Expertenkommission: Stadion-Grundstück für Hertha BSC grundsätzlich geeignet

Pressemitteilung vom 02.09.2026

Die Expertenkommission „Fußballstadion im Olympiapark“ ist nach längerer Beratung zu dem Ergebnis gekommen, dass das Grundstück an der Jesse-Owens-Allee grundsätzlich für einen Stadionbau geeignet ist. Daher empfiehlt die Kommission dem Berliner Zweitligisten Hertha BSC, beim Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf eine Bauvoranfrage für diesen Standort zu stellen. Grundlage der Empfehlung der Kommission sind die Ergebnisse der Prüfgruppe aus verschiedenen Senats- und Bezirksverwaltungen unter Federführung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

Die Prüfgruppe hat seit Herbst 2024 in acht Sitzungen die Einzelaspekte eines Stadionneubaus betrachtet und bewertet. Dazu gehörten unter anderem die Verkehrsanbindung, die baurechtlichen Anforderungen, der Immissionsschutz und das Umweltrecht. Ebenso betrachtet wurden der Denkmalschutz des Ensembles, die Auswirkungen des Vorhabens auf den Betrieb des Olympiastadions, die Integration des Vorhabens in den Olympiapark sowie Fragen der Vergabe und des Erbbaurechts.

Mit einer vom Verein gestellten Bauvoranfrage können bau- und planungsrechtliche Anforderungen gemäß § 34 Baugesetzbuch durch das zuständige Stadtplanungsamt geprüft und die notwendigen Fragen für das Bauantragsverfahren geklärt werden.

Iris Spranger, Senatorin für Inneres und Sport: „Ich habe Hertha BSC von Anfang an bei ihren Plänen für ein reines Fußballstadion unterstützt. Mit der Empfehlung der Expertenkommission kann der Verein einen nächsten Schritt für den Bau des Stadions nehmen. Ich danke sowohl der senatsinternen Prüfgruppe als auch der Expertenkommission für ihre gewissenhafte und konstruktive Arbeit. Das Ergebnis zeigt auch, wie sorgfältig wir mit dem Olympiapark umgehen, und wie es gelingen kann, eine Balance zwischen Entwicklung und Bestand zu finden.“

Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Nach langjährigen Debatten begrüße ich die Empfehlung der Expertenkommission. Ein reines Fußballstadion für Hertha BSC wäre ein doppelter Gewinn. Für den Verein und für unsere Sportmetropole Berlin. Nach der Empfehlung kann Hertha BSC nun alle Voraussetzungen für den Wunsch eines eigenen Stadions konkret prüfen. Uns eint das Ziel, für den Sport optimale Bedingungen zu schaffen und die Sportmetropole weiter zu stärken. Dabei ist auch die Entwicklung unseres traditionsreichen Olympiastadions im Blick zu behalten.“

Aus dem Erlass eines möglichen Bauvorbescheids durch das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf erhält Hertha BSC konkrete Hinweise zu den tatsächlichen bau-, verkehrs- sowie umweltrechtlichen Anforderungen und kann auf dieser Grundlage bewerten, wie sich das entworfene Fußballstadion an diesem Standort tatsächlich realisieren ließe. Außerdem kann Hertha BSC mit dem Vorbescheid einen Investor suchen, um ein tragfähiges wirtschaftliches Konzept zu entwickeln. Hierbei müssen die Auflagen der Expertenkommission berücksichtigt werden. Dazu gehört, dass dem Land Berlin keine Kosten für die Erschließung des Baugrundstücks sowie keine wirtschaftlichen Nachteile für die Olympiastadion GmbH entstehen dürfen.

Geleitet wurde die Expertenkommission von Sportsenatorin Iris Spranger. An der Kommission waren unter anderem der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, Verkehrs- und Umweltsenatorin Ute Bonde, Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler sowie Finanzstaatssekretär Wolfgang Schyrocki beteiligt.