08/2026-CHARKIW – „Solange das Licht brennt“ – junge Tänzerinnen und Tänzer gastieren in Zehlendorf

Auftritt Kindertanzgruppe aus Charkiw am 26.08.2026

Charkiw / August 2026

Seit mehreren Jahren begleitet und unterstützt der Städtepartnerschaftsverein Steglitz-Zehlendorf e.V. die außergewöhnliche Tanzgruppe ARIRA aus der ukrainischen Partnerstadt Charkiw. Was mit Tanzunterricht begann, ist für die Kinder und Jugendlichen längst zu einem wichtigen Teil ihres Lebens geworden. Denn während draußen der Krieg ihren Alltag bestimmt, finden sie im Tanzstudio unter der Leitung von Natalia Bedich einen geschützten Ort, an dem sie gemeinsam sein, trainieren und für einen Moment ihre Sorgen hinter sich lassen können.

Antanzen gegen Krieg und für Frieden erscheint auf den ersten Blick paradox. Doch der Tanz ist für die jungen Menschen mehr als das: Er gibt ihren Gefühlen Ausdruck. In ihren Bewegungen liegen Trauer und Angst, aber ebenso Lebensfreude, Kraft und die Hoffnung, die sie sich trotz des Krieges bewahren.

Gemeinsam mit Natalia Bedich haben die jungen Tänzerinnen und Tänzer die moderne und eindrucksvolle Performance „Solange das Licht brennt“ entwickelt. Das Stück erzählt von den Erfahrungen einer Generation, deren Kindheit und Jugend vom Krieg überschattet wird – und zugleich von ihrem ungebrochenen Willen, sich die Freude am Leben nicht nehmen zu lassen.

Nach erfolgreichen Aufführungen in Charkiw kommt ARIRA nun nach Berlin. Der Städtepartnerschaftsverein freut sich sehr, die Reise der Gruppe nach Deutschland ermöglichen zu können. Am Mittwoch, 26. August 2026, um 18 Uhr sind die jungen Künstlerinnen und Künstler im Gemeindehaus der Evangelischen Paulus-Kirchengemeinde Berlin-Zehlendorf zu erleben.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Plakat Charkiw-Jugendtanzgruppe
Logo Städtepartnerschaftsverein

Olga Pischel, Vorstandsmitglied des Städtepartnerschaftsvereins, beschreibt die besondere Bedeutung des Tanzstudios so: „Mitten im Alltag des Krieges ist das Tanzstudio unter der Leitung von Natalia Bedich zu einem sicheren Zufluchtsort und einem Ort der Stärke geworden“. Über die Rolle des Tanzens sagt sie: „Sie tanzen, um ihre tiefsten Gefühle, ihre Trauer, aber vor allem auch ihren unerschütterlichen Mut und ihre Hoffnung spürbar zu machen“.

Wer die jungen Tänzerinnen und Tänzer aus Charkiw live erlebt, darf sich von ihrer Energie, ihrem Können und ihrer Lebensfreude berühren lassen. Die Menschen in Charkiw sind mit ihrem Schicksal nicht allein und können auch in schwierigen Zeiten auf Solidarität und Verbundenheit zählen. Um im Bild zu bleiben: Das brennende Licht der Hoffnung darf nicht erlöschen – es soll hell leuchten und nicht auf Sparflamme.

Helfen Sie mit Ihrer Spende

Die Reise nach Berlin ist für die Kinder und Jugendlichen ein besonderes Erlebnis – sie bringt sie für einige Tage aus ihrem vom Krieg geprägten Alltag heraus und schenkt ihnen Raum für Begegnungen und ein wenig Unbeschwertheit.

Damit die Reise gelingen kann, bittet der Städtepartnerschaftsverein um Spenden für Fahrtkosten, Unterbringung und Verpflegung. Jeder Beitrag hilft – unabhängig davon, wie groß er ist. Allen, die bereits gespendet haben, gilt ein herzlicher Dank.

Jeder, der spendet, hilft mit, den jungen Tänzerinnen und Tänzern einige unvergessliche Tage in Berlin, ein Stück Normalität, Freude und Zuversicht zu ermöglichen.

Beauftragter für Partnerschaften

Christian Urlaub