Ehrenamtliche Besuchsdienste

Junge Frau liest in einer Küche Senior aus Buch vor
Bild: Gina Sanders / Fotolia.com

Ehrenamtliche Besuchsdienste besuchen und begleiten Menschen, die von Einsamkeit oder sozialer Isolation bedroht oder betroffen sind, insbesondere Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, chronisch kranke Menschen und Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Krankenhäusern. Darüber hinaus bieten Sie Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen ein Betätigungsfeld und begleiten Sie bei ihrem Engagement. Zu den Aufgaben der Freiwilligen im Besuchsdienst gehören Tätigkeiten wie Gespräche führen, Vorlesen und Erzählen. Darüber hinaus begleiten die Freiwilligen zu Terminen außerhalb der Wohnumgebung (z. B. Arzttermin). Unterstützung erfahren Menschen die Angebote von ehrenamtlichen Besuchsdiensten in Anspruch nehmen ebenfalls bei der gemeinsamen Freizeitgestaltung. Ergänzt werden kann das Angebotsspektrum durch regelmäßige Kontakte über Telefon oder soziale Medien. Die Besuche finden primär in der häuslichen Umgebung der zu Besuchenden statt. Die Besuchsdienste sind eine Ergänzung zum Engagement der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im (Gesundheits- und) Sozialbereich. Sie haben in Berlin eine lange Tradition.

Ansatz und Ziele der Besuchsdienste

Bei aller Verschiedenheit der Einsatzorte, der verantwortlichen Trägerorganisationen und der spezifischen Rahmenbedingungen folgen die Besuchsdienste einem gemeinsamen Prinzip: Sie sind Ersatz oder Ergänzung für familiäre, freundschaftliche oder nachbarschaftliche Beziehungen, die nicht mehr oder nicht ausreichend tragen. Die Besuche der Freiwilligen sollen die Nutzerinnen und Nutzer in erster Linie vor Einsamkeit und sozialer Isolation bewahren bzw. deren Folgen mildern. Pflegerische Maßnahmen ersetzen die Besuchsdienste jedoch nicht. Die niedrigschwellig agierenden ehrenamtlichen Besuchsdienste stellen in ihrer Gesamtheit ein gesamtstädtisches Angebot dar und sind an verschiedenen Einsatzorten für unterschiedliche Zielgruppen aktiv.

Förderung von Besuchsdiensten durch die Senatsverwaltung

Die für Soziales zuständige Senatsverwaltung unterstützt eine Vielzahl von Projekten und Trägern ehrenamtlicher Besuchsdienste mit Mitteln aus dem Integrierten Sozialprogramm (ISP). Das ISP ist Bestandteil des seit 2011 geltenden Rahmenfördervertrags, der zwischen der für Gesundheit und Soziales zuständigen Senatsverwaltung mit den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege geschlossen wurde.
Die hier zusammengestellte Übersicht listet die Kontaktdaten zu allen in Berlin aus dem Förderprogramm Integrierte Sozialprogramme geförderten ehrenamtlichen Besuchsdienst-Projekte und -Träger auf.

Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des Integrierten Sozialprogramms

PDF-Dokument (26.6 kB)

Rahmenfördervertrag des Landes Berlin mit den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege

PDF-Dokument (23.6 kB)

Sie wollen helfen?

Ob wenige Stunden im Monat oder täglich – Ihre Hilfe ist herzlich willkommen!
Wenn Sie sich bei den Berliner Besuchsdiensten engagieren wollen, wenden Sie sich bitte direkt an eine der in der Projektübersicht aufgelisteten Organisationen.

Neben den im ISP geförderten ehrenamtlichen Besuchsdiensten unterstützen die bezirklichen „Kontaktstellen PflegeEngagement“ für pflegeflankierendes Ehrenamt und Selbsthilfe auch ehrenamtliche Besuchsdienste für Pflegebedürftige und Personen mit erheblichem allgemeinen Betreuungsbedarf, die sich in der eigenen häuslichen Umgebung oder in einer ambulanten Betreuung befinden.