09/2026-WESTHOFEN – 50 Jahre kommunale Freundschaft – neue Kontakte im Wonnegau

4. September 2026: Posieren einträchtig nebeneinander - v.l.n.r.: Rolf Breidenbach (stellv. Vorsitzender Städtepartnerschaftsverein Steglitz-Zehlendorf e.V.), Altbürgermeister Alfred Winter und Marco Moser (Erster Beigeordneter Gemeinde Westhofen)

4. September 2026: Posieren einträchtig nebeneinander - v.l.n.r.: Rolf Breidenbach (stellv. Vorsitzender Städtepartnerschaftsverein Steglitz-Zehlendorf e.V.), Altbürgermeister Alfred Winter und Marco Moser (Erster Beigeordneter Gemeinde Westhofen)

Westhofen / September 2026

Seit 1976 verbindet Steglitz-Zehlendorf und die rheinhessische Gemeinde Westhofen eine kommunale Freundschaft. Pünktlich zum 50. Jubiläum deutet sich an, dass die Kontakte zwischen beiden Kommunen wieder an Fahrt aufnehmen könnten. Gemeinsam mit seiner Gattin Kerstin Breidenbach besuchte Rolf Breidenbach, stellvertretender Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins Steglitz-Zehlendorf e.V., am 4. September 2026 den schmucken Weinort.

Im Rathaus wurden die beiden von Marco Moser, dem Ersten Beigeordneten der Gemeinde, empfangen. Die Unterredung dauerte über eine Stunde. Dabei wurde deutlich, dass nach dem 2024 vollzogenen Wechsel an der politischen Spitze Westhofens wieder Interesse an einer engeren Verbindung mit Steglitz-Zehlendorf besteht. Ortsbürgermeister Jörg Schmitt konnte abwesenheitsbedingt nicht an dem partnerschaftlichen Austausch teilnehmen.

Weinreise und Bürgerreise im Gespräch

Die Gemeinde hat angeboten, den Städtepartnerschaftsverein bei der Vorbereitung einer Weinreise im kommenden Jahr zu unterstützen. Dabei kann sich Moser eine punktuelle Beteiligung des Westhofener Bürgermeisters am Programm vorstellen. Ergänzend brachten die Gäste aus Berlin die Idee einer Bürgerreise nach Steglitz-Zehlendorf ins Spiel. Der Erste Beigeordnete kündigte an, diesen Gedanken aufzugreifen.

Im Gemeindebüro erinnert ein besonderes Zeitzeugnis an die Anfänge der Verbindung: ein Foto vom Empfang der ersten Westhofener Reisegruppe vor 50 Jahren durch den damaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Schütz (Amtszeit 1967-1977). Alfred Winter, langjähriger Altbürgermeister Westhofens (Amtszeit 1974-1994) und Gastgeber der traditionellen „Weinreisen“, hatte dieses Bild der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

Winter stieß später zu Marco Moser und dem Ehepaar Breidenbach hinzu, um beim gemeinsamen Essen aus dem Nähkästchen vergangener Zeiten zu plaudern. Im Gegenzug erläuterte Rolf Breidenbach, warum es im Wonnegauviertel – gelegen im Ortsteil Nikolassee – inzwischen auch einen Wonnegausteig gibt.

Ein Stück Berliner Mauer am Berliner Ring

Wie sich die Stimmung in Westhofen verändert hat, konnten Rolf und Kerstin Breidenbach bereits am „Berliner Ring“ feststellen. Dort führt der Verkehr heute über einen vielbefahrenen Kreisverkehr, dessen begrünte Mitte von einem Stück Berliner Mauer überragt wird. Lange Zeit war das Mauerstück hinter Sträuchern und Bäumen kaum noch zu sehen. Inzwischen ist der Bewuchs wieder zurückgeschnitten, sodass das ungewöhnliche Zeichen der Verbundenheit erneut zur Geltung kommt.

Alles in allem zieht Breidenbach eine positive Bilanz des Besuchs: „Wir sind optimistisch, dass es wieder mehr Kontakte nach Westhofen gibt.“

Erst im Oktober 2025 hielt sich eine Reisegruppe des Städtepartnerschaftsvereins Steglitz-Zehlendorf e.V. in Westhofen und Umgebung auf – natürlich „auf den Spuren des Weins“.

Westhofener Wahrzeichen

Westhofener Wahrzeichen

Beauftragter für Partnerschaften

Christian Urlaub