Aktuelles

Tafel mit der Aufschrift "Aktuelles"
  • Organigramm Umwelt- und Naturschutzamt

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Bauablaufplanung für Renaturierung des Wilhelmsruher Sees vorgestellt

Das Umwelt- und Naturschutzamt sowie das beauftragte Büro Umweltvorhaben Dr. Klaus Möller GmbH (UBB) haben jetzt einen vorläufigen Ablaufplan für die umfangreichen Maßnahmen zur Renaturierung des Wilhelmsruher Sees erarbeitet und vorgestellt. Der Verein Leben in Wilhelmsruh e.V. hatte in die „Kulturpost“ eingeladen und ca. 40 Interessierte sind der Einladung gefolgt. Bereits 2014 bildete sich innerhalb des Vereins ein Arbeitskreis dazu. Seitdem wurde der Prozess, der nun bald in die Umsetzung mündet, immer wieder mit Ideen bereichert und kritisch begleitet.

Baubeginn Anfang 2024
Wenn das aktuelle Vergabeverfahren wie geplant verläuft, dann kann im Frühjahr 2024 mit der Baustelleneinrichtung und im April mit der Entschlammung des Gewässers begonnen werden. Darauf folgen Wasserbau, Ufernaturierung und die landschaftspflegerischen Arbeiten. Von April bis September 2024 ist der Anschluss eines Regenwasserkanals durch die Berliner Wasserbetriebe geplant. Bauabnahme könnte dann im Mai 2025 sein.

Uferentsiegelung, Sitzgelegenheiten und bessere Wasserqualität
Bereits 2014 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow die „Rettung“ des Wilhelmsruher Sees. Seitdem ist auf Planungsebene viel passiert. Drei große Maßnahmenpakete sollen den See wieder in einen naturnäheren Zustand versetzen. Den größten Unterschied nach dem Umbau wird man am Ufer sehen können. Die Betoneinfassung soll einem seichten und mit Röhricht bewachsenen Flachufer weichen und statt der maroden Aussichtsplattformen sollen moderne Sitzstufen am Nordufer zum Verweilen einladen. Das Wasservolumen und damit die -qualität sollen durch eine Entschlammung verbessert werden. Besonders die letzten Jahre haben gezeigt, wie anfällig das zu- und abflusslose Gewässer für sommerlichen Wassermangel ist. Ausgeprägte Niedrigwasserstände infolge langer Trockenperioden werden sich auch in Zukunft nicht vermeiden lassen. Für etwas Abhilfe wird die Zuleitung von vorgereinigtem Regenwasser aus dem Einzugsgebiet sorgen. Die Planung und Umsetzung für die Niederschlagswassereinleitung erfolgt in Zusammenarbeit mit den Berliner Wasserbetrieben.

„Ich bedanke mich für die rege Teilnahme und das große Interesse bei den Anwohnenden in Wilhelmsruh. Noch wird das Gewässer von manchen als stinkender Tümpel bezeichnet, doch schon bald wird hier in Wilhelmsruh ein echtes Kleinod entstehen“, erklärt Manuela Anders-Granitzki, Bezirksstadträtin für Ordnung und Öffentlicher Raum.

  • Zeitplan Bauausführung Wilhelmsruher See

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Foto vom Weißen See

Nachhaltige Instandsetzung des Parks am Weißen See

Die Parkanlage am Weißen See stellt für den innerstädtischen Bereich im Bezirk Pankow eine der wichtigsten öffentlichen Grünflächen mit überbezirklicher Bedeutung dar. Den Mittelpunkt der Parkanlage bildet dabei der Weiße See als Bade- und Erholungsgewässer.
Derzeit ist die Grünanlage am Weißen See in einem schlechten Zustand. Vor allem in weiten Bereichen des Ufers führte die starke Inanspruchnahme der Parkanlage mit Fehl- und Übernutzungen zu schweren Beschädigungen. Standorttypische Pflanzen und Tiere haben kaum eine Chance, sich in der Uferzone zu etablieren. Die klimatischen Änderungen der letzten Jahre haben die Situation zusätzlich verschärft.
Durch eine ökologisch wirksame Ufergestaltung soll sich die Tier- und Pflanzenwelt wieder erholen. Die Parksanierung umfasst auch die Wege und Platzflächen sowie die Neugestaltung ausgewählter Parkbereiche. Schwerpunkte liegen dabei auf der Umsetzung einer insektenschonenden Beleuchtung und der barrierefreien Nutzbarkeit der Hauptwege.
Die Gesamtmaßnahme wird – neben bezirklichen Investitionsmitteln und der Inanspruchnahme von Sondermitteln (PMO-Mittel) – im nördlichen Teil aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ als Projekt „Klimaanpassung Park Weißer See – Nord” gefördert.
Weitere Informationen zum Gesamtprojekt, zur Finanzierung und zur Bürgerbeteiligung finden Sie auf der Homepage des Straßen- und Grünflächenamtes.

