„Wohnraum für Geflüchtete – Beratung und gemeinschaftliche Wohnprojekte“ ist ein von der Senatsverwaltung für Soziales und dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf gefördertes Modellprojekt. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung und dem Erhalt von Wohnraum für besonders schutzbedürftige Geflüchtete. Träger des Projekts ist der Verein XENION – Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte.
XENION verfolgt in der Wohnraumakquise einen Ansatz, der in Berlin noch eine Ausnahme ist. So hat XENION bei der Stiftung trias das Sondervermögen „Ankommen und Bleiben“ aufgelegt. Hieraus konnten Genossenschaftseinlagen in Höhe von 480.000 Euro finanziert werden, mit denen langfristige Belegungsrechte für 14 Wohnungen gesichert wurden.
Die Arbeit von XENION zeichnet sich durch eine besonders gute Vernetzung mit gemeinschaftlichen Wohnprojekten aus. Es gab erfolgreiche Kooperationen bei Neubauprojekten der Genossenschaft Wohnkunst in Biesenthal eG, dem Hausverein Kumi*13 e. V. und dem Lichtenrader Revier. Diese beinhalteten auch die Begleitung von Communit- Building-Prozessen. Hier konnten Geflüchtete andere künftige Bewohnende vor Einzug kennenlernen, die Bauplanung mitgestalten und auf diese Weise Teilhabe und Selbstwirksamkeit erfahren. Diese positiven Erfahrungen sollen auf künftige Kooperationen übertragen werden.
Die Beteiligung an Genossenschaften und/oder der Erwerb von Belegungsrechten geben neue Impulse und erschließen einen bisher noch nicht etablierten Weg zur Akquise von Wohnraum.
Eine wichtige Rolle für den Erfolg des Projekts spielt neben der Wohnraumvermittlung auch die Beratung zum Wohnungserhalt und zur Wohnungssuche.
Seit 2021 wurden:- über 120 neue Wohnungen an Geflüchtete und ihre Familien vermittelt,
- mehr als 1.100 Beratungen für Geflüchtete angeboten,
- eine Vielzahl von Mietverhältnissen gerettet und
- mehr als 150 Vermietende unterstützt.