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Aktuelles

Tafel mit der Aufschrift "Aktuelles"
Bild: DOC RABE Media - Fotolia.com

Organigramm UmNat Pankow

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Bienenautomat

100. Bienenfutterautomat steht in Pankow

Der 100. Bienenautomat steht, in der Hauptstadt und zwar konkret im Bezirk Pankow in der Heinrich-Böll-Bibliothek. Laut Judith Hauschulz von der Bezirkszentralbibliothek habe man durch einen Austausch zur Charta 2030/Agenda der Vielfalt mit Kolleginnen und Kollegen aus Bremen von dem Projekt erfahren. Mit der Unterstützung des Umwelt- und Naturschutzamtes in Pankow ist man nun ebenfalls in der Lage einen Beitrag zur Erhaltung der Bienenlandschaft in Berlin zu leisten und dies auch den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern zu präsentieren.
Sehr lange war ungewiss, wo der 100. Automat aufgestellt wird, da zurzeit gut 50 andere Automaten der Öffentlichkeit noch nicht zur Verfügung stehen, was an unterschiedlichen Montagezeiten liegt.
Lange wurde die Rolle der Wildbienen als Bestäuber nicht ernst genug genommen, fliegen diese doch schon, wenn es den meisten Honigbienen noch zu kalt oder nass ist. Sie bestäuben auch solche Pflanzen, die die Honigbienen aus körperbaulichen Gründen nicht bestäuben können.
Im Herbst 2019 kam es zur Aufstellung des ersten Automaten in Dortmund. In kürzester Zeit erreichten die Bienenretter Anfragen von Leuten aus dem ganzen Land, die solche Automaten kaufen wollten.
Der Aufbau der Bienenautomaten sieht grundsätzlich wie folgt aus:
Man wirft 50 Cent in den Automaten ein und erhält eine Kapsel mit einer ein-/ und zweijährigen Samenmischung aus der Region, von einer anderen Seite erhält man eine mehrjährige Blumen-Mischung.
Nachhaltigkeit wird bei den Bienenrettern besonders großgeschrieben. Der Technik halber lässt es sich dieser Tage noch nicht einrichten, auf die Kunststoff-Kapseln zu verzichten, da deren Funktionsfähigkeit nur mit einer festen Hülle zum Tragen kommt. Genau deswegen hängt neben jedem Automaten eine gelbe Sammelbox. Die leeren Kapseln können zurückgebracht werden und werden dann erneut befüllt.
Dieses „Mehrweg-System“ hat sich nach über einem Jahr durchaus bewährt, da es vor allem jüngeren Unterstützerinnen und Unterstützern ein besonderes Anliegen ist die Produktion von Müll zu vermeiden und die Kapseln zeitnah zurück zu bringen.
Weiterführende Informationen zu den bundesweiten Standorten gibt es auf www.bienenautomat.de und zu den genutzten Samenmischungen auf www.bienenretter.com.

Bezirk Pankow tritt Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ bei

Neben fünf anderen Berliner Bezirken (Lichtenberg, Mitte, Marzahn-Hellersdorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg) hat nun auch der Bezirk Pankow, vertreten durch den zuständigen Stadtrat Herrn Daniel Krüger, die Deklaration „Kommunen für biologische Vielfalt“ unterzeichnet. Ziel dieses Bündnisses ist es, die biologische Vielfalt zu erhalten und zu entwickeln, um zur Stabilität der Ökosysteme und somit zur Sicherung der für uns allen bedeutsamen natürlichen Lebensgrundlagen beizutragen. Die Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen gefährdet diese Artenvielfalt besonders stark und wird häufig durch Bauvorhaben (Wohnungen, Infrastrukturen) verursacht. Der Erhalt der Artenvielfalt ist eines der Hauptziele des Naturschutzes und wird im Bundesnaturschutzgesetz benannt. In der Konsequenz soll in Zukunft darauf geachtet werden, dass sämtliche Stadtentwicklungsprojekte und Infrastrukturvorhaben sich mit den Zielen des Artenschutzes vertragen und umsetzbar sind ohne diesen signifikant zu beeinträchtigen. Seit September 2020 ist das Land Berlin zudem Mitglied beim Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“. Weitere Informationen finden Sie hier