Neue Publikation zu grünen Lernorten in Pankow erschienen

Die Koordinierungsstelle Umweltbildung Pankow hat eine neue Handreichung publiziert: Rein ins Grüne! Pankows öffentliche Grünanlagen im umwelt-pädagogischen Kontext (1. Auflage 2022). In dieser werden 20 Parkanlagen des Bezirks detailliert vorgestellt und weitere gelistet. Dabei liegt der Fokus auf der Darstellung von Möglichkeiten für ein aktives Naturerleben. Außerdem sind zu weiteren Themen wie z.B. Tieren, Pflanzen, Boden und Müll detailliertere Informationen zusammengetragen worden. Anbietende der Natur-, Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsbildung, die zu diesen Themen arbeiten, werden aufgeführt. Sie stellen Bildungs- und Informationsmaterialien online zur Verfügung. Diese Materialien können in allen öffentlichen Grünanlagen besprochen oder praxisorientiert behandelt werden. Zusätzlich lädt eine Faltkarte zur Entdeckungstour durch den Bezirk Pankow ein.
Durch die Publikation können das eigene Wissen erweitert, Kompetenzen gefördert und Bildungseinheiten vorbereitet werden. Ziel ist es, die Bürgerschaft für die Stadtnatur zu sensibilisieren und die grünen Lernorte stärker in das Bewusstsein zu rücken. Des Weiteren werden Bildungsangebote sichtbarer gemacht. Als Print-Exemplar gibt es die Publikation inklusive Faltkarte in der Koordinierungsstelle Umweltbildung Pankow. Online ist sie auch erhältlich unter https://agrar-boerse-ev.de/inserat/koordinierungsstelle-umweltbildung-pankow/ und kann hier heruntergeladen werden:

  • Karte zu Rein ins Grüne

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  • Rein ins Grüne

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Weitere Informationen:

Koordinierungsstelle Umweltbildung Pankow
Susan Brost und Isabelle Deerberg
Hansastraße 182A, 13088 Berlin
ubk.pankow@agrar-boerse-ev.de

ENTSIEGELN LOHNT SICH!

Informationen und Beratung für gewerbliche Flächeneigentümer im Bezirk Pankow

Das Büro für Wirtschaftsförderung und das Umwelt- und Naturschutzamt im Bezirk Pankow haben zusammen einen Flyer entwickelt, der Gewerbetreibende motivieren soll, versiegelte Flächen in ihrem Eigentum zu entsiegeln.
Die Versickerung von Niederschlägen fördert die Grundwasserneubildung, das Stadtklima und entlastet die Kanalisation. Im Rahmen der Eingriffsregelung kann das Umwelt- und Naturschutzamt Pankow die Entsiegelung von Flächen, als Beitrag zu einem nachhaltigen Umgang mit Niederschlagswasser, einmalig fördern. Zudem verringert sich mit der Durchführung von Entsiegelungsmaßnahmen auch die Höhe des Niederschlagsentgelts.
Gefördert wird die Entsiegelung von versiegelten (zum Beispiel überbauten oder wasserundurchlässig befestigten) Flächen und deren Umwandlung in unversiegelte Flächen (Vegetationsfläche) oder wasserdurchlässig befestigte Flächen (Teilentsiegelung beziehungsweise Belagsänderung). Beispielhafte Fördersummen können Sie der nachfolgenden Abbildung entnehmen.

