URSA

URSA: Unbemannte Luftfahrtsysteme für Rettungs-, Schutz- und Aufklärungsmaßnahmen

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport (SenInnSport) unterstützt den strategischen Ausbau von Einsatzmöglichkeiten für Unbemannte Luftfahrtsysteme (ULS) bei der Berliner Feuerwehr und der Polizei Berlin zur Gewährleistung und weitergehenden Stärkung der Inneren Sicherheit in der Hauptstadt. ULS bieten den Sicherheitsbehörden u. a. die Möglichkeit, Einsatz- und Rettungskräfte strategischer zu steuern und einsatztaktisch besser, vor allem jedoch effizienter einzusetzen (z. B. Ersterkundung, Lagebilderstellung) sowie eine bessere Einschätzung von Einsatzlagen (z. B. bessere Disposition von Einsatzmitteln/Einsatzkräften bei der Suche von Glutnestern) vorzunehmen. Durch den Einsatz von ULS sollen Einsatzzeiten verkürzt werden, sodass Leben gerettet und Verbrechen besser aufgeklärt werden können.

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Was wird pilotiert?

Projektidee: Im Rahmen des Pilotprojektes soll der gezielte Einsatz von Drohnen untersucht, erprobt und zur Stärkung der Inneren Sicherheit Berlins weiterentwickelt werden. Durch die Koordination in der SenInnSport sollen Synergien zwischen den Behörden gestärkt sowie Heraufforderung und Barrieren abgebaut werden. Die Pilotierung erfolgt in vier Teilprojekten. Diese Teilprojekte bilden typische Einsatzszenarien der Berliner Feuerwehr und der Polizei Berlin ab.

URSA besteht aus vier Teilprojekten:

1: Einsatz von ULS zur Ersterkundung

Bei größeren Verkehrsunfällen oder unklaren Einsatzlagen kann eine Drohne unmittelbar vorausgeschickt werden, um innerhalb kürzester Zeit ein umfassendes Lagebild zu erfassen. So können etwa die Anzahl der beteiligten Fahrzeuge, Zugänglichkeit der Einsatzstelle, mögliche Gefahrenquellen (z. B. austretende Flüssigkeiten, Brandentwicklung) und erste Erkenntnisse zu Verletzten erfasst werden.
Die Projektleitung liegt bei der Berliner Feuerwehr in enger Abstimmung mit der Polizei Berlin.

2: Einsatz von ULS im Katastrophenfall und bei niedrigschwelligen Schadenslagen

Insbesondere bei schwer zugänglichen oder weitläufigen Einsatzorten wie Waldbränden, Großbränden in dicht bebauten Stadtteilen oder Gefahrgutunfällen stößt die konventionelle Lageerkundung an ihre Grenzen. In solchen Fällen kann der ULS-Einsatz entscheidend sein, um akute Gefahren einzugrenzen, Ausbreitungsrichtungen zu erkennen und Einsätze effektiv zu steuern.
Die Projektleitung liegt bei der Berliner Feuerwehr.

3: Einsatz von ULS bei Großveranstaltungen

ULS bieten sowohl im Vorfeld als auch während des laufenden Betriebs von Großveranstaltungen (bspw. bei Hochrisiko-Fußballspielen) einen erheblichen Mehrwert für die Sicherheitsplanung und Einsatzsteuerung. Durch Luftaufnahmen lassen sich bereits im Vorfeld Geländegegebenheiten, Flucht- und Rettungswege, Engstellen oder potenziell kritische Bereiche identifizieren und in die Einsatzkonzepte integrieren.
Die Projektleitung liegt bei der Polizei Berlin.

4: Einsatz von ULS im Objektschutz

ULS können im Rahmen des Objektschutzes unterstützen und durch die Polizei gezielt zur Sicherung sensibler Einrichtungen und Gefahrenbereiche eingesetzt werden.
Durch Echtzeitdaten und die schnelle Lagebewertung können verdächtige Aktivitäten frühzeitig erkannt, Einsatzkräfte gezielt alarmiert und potenzielle Gefahrenlagen schnell eingegrenzt werden.
Die Projektleitung liegt bei der Polizei Berlin.

Weitere Informationen

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport ist Kooperationspartner des Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Die kooperative Zusammenarbeit mit dem DLR schafft eine Verbindung zwischen neuen Technologien und Wissenschaft im urbanen Raum unter Einbeziehung der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).

Kontakt

Senatsverwaltung für Inneres und Sport
Abteilung III – Öffentliche Sicherheit und Ordnung

Ansprechperson

Innovation, Wissenschaftsvernetzung und Forschung
Herr Schmidt
III B 4