Die Stadtteilmütter sind wichtige Ansprechpartnerinnen im Alltag für Familien aus einem ähnlichen Kulturkreis und übernehmen eine Brückenfunktion, um ihnen den Zugang zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten im Sozialraum zu erleichtern.
Dafür besuchen sie Familien zu Hause und vermitteln ihnen in der Herkunftssprache ihr Wissen zu Themen rund um das Familienleben, wie beispielsweise der Entwicklung und Erziehung von Kindern, dem Umgang mit Medien, Gesundheitsförderung sowie Spracherwerb und Sprachförderung.
Sie ermutigen die Eltern, ihre Erziehungsverantwortung wahrzunehmen und zeigen Möglichkeiten auf, wie sie die Entwicklung der Kinder aktiv unterstützen können. Sie stellen Kontakte zu Behörden her, helfen Familien bei der Beantragung familiärer Leistungen und der Orientierung im hiesigen Versorgungssystem. Darüber hinaus bieten Stadtteilmütter in Familienzentren oder anderen Orten im Sozialraum Angebote oder Sprechstunden an, begleiten zu Familienservicebüros, Kitas oder Schulen.
Insgesamt sprechen sie über 40 Sprachen, sodass die Bedürfnisse von Menschen mit unterschiedlichsten Herkünften gehört werden können.
Handlungsfelder der Stadtteilmütter
- Persönliche Beratungen und Gespräche mit Familien in entsprechender Sprache zu Themen rund um Familie, wie Erziehungs-, Bildungs- und Gesundheitsfragen
- ggf. Verweisberatung an Anlaufstellen, Angebote und Sprechstunden in Familienzentren oder anderen Orten im Sozialraum
- Begleitung zu Fachstellen oder Institutionen, die das Familienleben betreffen
Teilhabe und Integration
Die Arbeit der Stadtteilmütter soll dazu beitragen, die Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund zu verbessern, insbesondere auch für geflüchtete Familien und zu einem besseren Gelingen des Integrationsprozesses beitragen.
Es gibt in allen Berliner Bezirken Stadtteilmütter, die Eltern in Fragen zu Erziehung, Gesundheit und Bildungsförderung beraten und unterstützen können. An ihrem Markenzeichen – dem roten Schal erkennt man sie gut.