umbenennen?! Berliner Straßennamen in der Diskussion

Offenes Symposium

An welche Persönlichkeiten, Orte und Ereignisse erinnern Berlins Straßennamen?
Passen diese Namen zur heutigen pluralen Erinnerungskultur?

Das Projekt umbenennen?! Berlins Straßennamen in Geschichte und Gegenwart lädt zu einem Symposium in das Museum Neukölln ein. Gemeinsam wollen wir die Praxis von Straßen(um)benennungen in Berlin diskutieren, die Arbeit von vielen Berliner Initiativen in Bezug auf ihren Umgang mit Straßennamen kennenlernen und zum Ende des Wander-Ausstellungsprojekts umbenennen?! ein Resümee ziehen.

Die Kulturwissenschaftlerin und Autorin Asal Dardan (»Traumaland«) gibt mit einer Keynote den Auftakt zur Tagung. Anschließend diskutieren wir in kleinen Foren anhand konkreter Beispiele folgende Fragen: Wie funktioniert plurales Erinnern heute? Was ist in Bezug auf Straßennamen in der Zukunft denkbar? Welche Handlungs-, Bildungs- und Beteiligungsmöglichkeiten gibt es im Feld der Straßen(um)benennungen?
Dafür geben erfahrene Akteur*innen Einblicke in ihre Praxis.

Die Tagung richtet sich an alle Interessierten, an Berliner Initiativen, Museen und Verwaltungen ebenso wie an Multiplikator:innen, Akteur:innen aus Kunst und Aktivismus sowie Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlungen und Fachausschüsse, die sich praktisch mit Erinnerungskultur im öffentlichen Raum auseinandersetzen.

Zum Hintergrund:

umbenennen?! Berlins Straßennamen in Geschichte und Gegenwart ist ein gemeinsames Forschungs-, Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt des Aktiven Museums Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und des Arbeitskreises Berliner Regionalmuseen, gefördert durch die LOTTO-Stiftung Berlin. Die Tagung schließt dieses Projekt ab und fokussiert die Perspektiven der internationalen Tagung von November 2025 noch einmal auf Berlin. Während bei der ersten Tagung vergleichende Forschung angeregt und verschiedene Disziplinen verknüpft wurden, um die Geschichte(n) hinter Straßennamen kritisch zu beleuchten, fragt die zweite Tagung nach konkreten Handlungs- und Beteiligungsmöglichkeiten im Feld der Straßen(um)benennungen.

Programm

  • 10:00

    Einlass

  • 10.30 Uhr

    Beginn
  • Begrüßung

    Keynote von Asal Dardan, Autorin von »Traumaland«

    Mittagspause mit Ausstellungsbesuch »Um|Benennen – Neukölln und seine Straßennamen«

    Diskussionsforen zur Auswahl mit je drei Akteur:innen aus vier Themenbereichen:

    • “Aktionsformen” mit der Berliner Geschichtswerkstatt, Decolonize e.V., Centrum Judaicum
    • “Vermitteln” mit Berlin Postkolonial, Margot-Friedländer-Gymnasium, Projekt “An wen wollen wir erinnern? Widerständige Frauen gegen den Nationalsozialismus in Lichtenberg”
    • “Ausstellen” mit FHXB Museum + Straßenlärm e.V., Museum Tempelhof-Schöneberg, Museum Treptow-Köpenick
    • “Beteiligen” mit Beauftragter für Antisemitismusprävention Treptow-Köpenick, Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V., Historikerin (N.N.) über Umbenennungsdebatten in den 1990er Jahren in Ost-Berlin

    Kaffeepause

    Abschlusspodium

  • 17.30 Uhr

    Ende

  • Kooperationspartner:

    Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.
    Arbeitskreis Berliner Regionalmuseen

  • Datum:

    Montag, 12. Oktober 2026

  • Zeit:

    10.30–17.30 Uhr

  • Ort:

    Museum Neukölln, Alt-Britz 81, 12359 Berlin / Stadtplan

    Das Museum hat einen barrierefreien Zugang. Die Ausstellung befindet sich im Erdgeschoss und ist zu einem sehr großen Teil ebenerdig. Vom Ausstellungsraum im Erdgeschoss zum Geschichtsspeicher im ersten Stock gibt es einen Aufzug.

    Barrierefreiheit: Zugang rollstuhlgerecht WC rollstuhlgeeignet Behindertenparkplatz Aufzug rollstuhlgerecht
    Erläuterung der Symbole zur Barrierefreiheit

  • Entgelt:

    Die Teilnahme ist entgeltfrei.

  • Anmeldung:

    Melden Sie sich bitte online an.

  • iCalendar:

  • Ansprechperson:

    Anja Witzel, E-Mail, Telefon (030) 90249 3056

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