Broschüre zur Umweltbildung in Pankow ist da

Im Mai 2020 wurde die Koordinierungsstelle Umweltbildung Pankow gegründet. Jetzt veröffentlicht sie eine Handreichung mit dem Titel „Raus geht´s in die Natur!“. Diese ist eine sehr nützliche Übersicht über die verschiedenen Akteure der Natur- und Umweltbildung im Bezirk. Der Fokus liegt dabei auf umweltpädagogischen Angeboten, die vorwiegend Draußen stattfinden. Etwa 50 Anbietende werden hier präsentiert und übersichtlich vorgestellt.
Mit der Broschüre ist es für Pankower Erziehende und Lehrkräfte ab sofort leichter, Kinder und Jugendliche an das Thema Natur- und Umweltschutz heranzuführen, sie für die Stadtnatur zu begeistern und zu sensibilisieren. Denn laut Senatsbeschluss soll jedes Grundschulkind mindestens einmal im Jahr ein Umweltbildungsangebot wahrnehmen.
Zusätzlich stellt die Koordinierungsstelle eine Karte zum Zusammenfalten und für unterwegs zur Verfügung, Anbieter der Natur- und Umweltbildung sind hier gelistet. Diese Karte lädt zur Entdeckungstour durch den gesamten Bezirk, aber auch durch die direkte Nachbarschaft ein.

Koordinierungsstelle Umweltbildung Pankow
Susan Brost und Isabelle Deerberg
Hansastraße 182A, 13088 Berlin
E-Mail: ubk.pankow@agrar-boerse-ev.de
Tel.: 030 88497399

Plakat Umweltbildung Pankow

PDF-Dokument (12.9 MB)

Broschüre Umweltbildung Pankow

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Ein Stück Naherholungswert der Pankower Stadtnatur zerstört

Am 20.01.2021 wurde das Umwelt- und Naturschutzamt Pankow von einem Bürger telefonisch informiert, dass im Landschaftsschutzgebiet am Blankenfelder Graben eine Holz-Schutzhütte, welche zum Rasten und Erholen diente, mit umweltgefährdenden Flüssigkeiten verschmutzt wurde.
Ein durch das Umwelt- und Naturschutzamt Pankow umgehend durchgeführter Kontrolltermin vor Ort ergab, dass Unbekannte die Innenwandungen der Schutzhütte bis in eine Höhe von ca. 2 m mit Motoröl begossen, und innerhalb des Bauwerkes ein Feuer unter Verwendung von 5 L 2-Takt-Benzin als Brandbeschleuniger gelegt hatten. Die Holzwandungen der Schutzhütte hatten jedoch bei diesem Brandanschlag nicht Feuer gefangen.
Die Schutzhütte wurde als gemeinsames Projekt von der Berliner Revierförsterei Blankenfelde, der Alvus GmbH (Integrationsbetrieb für Menschen mit Behinderung) und dem Zusammenschluss „Tierärzte im Notdienst“ geplant und 2016 errichtet. Die Idee dahinter war, für Hundebesitzer und Besucher des Landschaftsschutzgebietes einen wettergeschützten Aufenthaltspunkt zu schaffen.
Aufgrund der massiven Kontamination, welche nicht zu entfernen war, sahen sich die Berliner Forsten als Eigentümer gezwungen, das gesamte Bauwerk kostenpflichtig demontieren und entsorgen zu lassen.
Zusätzlich zu den Errichtungskosten von 1500€ sind nun also auch die Kosten für Abriss und Entsorgung der Schutzhütte sowie für eine Bodensanierung durch den Steuerzahler zu tragen. Hinzu kommt der hohe moralische Schaden gegenüber den Erbauern und Nutzern.
Ein weiteres, sich in den letzten Monaten häufendes Problem in den Außenbereichen und Landschaftsschutzgebieten des Bezirkes Pankow, sind illegale Ablagerungen von Abfällen mit teilweise umweltgefährdenden Eigenschaften.
Die regelmäßigen behördlichen Kontrollen wurden zwar inzwischen intensiviert, noch konnte jedoch kein Umweltsünder auf frischer Tat ertappt werden.
Bürger, welche verdächtige Vorgänge wie Vandalismus oder auch illegale Abfallablagerungen beobachten, werden gebeten, diese bei der Polizei, mit Hinweisen auf den/die Verursacher (Fotos, Beschreibung von Personen und Fahrzeugen, KFZ-Kennzeichen u.ä.), zu melden. Dies ist ein Beitrag, unsere Stadtnatur und deren Charme zu erhalten.

