschlossen.

Der Prozess zur Erarbeitung der Landesstrategie wurde von der Camino gGmbH – Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung im sozialen Bereich im Rahmen der Zuwendungsförderung gesteuert und wissenschaftlich begleitet. Camino organisierte den Beteiligungsprozess und den dazugehörigen Runden Tisch „Schutz vor queerfeindlicher Hasskriminalität“.

  • Berliner Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit

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Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung

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