Jahreswechsel 2025/2026: Einsatzkonzept mit Vorfeldmaßnahmen voll aufgegangen

Pressemitteilung vom 01.01.2026

Iris Spranger, Senatorin für Inneres und Sport, zum Verlauf des Jahreswechsels 2025/26:

„Der Großteil der Berlinerinnen und Berliner hat einen friedlichen Jahreswechsel erlebt. Eine Grundlage dafür waren die intensiven und bereits vor Monaten angelaufenen Vorbereitungen von Berliner Feuerwehr, Polizei Berlin und meiner Senatsverwaltung. Die Kombination von frühzeitiger Prävention, umfänglichen Vorfeldmaßnahmen wie Kontrollen und Durchsuchungen, um dem Handel mit illegaler Pyrotechnik entschieden entgegenzutreten, sowie einem konsequenten Eingreifen der Polizei Berlin in der Silvesternacht hat sich als richtig erwiesen. Mehr als 220.000 Stück Pyrotechnik, darunter mehr als 109.000 Stück gefährliche Sprengstoffe der Kategorie 4 – Kugelbomben oder Raketen – hatte die Polizei Berlin vor dem Jahreswechsel und auch noch in der Silvesternacht aus dem Verkehr ziehen können. Hunderttausende von gefährlichen Explosionen konnten so verhindert werden. Die Strategie und das Einsatzkonzept waren erfolgreich. Das gilt auch für die Weiterentwicklung unseres Sicherheitskonzeptes mit neuen Pyrotechnikverbotsbereichen. Mit ihnen konnten Straftaten und Verletzungen von Menschen verhindert werden. Insbesondere am Alexanderplatz feierten viele Berlinerinnen, Berliner und Gäste der Stadt friedlich das neue Jahr.

Dennoch haben wir auch diesmal Gewalt und einen unverantwortlichen Umgang mit Feuerwerk erlebt, bei dem Unbeteiligte und Einsatzkräfte zu Schaden kamen. Auch in diesem Jahr mussten Berliner Kliniken und Krankenhäuser Personen, darunter mindestens acht Kinder, mit schwersten und schweren Böllerverletzungen behandeln. Das zeigt wieder einmal, wie gefährlich der Umgang mit Pyrotechnik sein kann.

Die Polizei Berlin ist während der Silvesternacht konsequent gegen Gewalttäter mit allen rechtsstaatlichen Mitteln vorgegangen. Im nächsten Schritt müssen die Straftaten aus der vergangenen Nacht strafrechtlich schnell und konsequent verfolgt und sanktioniert werden.

Ich bedanke mich bei den Kräften der Berliner Feuerwehr und der Polizei Berlin, die im Einsatz waren. Dieser Dank geht auch an die Polizistinnen und Polizisten der anderen Bundesländer und der Bundespolizei sowie an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hilfsorganisationen und des Technischen Hilfswerks. Den verletzten Einsatzkräften wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung. Mein klares Ziel ist, dass beim nächsten Jahreswechsel niemand zu Schaden kommt. Dazu werde ich mich weiterhin mit Nachdruck auf Länder- und Bundesebene für eine Länderöffnungsklausel im Sprengstoffrecht einsetzen, mit der wir eigenständig entscheiden können, wo wir Feuerwerksverbote erlassen und Pyroerlaubniszonen genehmigen. Hier müssen alle ihrer Verantwortung nachkommen, insbesondere auch der Bund.“

Rund 3.200 Kräfte der Polizei waren am Jahreswechsel 2025/26 im Silvester-Einsatz. Zu ihnen gehörten 785 Unterstützungskräfte der Polizeien des Bundes und anderer Länder. Hinzu kamen fast 900 Polizistinnen und Polizisten im alltäglichen Dienst. Die Berliner Feuerwehr hatte rund 1.600 Rettungs- und Einsatzkräfte im Dienst, darunter waren allein mehr als 500 ehrenamtliche Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr (Stand 9.45 Uhr, 1.1.2026).

Mit Stand 1. Januar, 9.45 Uhr, verzeichnete die Polizei Berlin zum Jahreswechsel 2025/26 mehr als 420 Festnahmen (Vorjahr: 400). Verletzt wurden 30 Polizistinnen und Polizisten (Vorjahr: 30) und im alltäglichen Dienst weitere fünf (Vorjahr: sieben).

Die Berliner Feuerwehr war zwischen 19 Uhr und 6 Uhr 1.830 Mal im Einsatz (Vorjahr: 1.892).

Die Polizei Berlin registrierte außerdem zwischen 18 Uhr und 6 Uhr 2.340 Einsätze (Vorjahr: 2.168), die zusätzlich zum Großeinsatz „Silvester“ bearbeitet wurden.

Zum Jahreswechsel 2025/26 hatte die Polizei Berlin per Allgemeinverfügung Pyroverbotsbereiche ausgewiesen. Die Pyroverbotszonen der Vorjahre (Alexanderplatz, Sonnenallee, Steinmetzkiez) wurden dabei teilweise erheblich vergrößert. Neu hinzukam die Admiralbrücke. Die Bereiche wurden im Unterschied zu den ehemaligen Verbotszonen nicht mehr starr abgesperrt. Stattdessen konnten sich die Polizeikräfte flexibel im Raum bewegen und Personengruppen gezielt ansprechen und kontrollieren.