Fällung von Birken am Bahnhof Wilhelmsruh

Im Rahmen der Anbindung der Heidekraut- an die Nordbahn muss der Mauerweg verlegt werden. Die Baumaßnahme macht die Fällung von ca. 100 jungen Birken nord-westlich der Kopenhagener Strasse notwendig.

Öffentliche Auslegung eines Verordnungsentwurfes gemäß § 27 Abs. 3 des Berliner Naturschutzgesetzes

Bekanntmachung vom 21.12.2020
SenUVK III B 25
Telefon: 9025 – 1045 oder 9025 – 0

Ausweisung von Bäumen und Findlingen als Naturdenkmal im Land Berlin

Aufgrund ihrer Bedeutung für Wissenschaft, Naturgeschichte und Landeskunde oder wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit sollen künftig 643 Bäume und 70 Findlinge nach § 28 des Bundesnaturschutzgesetzes zum Naturdenkmal erklärt werden.

Zu diesem Zweck wird ein Verfahren gemäß § 27 des Berliner Naturschutzgesetzes durchgeführt. Die derzeit gültige Verordnung für als Naturdenkmal ausgewiesene Bäume und Findlinge wird neu gefasst. Die Änderungen beziehen sich auf den Text der Verordnung (insbesondere die Gebote und Verbote) und auf die Listen der Bäume und Findlinge, für die die Verordnung gelten soll. Einige bisherige Naturdenkmale werden künftig nicht mehr diesen Schutzstatus erhalten, andere Bäume und Findlinge werden erstmals zum Naturdenkmal erklärt.

Die Ausweisung als Naturdenkmal zielt darauf ab, diese Einzelschöpfungen der Natur für das Erleben durch den Menschen zu bewahren. Als Naturdenkmal ausgewiesene Bäume werden damit über den Schutz der im Land Berlin geltenden sogenannten Baumschutzverordnung hinaus geschützt.

Der Entwurf der Rechtsverordnung wird gemäß § 27 Absatz 3 Berliner Naturschutzgesetz öffentlich ausgelegt. Damit wird allen betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben, ihre Interessen zu vertreten und ihre Anliegen einzubringen. Angesprochen werden insbesondere diejenigen, die Eigentümerin oder Eigentümer der Bäume und Findlinge bzw. von Grundstücken sind, auf denen sich die Bäume und Findlinge befinden, oder die dort Nutzungsrechte haben (z.B. Pächterinnen und Pächter, Erlaubnisinhaberinnen und –inhaber).

Sie können in der Zeit vom 18. Januar 2021 bis einschließlich 17. Februar 2021
- die Unterlagen (Text der Verordnung, Anlagen mit den Listen der Bäume und Findlinge, Begründung für die geplanten Regelungen) einsehen:
Online über die Internetseite www.berlin.de/naturschutz-ausweisung/
*vor Ort * *im Dienstgebäude der
Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz*
Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin
Erdgeschoss, Raum 047 (bitte die Ausschilderung beachten)
von Montag bis Freitag in der Zeit von 10.00 bis 18.00 Uhr
oder nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. Nr. 030 – 9025 1045

Hinweis: Vor Ort gelten die allgemeinen Schutz- und Hygieneregelungen des Robert Koch-Institutes zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2. Beim Betreten des Dienstgebäudes ist das ordnungsgemäße Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung erforderlich, sofern keine Ausnahmegründe gemäß der geltenden SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung vorliegen. Bei der Einsichtnahme können Wartezeiten entstehen, da der Auslegungsraum nur einzeln betreten werden darf.

- Ihre Stellungnahme abgeben:
Online über die Internetseite www.berlin.de/naturschutz-ausweisung/
vor Ort Im Dienstgebäude der Senatsverwaltung (Adresse und Einzelheiten siehe oben) liegt im Auslegungsraum ein Formular für eine Stellungnahme. Sie können Ihre Stellungnahme direkt dort einwerfen.
mit der Post
Sie können das vor Ort mitgenommene Formular nutzen, es über die o.g. Internetseite herunterladen oder Ihre Stellungnahme formlos und schriftlich verfassen und mit der Post an folgende Adresse senden:
Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz – III B 2
Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin

Die fristgemäß eingereichten Stellungnahmen, Bedenken und Vorschläge werden geprüft und in die Abwägung einbezogen. Erforderliche Anpassungen werden dann in die Schutzverordnung eingearbeitet. Wenn Sie eine Stellungnahme abgegeben und Ihre Kontaktdaten angegeben haben, werden Sie über das Ergebnis der Auswertung und die Überarbeitung der Verordnung informiert. Abschließend wird die Verordnung mit möglichen Veränderungen erlassen, die sich aus den Stellungnahmen ergeben. Die Verordnung wird voraussichtlich ab dem Tag nach ihrer Veröffentlichung im Gesetzes- und Verordnungsblatt für Berlin gelten.