Rechenbeispiele für Entsiegelungsmaßnahmen gemäß Berliner Leitfaden

Mögliche Fördersummen für die (Teil-) Entsiegelung von Gewerbeflächen (Grundlage: Berliner Leitfaden, SenUVK 2020)

Ablauf des Verfahrens

Das Umwelt- und Naturschutzamt Pankow prüft, ob die Maßnahme technisch, ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist und stellt die förderfähigen Kosten fest. Die zu entsiegelnde Fläche kann vor und nach Durchführung der Maßnahme durch die genehmigende Behörde besichtigt werden.
Mit der Maßnahme darf nicht vor Genehmigung der Förderung begonnen werden.
Gegebenenfalls ist ein Nachweis über die fachgerechte Entsorgung der entfernten Materialien vorzulegen.
Die Gesamtfinanzierung muss bei Antragstellung sichergestellt sein.
Die Zuschüsse werden durch Bescheid bewilligt.
Die Auszahlung der Förderung erfolgt nach Fertigstellung der Anlage sowie nach Vorlage der Kostenbelege und nach Besichtigung der Anlage durch die genehmigende Behörde.

Voraussetzungen

Antragstellende müssen Grund- und Gebäudeeigentümer*in sein oder sonst dinglich verfügungsberechtigt (zum Beispiel Erbbauberechtigte beziehungsweise Mieter*in mit Einverständniserklärung des Eigentümers)
Als Folge der Entsiegelung dürfen keine schädlichen Bodenveränderungen oder Grundwassergefährdungen entstehen. Auskünfte hierzu können beim Umwelt- und Naturschutzamt Pankow eingeholt werden.
Die Maßnahme wird freiwillig durchgeführt und es besteht keine gesetzliche Verpflichtung, wie etwa bei einer Auflage in der Baugenehmigung.

Der nun vorliegende Flyer folgt dem politischen Auftrag Entsiegelungspotentiale im Bezirk Pankow zu erkennen, darüber aufzuklären und den Nutzen zu bewerben. Der Flyer gibt erste Informationen und benennt Anlaufstellen, um zur Verbesserung des Mikroklimas beizutragen und befestigte Flächen naturnah zu gestalten.
Insbesondere stark versiegelte Bereiche auf Industrie- und Gewerbestandorten bieten das Potential, Oberflächen zu entsiegeln und funktionsorientiert zu begrünen. Interessierte erhalten nach vorheriger Terminvereinbarung Beratung bei der Umsetzung von Vorhaben und Hilfe bei der Antragstellung.

Ihr Ansprechpartner im Bezirksamt Pankow:
Herr Dahlke
umwelt-natur@ba-pankow.berlin.de; Tel. 030-90295-7878

Hier finden Sie alle weiteren Informationen und den Flyer als Download:

  • Entsiegelungsflyer

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Sanierung des Wilhelmsruher Sees – Entwurfsplanung vorgestellt

Der Wilhelmsruher See befindet sich in einem schlechten ökologischen Zustand. Besonders die Nährstoffüberfrachtung und Verschlammung, sowie fehlende ökologisch wertvolle Uferbereiche sind augenscheinlich große Defizite. Zudem haben die drei Trockenjahre 2018, 2019, 2020 gezeigt, wie anfällig das zu- und abflusslose Gewässer für sommerlichen Wassermangel und das Trockenfallen der flachen Uferzone ist. Auch die Aufenthaltsqualität der so beliebten Grünfläche um den See wird durch diese Defizite stark beeinträchtigt. Unter Leitung des Bezirksamtes Pankow werden derzeit Maßnahmen zur Sanierung und Renaturierung des Wilhelmsruher Sees und zur Stabilisierung des Wasserstandes im Rahmen der Klimaanpassung geplant. Das Projekt wird zum größten Teil aus den SIWANA-Mitteln („Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds“) des Berliner Senats finanziert und Gelder für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen aus dem A 114-Ausbau kofinanziert. Manuela Anders-Granitzki, Bezirksstadträtin für Ordnung und Öffentlichen Raum, sagt: „Der Wilhelmsruher See ist vielleicht sogar noch ein kleiner Geheimtipp im Bezirk. Wir freuen uns sehr, dass wir die Chance haben, hier ein echtes Kleinod für die Pankowerinnen und Pankower zu schaffen.“
Digitale Informationsveranstaltung am 15. Februar 2022
Am 15. Februar fand eine digitale Informationsveranstaltung auf Einladung von Frau Anders-Granitzki statt. Interessierte Anwohner*innen hatten hier die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Entwurfsplanung zu informieren und Fragen an das zuständige Planungsbüro Umweltvorhaben Berlin-Brandenburg Dr. Klaus Möller GmbH (UBB) zu stellen. Es entstand eine lebhafte Diskussion, bei der allen Beteiligten klar wurde, wie sehr die Wilhelmsruher*innen ihr kleines Gewässer wertschätzen. Umso mehr stieß die Aussage auf Anklang, dass bereits dieses Jahr mit der Renaturierung begonnen werden soll.
Die Präsentation, die im Rahmen der Informationsveranstaltung gezeigt wurde, ist nachstehend abrufbar:

