Drucksache - VIII-0924  

 
 
Betreff: Integrierten B-Plan für Gesamtvorhaben Jahn-Sportpark statt Schnellschuss
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion Bündnis 90/Die GrünenFraktion Bündnis 90/Die Grünen
   
Drucksache-Art:AntragAntrag
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin
14.08.2019 
25. ordentliche Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin überwiesen     
Ausschuss für Schule, Sport und Gesundheit mitberatender Ausschuss
04.09.2019 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport und Gesundheit vertagt   
13.11.2019 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport und Gesundheit vertagt     
11.12.2019 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport und Gesundheit im Ausschuss abgelehnt     
Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen federführender Ausschuss
21.01.2020 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünanlagen (offen)     

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
Antrag Bü´90/Grüne 25. BVV am 14.08.19
Stellungnahme SchuSpG

Das Bezirksamt wir ersucht,

sich bei den zuständigen Senatsverwaltungen dafür einzusetzen, dass dieses komplexe Vorhaben mit Schnittstellen zum Mauerpark nur im Rahmen eines integrierten Bebauungsplans inklusive Mobilitätskonzept und Verkehrsgutachten und mit entsprechender Bürger*innenbeteiligung umgesetzt wird. Der Stadionbau soll nicht aus dem Gesamtvorhaben Jahn-Sportpark herausgelöst und singulär geplant werden.


Begründung:

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport beabsichtigt, das bisherige Jahn-Stadion abreißen und einen Neubau als inklusives Stadion errichten zu lassen. Der Stadionabriss soll schon im 3. Quartal 2020, der Neubau Anfang 2022 beginnen. Obwohl auch Fachleuten aus der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Wohnen im Auftaktgespräch dazu am 10.12.18 vor den Risiken einer Genehmigungsplanung nach § 34 BauGB für dieses komplexe Vorhaben gewarnt und ein B-Plan-Verfahren präferiert hatten, und auch das Gesamtvorhaben Jahn-Sportpark und die angrenzenden Areale des Mauerparks betrachtet werden müssten, hat sich die Senatsverwaltung für Inneres und Sport auch aus Zeitgründen für diese Variante entscheiden.

In Vorbereitung des Wettbewerbsverfahrens für den Stadionersatzneubau wurde durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport als Eigentümerin seit ca. Mitte Juni 2019 ein iterativer Prozess mit zahlreichen Workshops durchgeführt. Teilnehmer an den jeweils themenbezogenen Workshops waren u.a. Vertreter der Sportfachverbände, der Menschen mit Beeinträchtigungen und verschiedener Behörden (an einigen Terminen auch des Bezirks Pankow). Neben technisch-funktionalen Anforderungen an den Neubau wurden zwar auch einige der Wechselbeziehungen zum Umfeld (insbesondere zu Anwohner*innen und zum Mauerpark) betrachtet, das reicht aber bei weitem nicht aus. Die Ergebnisse sollen nun in Kürze in ein Lastenheft für die Wettbewerbsteilnehmer einfließen dabei kann von keinem integrierten und durch die Anwohner*innen begleiten Prozess ausgegangen werden. Wenn in naher Zukunft  ein beinahe ungenutztes Stadion in bester Innenstadtlage plötzlich zum Veranstaltungsort werden soll, der regelmäßig über 20.000 Besucher anzieht, dann darf das nur auf  Basis einer gründlichen und umfassende Planung inklusive Mobilitätskonzept, der Einbeziehung des Mauerparks als Veranstaltungsort  und mit entsprechender Bürger*innenbeteiligung ohne großen Zeitdruck erfolgen! Der Senat hat sich zu entsprechenden Leitlinien für große öffentliche Bauvorhaben bekannt diese gilt es auch hier umzusetzen.

 
 

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