Clean-up am LSG Mauerstreifen: Pankower Stadtnatur-Ranger im Einsatz gegen die Vermüllung der Schutzgebiete

Stadtnatur-Ranger räumen den Mauerstreifen auf
Stadtnatur-Ranger räumen den Mauerstreifen auf (vorher-nachher)
Bild: Stadtnatur-Ranger Pankow (Jasmin Eggert)

Am 19. September war „World Cleanup Day“: auf der ganzen Welt haben engagierte Bürger*innen und öffentliche Initiativen ihre Nachbarschaften und Naturumgebungen aufgeräumt. Auch in Pankow wurde vielerorts Müll beseitigt.

Schon am Freitag, dem 18. September 2020, waren die Pankower Stadtnatur-Ranger gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen der Steremat AFS GmbH im nördlichen Teil des Land-schaftsschutzgebiets (LSG) “Ehemaliger Mauerstreifen, Schönholzer Heide und Bürgerpark“ zu einer umfangreichen Aufräum-Aktion tätig. Das Gebiet war aufgrund seiner landschaftlichen Vielfalt aus Offen-, Halboffen- und Waldlandschaften im Verbund mit Grünanlagen im Jahr 2010 endgültig unter Schutz gestellt worden. Der verwilderte Teil des LSG entlang des gut ausgebauten Berliner Mauerwegs ist das Ergebnis natürlicher Sukzession nach jahrelanger Nicht-Nutzung der Flächen.

Leider ist das Gebiet in der letzten Zeit zu einem beliebten Müllabladeplatz geworden, sodass das LSG von Anwohnern bereits als „Landschaftssch(m)utzgebiet“ bezeichnet wird. Im Rahmen der Aktion wurden große Mengen an Sperr- und Hausmüll sowie Elektrogeräten entfernt und dem fachgerechten Recycling zugeführt.

Der ehemalige Mauerstreifen ist nicht das einzige Schutzgebiet, welches regelmäßig unter solchen unzulässigen Müllabladungen leidet. Auch in den Landschaftsschutzgebieten Buch und Blankenfelde werden regelmäßig große Mengen an Bauabfällen und Sperrmüll abgeladen. Aus diesem Grund planen die Stadtnatur-Ranger eine weitere Aufräumaktion am Freitag, dem 9. Oktober 2020, ab 14 Uhr am Schillinggraben in Möllersfelde. Engagierte Bür-ger*innen werden dazu aufgerufen, sich gern an dieser Aktion zu beteiligen.

Erreichbar sind die Pankower Stadtnatur-Ranger unter stadtnaturranger-pankow@steremat-afs.de. Weitere Informationen über die Arbeit der Ranger*innen finden Sie auf der Website www.stadtnaturranger-pankow.de

Weißer See – Baden nur im Strandbad!

