SPD

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ist die älteste parlamentarisch vertretene deutsche Partei. Sie wurde 1875 als Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands gegründet und vertritt nach ihrem Selbstverständnis die Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.

Nach dem Verbot der Partei während der nationalsozialistischen Herrschaft wurde die SPD im Juni 1945 in Berlin wieder zugelassen. In der sowjetischen Besatzungszone wurde die SPD mit der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zwangsvereint. In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und der Hauptstadt Ost-Berlin führte die SED eine Ein-Parteien-Herrschaft.

In West-Berlin entwickelte sich die SPD neben der CDU und der FDP zu einem festen Bestandteil des Parteiensystems. Von 1946 bis 1981 stand sie – mit zwei Unterbrechungen – fast 35 Jahre lang in der Regierungsverantwortung. Prominente Regierende Bürgermeister der SPD waren Ernst Reuter, Willy Brandt und Klaus Wowereit.

In der Zeit der friedlichen Revolution gründete sich im Oktober 1989 in der DDR ebenfalls wieder eine sozialdemokratische Partei. 1990 vereinte sich die Ost-SPD mit der West-SPD zu einem gemeinsamen Berliner Landesverband.

Seit der Wiedervereinigung ist die SPD wieder ununterbrochen an der Regierung beteiligt und stellte mehrmals den bzw. die Regierende/-n Bürgermeiste/-in. Aktuell koaliert sie mit der CDU. Der Berliner Landesverband der SPD zählt 17.939 Mitglieder (Stand: 31.12.2023). Vorsitzende der Berliner SPD sind seit 2024 Nicola Böcker-Giannini und Martin Hikel.

Webseite des SPD-Landesverbands Berlin
Webseite der SPD-Frakton im Abgeordnetenhaus von Berlin