Newsletter Nr. 17/2026

Schriftzug "Förderschwerpunkte 2027" vor Wortwolke mit den Begriffen "verstehen", "beteiligen", "verändern"

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Lesende,

wir fördern in jedem Jahr zahlreiche Bildungsprojekte in unserer Stadt. Initiativen und Vereine können für ihre politische Bildungsarbeit mit Berliner:innen zu jährlich wechselnden Themenschwerpunkten bei uns eine Projektförderung in Höhe von bis zu 6.000 € beantragen. Ab sofort nehmen wir Anträge für das kommende Jahr entgegen. Unsere Themenschwerpunkte 2027 lauten:

  1. Gute Arbeit – starke Demokratie
  2. Zusammenleben in der Metropole der Minderheiten
  3. Mutig die Zukunft gestalten
  4. Demokratisches Internet
  5. Junge Erwachsene treffen Politiker:innen
  6. Mit Schüler:innenvertretungen Demokratie und Teilhabe an Schulen stärken

Antragsschluss ist der 18. Dezember 2026. Weitere Informationen zu den Förderschwerpunkten und den Antragsformalitäten finden Sie unter diesem Link.

Herzlich grüßt
Ihre Newsletter-Redaktion der Landeszentrale

PS: Für das Service-Team unserer Buchausgaben suchen wir personelle Verstärkung auf Minijob-Basis. Der Bewerbungsschluss ist am 11. Oktober 2026. Hier geht es zur Ausschreibung.

PPS: Am Dienstag, 6. Oktober 2026, schließt unser Besuchszentrum Ostkreuz bereits um 15.00 Uhr.

Veranstaltungsausblick

02.10.2026 | Filmreihe #2030 – »Yanuni« von Richard Ladkani

Der Film erzählt die Geschichte von Juma Xipaia, einer indigenen Anführerin aus dem Herzen des Amazonas. Sie kämpft für die Rechte indigener Gemeinschaften und den Schutz des Regenwaldes – von der Umweltbewegung bis ins weltweit erste Ministerium für Indigene Völker Brasiliens.
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12.10.2026 | umbenennen?! Berliner Straßennamen in der Diskussion

Das berlinweite Ausstellungsprojekt umbenennen?! lädt zu einem offenen Symposium ein. Es wird über die Praxis von Straßen(um)benennungen diskutiert und die Arbeit vieler Berliner Initiativen in Bezug auf ihren Umgang mit Straßennamen vorgestellt.
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13.10.2026 | Fachtag Communitys-orientierte politische Bildung – »Eine Frage der Haltung? Politische Teilhabe in der superdiversen Gesellschaft«

Superdiversität wird vielseitig diskutiert. Gerade auch mit Blick auf Erosionen im politischen Raum stellt sich die Frage des Erhalts eines demokratischen Gesellschaftsmodells. Trotz der Erkenntnis, dass viel verpasst wurde, bleiben Ungleichheiten in Fragen von politischer Repräsentation und Teilhabe sichtbar. Woran liegt das? Wie gelingt Community-Ansprache?
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15.10.2026 | Von »Dumme-Jungen-Streichen«, Bagatellen und Einzeltätern: Zur Wechselwirkung von Strafverfolgung und öffentlicher Einordnung rechter Straftaten

Wie geht der Staat mit rechten Straftaten um? Wie werden sie strafrechtlich verfolgt – und wie werden sie in Politik, Medien und Gesellschaft eingeordnet? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung zur Wechselwirkung von Strafverfolgung und öffentlicher Wahrnehmung rechter Straftaten.
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17.10.2026 | Queerinnert – Community Building in Kreuzberg von Berliner LGBTQIA+ Zeitzeug*innen erzählt

Queere Räume und Strukturen in Berlin sind das Ergebnis jahrzehntelanger Kämpfe, Organisierung, gegenseitiger Unterstützung und Care-Arbeit – und keineswegs selbstverständlich. Gemeinsam mit Aktivist:innen aus unterschiedlichen Generationen wollen wir danach fragen, wie diese Räume entstanden sind, welche Konflikte und Ausschlüsse ihre Geschichte prägen und was wir daraus für die Gegenwart und Zukunft lernen können.
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20.10.2026 | Staatsfeinde. Rechte Subkulturen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren

Woher kommt die rechte Gewalt im Osten? Und welche Rolle spielt dabei die Geschichte der DDR? Die Buchvorstellung lädt dazu ein, bekannte Deutungen zu hinterfragen und einen differenzierten Blick auf die Geschichte rechter Subkulturen in Ostdeutschland zu werfen.
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21.10.2026 | Gefährdungen durch einen politisch-ökonomisch-sozialen Backlash

Die Debatten über Antworten auf die planetaren Krisen finden in einer Zeit des »Backlashs«, einer Gegenreaktion auf erreichte gesellschaftliche Fortschritte, statt. Dieser Backlash manifestiert sich auf politischer, ökonomischer, sozialer und »kultureller« Ebene. Diese Ebenen sind miteinander verwoben und verstärken sich gegenseitig. Was bedeutet dies für eine Politik der Nachhaltigkeit?
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28.10.2026 | Zwischen Landnahme und Utopie nachhaltiger Produktionsverhältnisse

Wie soll Nachhaltigkeit realisiert werden, wenn unser kapitalistisches Wirtschaftssystem auf Expansion und Landnahme – im übertragenen wie im wörtlichen Sinne – angewiesen ist? Welche Optionen gibt es, um die Utopie nachhaltiger Produktionsverhältnisse zu verwirklichen? Wo können und müssen wir ansetzen?
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04.11.2026 | Was hilft gegen Antisemitismus?

Antisemitismus ist kein Randphänomen und kann nicht allein bestimmten Milieus oder politischen Lagern zugeschrieben werden – auch wenn die aktuelle Debatte eher Gegenteiliges nahelegt. Dabei wird Antisemitismus bevorzugt beim politischen Gegner diagnostiziert. Doch wie bereit sind wir, uns selbst zu prüfen?
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04.11.2026 | Verschwörungserzählungen erkennen, Handlungsstrategien entwickeln

Krisen wirken oftmals als Katalysator für Verschwörungserzählungen und Desinformation. Das zeigte sich deutlich während der Corona-Pandemie, im Kontext der Klima-Krise und dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Im Workshop geht es um die Frage, was Verschwörungserzählungen kennzeichnet, wie sie aufgebaut sind und warum die Verbreitung demokratiegefährdend sein kann. Es werden die Rolle von Antisemitismus und die Verbindung zu extrem rechten Akteur:innen aufgezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt sind Strategien für den Umgang mit Menschen, die an Verschwörungserzählungen glauben oder sie verbreiten.
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04.11.2026 | Schau hin! »Spuren – Die Opfer des NSU«

Zwischen 2000 und 2007 wurden zehn Menschen von der rechtsextremen Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) ermordet, darunter acht türkischstämmige Männer. Im Prozess von 2013 bis 2018 blieben – nicht nur aus Sicht der Opferangehörigen – viele Fragen offen. Der Film dokumentiert, wie die Hinterbliebenen versuchen, mit dem jahrelangen Geschehen umzugehen und insbesondere das Andenken an die Opfer lebendig zu halten.
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05.11.2026 | Gast auf Zeit – damals wie heute? 65 Jahre Arbeit, Migration und Zugehörigkeit

Vor 65 Jahren begann mit dem deutsch-türkischen Anwerbeabkommen ein prägendes Kapitel der deutschen Einwanderungsgeschichte. Heute wirbt Deutschland erneut gezielt internationale Arbeitskräfte an. Unser Podium bringt Vergangenheit und Gegenwart ins Gespräch: Welche Lehren lassen sich aus der »Gastarbeit« für die heutige Arbeitsmigration ziehen? Und was braucht es, damit aus Anwerbung langfristig Teilhabe und Zugehörigkeit werden?
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05.11.2026 | Frauen und Revolution

Welche Rolle spiel(t)en weibliche Stimmen in Revolutionen – damals und heute? Die Veranstaltung blickt auf Frauen als Akteurinnen revolutionärer Bewegungen und fragt, wie sie politische Veränderungen mitgestalten.
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09.11.2026 | Wie erkenne ich Fake News?

