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Sport

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Im Politikbereich Sport verfügt die EU über beschränkte Zuständigkeit und soll zur Förderung der europäischen Dimension nach Art. 165 Abs. 1 AEUV beitragen. Die EU-Politik im Sportbereich wird nunmehr hauptsächlich im Rahmen des Programms Erasmus+ umgesetzt. Die EU befasst sich insbesondere mit drei Aspekten: der gesellschaftlichen Rolle des Sports, seiner wirtschaftlichen Dimension und dem politischen und rechtlichen Rahmen des Sportbereichs.

Am 23. Mai 2017 hat der Rat (Bildung, Jugend, Kultur und Sport) auf seiner Tagung zum Thema Sport den neuen EU-Arbeitsplan für den Sport (2017– 2020) angenommen. Die darin enthaltenen Schwerpunktthemen sind:

  • die Integrität des Sports mit dem Schwerpunkt auf verantwortungsvoller Verwaltung, Schutz von Minderjährigen und Bekämpfung von Spielabsprachen, Doping und Korruption,
  • die wirtschaftliche Dimension mit dem Schwerpunkt auf Innovationen im Sport, sowie Sport und digitaler Binnenmarkt,
  • der Sport und die Gesellschaft mit dem Schwerpunkt auf sozialer Inklusion, Trainern, Medien, Umwelt, Gesundheit, Bildung und Sportdiplomatie.

Zur Umsetzung dieser Ziele sind zwei Expertengruppen zu den Themen „Integrität und Fähigkeiten“ sowie „Entwicklung von Personalressourcen im Sport“ eingesetzt.

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport begleitet die europäischen sportpolitischen Aktivitäten, insbesondere im Themenfeld „Sport und Gesundheit“. So stellt sie seit 2011 den Bundesratsbeauftragten in der Kommissionsarbeitsgruppe „Qualifikation und Entwicklung der Humanressourcen im Sport“ (früher „Sport, Gesundheit und Beteiligung“).

Ein wesentliches Interesse der Berliner Sportpolitik bleibt zudem die Öffnung der Europäischen Förderprogramme für den Sport. Zumindest ist seit 2014 die Förderung sportbezogener Projekte aus dem neuen Bildungsförderprogramm ERASMUS+ möglich. Mit der Einrichtung eines eigenen Förderkapitels „Sport“ ist hier dem Sport erstmals ein eigenes Förderprogramm zur Verfügung gestellt. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt auf der kontinuierlichen Pflege bestehender Kontakte zu europäischen Sportorganisationen und Partnerstädten. Ein neuer Arbeitsplan für den Sport für den Zeitraum 2021– 2024 wird entwickelt.