Weißensee
Bild: UmNat Pankow

Der Weiße See in Pankow (Ortsteil Weißensee) lädt insbesondere in den warmen Monaten zum Entspannen und Verweilen ein. Kein Wunder, den Besuchern wird einiges geboten: Es gibt einen Wasserspielplatz für Kinder, einen Ruderboot-Verleih, das Café und Restaurant „Milchhäuschen“, eine Freilichtbühne, ein Strandbad und vieles mehr. Der See ist außerdem gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, Bus und Straßenbahn halten in unmittelbarer Nähe.
Der natürlich entstandene See wird als EU-Badegewässer mit einer überwiegend ausge-zeichneten Wasserqualität eingestuft und ist besonders bei Badegästen beliebt. Das Baden ist allerdings nur an der Wasserstelle des Strandbades gestattet. Außerhalb des Strandbads ist das Baden verboten!
Der See und die umgebende Parkanlage unterliegen dem Berliner Grünanlagengesetz. Danach ist es unter anderem verboten, Hunde freilaufen oder baden zu lassen, zu grillen, Rad zu fahren und außerhalb des Strandbades schwimmen zu gehen. Es handelt sich hierbei um Ordnungswidrigkeiten, die mit einer Geldbuße geahndet werden können.
Das Gesetz dient dem Schutz der Parkanlage und des Gewässers. Zuwiderhandlungen führen zu Schäden an den Ufern. Die natürliche Ufervegetation wird zertreten, es kommt zu Ufererosionen und -abbrüchen, Tiere und Pflanzen werden – auch durch freilaufende Hunde – gestört und verdrängt.
Seit Juni werden am See Parkwächter eingesetzt, die Kontrollgänge um den See durchführen, dabei auf Fehlverhalten hinweisen und Aufklärungsarbeit leisten.
Der Weiße See soll auch weiterhin ein idyllischer Ort zur Erholung bleiben, wozu die Unter-stützung und Rücksichtnahme jedes einzelnen Parkbesuchenden einen wichtigen Beitrag leistet. Wir bitten Sie daher, die Parkregeln zum Schutz des Weißen Sees einzuhalten.
Das Gesetz zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung der öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen (Grünanlagengesetz – GrünanlG) finden Sie hier zum Nachlesen.
Das Umwelt- und Naturschutzamt Pankow wünscht Ihnen allen einen schönen
Spät-Sommer!

Regelungen für Straßenmusik im Bezirk Pankow

Straßenmusik ist eine an die Allgemeinheit gerichtete Darbietung von Musik unter Verwendung von Tonwiedergabegeräten oder Musikinstrumenten, die nicht im Rahmen einer Veranstaltung oder gegen Entgelt erfolgt. Dabei gilt das Entgegennehmen von Geld oder Sachleistungen als Anerkennung für die dargebotene Musik nicht als Entgelt.

Die Darbietung von Straßenmusik bedarf in der Regel keiner Ausnahmezulassung nach § 10 LImSchG wenn durch sie niemand erheblich gestört wird. Von einer erheblichen Störung ist unter Berücksichtigung folgender Regeln nicht auszugehen:

  • Spielzeit werktags ausschließlich von 08.00 bis 13.00 Uhr und 15.00 bis 20.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 09.00 bis 13.00 Uhr und 15.00 bis 20.00 Uhr
  • Spieldauer an einem Standort max. 60 Minuten, ein Platzwechsel hat räumlich so weit zu erfolgen, dass die folgende Darbietung am früheren Standort nicht mehr hörbar ist
  • an einem Darbietungsort darf kein weiterer Straßenmusiker hörbar sein
  • keine Verwendung von elektroakustischen Anlagen wie z. B. Verstärkern
  • kein Spielen besonders geräuschintensiver Instrumente wie z. B. Blechblasinstrumente, Schlagzeug, Pauken und Trommeln, keine Bands
    - ein Mindestabstand von 60 m zu empfindlichen Einrichtungen, wie Krankenhäusern, Altenheimen und 20 m zu schutzbedürftigen Nutzungen von Wohn- und Geschäftsräumen
  • kein Spielen vor Schulen während der Unterrichtszeit und vor Kirchen während des Gottesdienstes (Mindestabstand 100 m) sowie in ausgewiesenen Grünanlagen/Parks
    Anträge auf die Zulassung von Ausnahmen (§ 10 LImSchG) können direkt unter Online-Formular gestellt werden. Einen Überblick über die notwendigen Angaben, die Kosten und die rechtlichen Rahmenbedingungen erhalten sie in den weiterführenden Informationen zur Antragstellung.

Inbetriebnahme des neuen Tiefbrunnens am Weißen See verzögert sich

Der Weiße See ist ein Besuchermagnet im Berliner Nordosten. Insbesondere in den warmen Monaten lädt er zur Erholung und zum Baden ein. Durch Verdunstung sinkt allerdings fortwährend der Wasserspiegel. Dadurch ist zwar nicht unmittelbar die Gewässerqualität gefährdet, wohl aber der uneingeschränkte Betrieb des Strandbades. Der sinkende Wasserspiegel bedroht durch Freilegung der Schilfbereiche und der Baumwurzeln auch Ufervegetation und Brutvögel.