Wir scrollen täglich durch Social Media und sehen unzählige Videos, Bilder und weitere Posts. Doch viele dieser Inhalte sind falsch. Denn: Fake News verbreiten sich laut Studien mindestens sechs Mal schneller als echte Inhalte. Aber wie erkenne ich Fake News? Wie kann ich herausfinden, ob es sich um ein echtes oder aus dem Kontext gerissenes Foto handelt? Und woran erkenne ich manipulierte Videos oder KI-generierte Inhalte?
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10.11.2026 | Diskriminierungskritik in Zeiten des Backlash – Herausforderungen für die politische Bildung

Was bedeutet diskriminierungskritische politische Bildung in einer Zeit, in der gesellschaftliche Vielfalt und menschenrechtliche Errungenschaften zunehmend infrage gestellt werden? Der Fachtag nimmt in den Blick, welche Bedeutung Diskriminierungskritik für das Selbstverständnis, die Strukturen und die pädagogische Praxis politischer Bildung hat und diskutiert dabei auch das Spannungsverhältnis zwischen Prävention und Kritik. Wie kann politische Bildung unter den gegenwärtigen Bedingungen diskriminierungskritisch handeln und die eigene Praxis reflektieren?
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11.11.2026 | Demokratie ist Arbeit

Unsere Erfahrungen in der Arbeitswelt haben Einfluss auf unsere Einstellungen zu Teilhabe, Politik und Demokratie. Was können wir in der Arbeitswelt tun, um die demokratische Kultur zu stärken?
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12.11.2026 | Künstliche Intelligenz gegen Hass und Hetze – Wie KI uns unterstützen kann.

Alle reden von KI, viele nutzen sie als Suchmaschine – dabei ist das eine der schlechtesten Anwendungsideen. In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit dem sinnvollen Einsatz von KI im Umgang mit Hass im Netz. Welche Chancen und Grenzen bietet KI dabei? Welche datenschutzrechtlichen, klimatischen und ethischen Probleme ergeben sich unter Umständen daraus für zivilgesellschaftliche Organisationen? Aber vor allem: Kann KI sinnvoll bei der Erkennung von Hass und Hetze eingesetzt werden? Oder bei Gegenrede unterstützen? Wir probieren es aus!
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13.11.2026 | Queerinnert – Community Building in Ost-Berlin von LGBTQIA+ Zeitzeug*innen erzählt

Queere Räume in Berlin sind keine Selbstverständlichkeit – sie wurden über Jahrzehnte erkämpft, geschaffen und gegen Widerstände verteidigt. Wir blicken auf Erfahrungen aus Ostberlin, auf Erfolge, Konflikte und Geschichten, die bis heute zu selten erzählt werden. Im intergenerationalen Gespräch fragen wir: Was können wir aus vergangenen Kämpfen für die Gegenwart lernen – und wie sichern und gestalten wir queere Räume für kommende Generationen?
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Neu im BLoG

Neu im Regal

Cover Berliner Geschichte in Karten

Berliner Geschichte in Karten

Wo traf sich die Berliner Bohème in den 1920er-Jahren? Auf welchem Weg zog Napoleon 1806 zum Brandenburger Tor? Wo ereigneten sich die spektakulärsten Verbrechen in der geteilten Stadt? Der Kartograf Peter Palm und der Publizist Hans Christian Müller erzählen die Geschichte Berlins anhand von 150 neu gezeichneten Stadtplänen.
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Cover DNA des Ostens

Die DNA des Ostens – Was uns ausmacht

In diesem Buch kommen Ostdeutsche aller Generationen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zu Wort, von der Influencerin bis zum ehemaligen Bundespräsidenten, vom Galeristen bis zur Filmregisseurin. Sie erzählen ihre Sicht auf das Erreichte und Unerreichte in dieser Region, die sie meist ihre Herkunft und oft ihre Heimat nennen oder mit der sie sich zumindest teilweise identifizieren.
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