  • Entwurfsplanung Wilhelmsruher See

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Pflege- und Entwicklungsplan für das Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Blankenfelde“

Entsprechend § 4 der Landschaftsschutzgebietsverordnung vom 13. Februar 2004, „zum Schutz der Landschaft um den Ort Blankenfelde in den Bezirken Pankow und Reinickendorf von Berlin“, wurde für das LSG „Blankenfelde“ ein Pflege- und Entwicklungsplan (PEP) erstellt, der die notwendigen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zur Sicherung des Schutzzwecks enthält.
Das LSG „Blankenfelde“ liegt im Norden des Bezirkes Pankow von Berlin und hat eine Größe von 800,16 ha. In die Planung einbezogen wurde zudem der benachbarte Bereich des großen Arkenberger Kiessees, so dass der Untersuchungsraum rund 833 ha umfasst. Die im PEP vorgenommene Planung der Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen bezieht sich auf den im Bezirk Pankow gelegenen Teil des Untersuchungsraumes mit einer Größe von 780 ha.
Im PEP werden neben dem Schutz und der Herausarbeitung der besonderen landschaftlichen Qualitäten des Untersuchungsraumes, die anhand der sehr umfangreich stattgefundenen Grundlagenerfassungen ermittelt worden sind, die aktuellen Beeinträchtigungen und unterschiedlichen Anforderungen an die Schutzgebietsfläche aufgezeigt und vor dem Hintergrund der Schutzzwecke gemäß § 3 der Landschaftsschutzgebietsverordnung bewertet.
Nachgewiesen werden konnte insbesondere das hohe naturschutzfachliche Potential, das das LSG aufgrund seiner Lage, Naturausstattung und Strukturreichtum besitzt. Sowohl die kleinteiligen Acker- und Wiesenflächen, die durch Feldgehölze und Obstbaumalleen gegliedert sind, als auch die Waldflächen sind Lebensraum streng geschützter Arten, wie z. B. Kranich, Neuntöter und Wachtelkönig.
Aus der Bewertung sind Schlussfolgerungen für die zukünftige Pflege- und Entwicklung des Gebiets gezogen und Lösungskonzepte in Bezug auf die zu erwartenden Zielkonflikte entwickelt worden (Arten- und Biotopschutz, Bodenschutz, Wasserhaushalt, Land- und Forstwirtschaft, Kulturlandschaftsschutz, Verkehr und Erholung).

Die Karten und den Textteil zum erarbeiteten PEP finden Sie hier zum Download:

  • Endbericht

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  • Übersicht Biotoptypen

    PDF-Dokument (1.2 MB)

  • Biotoptypenkarte

    PDF-Dokument (3.5 MB)

  • Geschützte Biotope

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  • Brutvogelkartierung

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  • Eigentum

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  • Konzept Pflegemaßnahmen

    PDF-Dokument (3.6 MB)

  • Konzept Entwicklungsmaßnahmen

    PDF-Dokument (3.9 MB)

  • Übersicht Kompensationsmaßnahmen

    PDF-Dokument (5.2 MB)

Baumfällungen in Parks und im Straßenland

Baumschnittarbeiten

Die aktuellen Baumfälllisten für öffentliche Bäume im Bezirk Pankow auf der Seite des Straßen- und Grünflächenamtes

Umweltbüro Pankow