Um dem Problem entgegenzuwirken, setzt der Bezirk Tiefbrunnen ein, die Grundwasser in den Weißen See pumpen. Zwei in den 1970er Jahren gebaute Brunnen verloren über die Zeit ihre Leistungsfähigkeit, weshalb im März 2020 ein neuer Tiefbrunnen im Bereich der Freilichtbühne gebohrt wurde. Bevor jedoch der neue Brunnen in Betrieb gehen kann, wurde das Brunnenwasser auf verschiedenste Schadstoffe untersucht. Die hierbei festgestellten Belastungen lassen einen unbehandelten Zufluss nicht zu. Um den Tiefbrunnen dennoch nutzen zu können, wird derzeit die Einrichtung einer Grundwasserreinigungsanlage geplant. Der neue Tiefbrunnen könnte damit in der Badesaison 2021 zur Gewährleistung des Wasserspiegels im Weißen See zum Einsatz gelangen.

Zum Schutz der Ufervegetation, der Brutvögel und Aufrechterhaltung des Ökosystems soll in diesem Jahr temporär Trinkwasser zugeführt werden. Für die Einleitung des Trinkwassers stehen noch Genehmigungen aus. Um den Wasserverlust durch Verdunstung zu reduzieren, soll zudem die Betriebszeit der Fontäne eingeschränkt werden. Auch das Hygienekonzept zwischen dem Gesundheitsamt und dem Betreiber des Strandbads ist derzeit noch in der Abstimmung.

Wichtig für alle Badenden: Beprobungen Mitte und Ende Mai bestätigen die unbelastete Wasserqualität des Weißen Sees. Wir freuen uns auf die baldige Öffnung des Strandbades und wünschen uneingeschränkten Badespaß.

Koordinierungsstelle Umweltbildung in Pankow nimmt ihre Arbeit auf

Karower Teiche mit Ufervegetation
Karower Teiche mit Ufervegetation
Bild: Koordinierungsstelle Umweltbildung Pankow

Im Mai 2020 hat die Koordinierungsstelle Umweltbildung in Pankow ihre Arbeit aufgenommen. Sie steht nun als direkte Ansprechpartnerin für Nutzer und Anbieter von Umweltbildungsangeboten zur Verfügung. Für diese Aufgabe konnte das Umwelt- und Naturschutzamt im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens den AGRARBÖRSE Deutschland Ost e.V. und die Fachkompetenzen von Roswitha Babig (Umweltbildung), Susan Brost (Natur- und Umweltpädagogik) und Isabelle Deerberg (Landnutzungsplanung) gewinnen. Ziel der Koordinierungsstelle ist es, die Umweltbildungseinrichtungen und freiberufliche Umweltbildner im Bezirk aktiv zu unterstützen und untereinander zu vernetzen.

Im Zuge dessen werden die Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle eine Broschüre erstellen, in der außerschulische und grüne Lernorte im Bezirk vorgestellt werden. So können alle Nutzer einen schnellen und einfachen Zugang zu den Umweltbildungsangeboten erhalten. Eine anschauliche Übersicht und leicht verständliche Inhalte werden über die verschiedenen Möglichkeiten im Bezirk informieren.

Die Koordinierungsstelle unterstützt mit ihrer Arbeit die Umweltbildungsziele des Senats für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Denn laut Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt soll jede Grundschulklasse mindestens einmal im Jahr eine Umweltbildungseinrichtung besuchen können. Zur Erreichung dieses Ziels vermittelt die Koordinierungsstelle zwischen Schulen und außerschulischen Lernorten und verknüpft Akteure in den Bereichen Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung in Berlin Pankow.

Zu erreichen ist die Koordinierungsstelle unter:

Koordinierungsstelle Umweltbildung Pankow
Susan Brost & Isabelle Deerberg
Hansastraße 182A, 13088 Berlin
Festnetz: 03092090480
Mobil: 017610536019

Interessenbekundungsverfahren zur Einrichtung der Koordinierungsstelle für Umweltbildung in Pankow

Umweltbildung
Bild: UmNat Pankow

Umweltbildung / Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gewinnt immer mehr an Bedeutung. Es gilt, insbesondere Kindern und Jugendlichen als wichtige Multiplikatoren schulisch und außerschulisch einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt zu vermitteln und die Naturwahrnehmung zu stärken.
Der Bezirk Pankow ist als einer der flächengrößten Bezirke Berlins wichtiger Standort und Sitz zahlreicher Umweltbildungsträger. Insgesamt gibt es derzeit im Bezirk Pankow 19 außerschulische Einrichtungen mit praktischen Angeboten im Bereich der Natur- und Umweltbildung/BNE. Trotz ihrer herausragenden Arbeit agieren diese zumeist isoliert; eine Vernetzung der bezirklichen Umweltbildungsakteure untereinander findet nur vereinzelt statt. Die Einrichtungen wünschen sich daher eine zentrale Beratung, Unterstützung und Koordinierung.
Das Umwelt- und Naturschutzamt Pankow hatte in 2019 einen Auftrag zur Erstellung eines Gutachtens über die Natur- und Umweltbildungssituation im Bezirk Pankow an das Unabhängige Institut für Umweltfragen e.V. (UfU e.V.) vergeben. Den Endbericht dazu finden Sie an dieser Stelle.
Das Gutachten dokumentiert und bewertet die gegenwärtige Situation der Umweltbildung in Pankow. Es dient als Arbeitsgrundlage für die im Bezirk einzurichtende Koordinierungsstelle für Umweltbildung.
Nun soll im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens erstmals die Aufgabe „Koordinierungsstelle für Umweltbildung in Pankow“ als Leistung oder als Zuwendung vergeben werden. Potentielle Auftragnehmer bzw. Zuwendungsempfänger können sich dazu bis zum 22.4.2020 beim Umwelt- und Naturschutzamt bewerben. Die Informationen zum Interessenbekundungsverfahren finden Sie hier:

Interessenbekundungsverfahren

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Gutachten zur Natur- und Umweltbildung in Pankow

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Wichtige Mitteilung

Das Umwelt- und Naturschutzamt befindet sich im eingeschränkten Dienstbetrieb.
Besucherverkehr ist nur in Angelegenheiten möglich, die eine persönliche Vorsprache im Amt unbedingt erfordern und nur mit vorheriger Terminvereinbarung.
Wir bleiben trotzdem für Sie erreichbar! Sie können uns Ihre Anliegen telefonisch, per Post, Fax oder E-Mail übermitteln.
Über die Themenübersicht auf unserer Startseite finden Sie den richtigen Ansprechpartner.

Stadtnatur-Ranger Pankow

Stadtnatur-Ranger 4
Bild: Stadtnaturranger Pankow

Das im Jahr 2019 gestartete Pilotprojekt Stadtnatur-Ranger Pankow wird auch 2020 seine vielfältige und umfangreiche Arbeit in den Schutzgebieten des Bezirkes Pankow fortsetzen. Möglich ist dies durch die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Steremat AFS GmbH und dem Umwelt- und Naturschutzamt Pankow. Die Finanzierung des Projektes ist bis 2021 durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gesichert.
Bei den wöchentlichen Begehungen in den 12 Schutzgebieten des Bezirkes geht es vor allem um die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für den Schutz der Natur und Umwelt u.a. in Bezug auf die Leinenpflicht für Hunde und grundsätzlich um das naturschützende Verhalten, wie das Verweilen auf den Wegen, um die heimische Flora und Fauna nicht zu zerstören. Das Problem der illegalen Müllentsorgung konnte durch die regelmäßigen Begehungen zwar nicht minimiert, jedoch die Entsorgung schneller in die Wege geleitet werden.
Bei ihren Rundgängen nutzen die Stadtnatur-Ranger digitale Technik, mit deren Hilfe naturräumliche Beobachtungen zu Flora und Fauna, Wasserständen und Daten zu Veränderungen in der Landschaft über spezielle Erfassungsbögen und Kartenmaterial zügig dokumentiert werden konnten. Stadtrat Krüger erläutert: „Ohne die interdisziplinären fachlichen Kenntnisse und das scharfe beobachtende Auge der Ranger, wäre die umfassende aktuell vorliegende Bestandsaufnahme der Gebiete nicht möglich gewesen. Die Fortsetzung dieser Dokumentation der naturräumlichen Gegebenheiten und Veränderungen bietet wichtige Erkenntnisse und muss fortgesetzt werden.“
Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit der Stadtnatur-Ranger liegt in der Umweltbildung für Groß und Klein. So wurden 2019 bei Schulen und Kitas Bildungsthemen wie „Fledermäuse – Berlin als Hauptstadt der Flattermänner“, „Insekten – Was summt und brummt denn da?“, „Tiere im Winter“ u.a.m. angefragt. Mit einer Karower Grundschule wurden diese Themen bereits erfolgreich erprobt.
Diese Angebote sollen 2020 ausgebaut und zu einem Schwerpunkt werden.
Dazu werden sowohl die Kooperation zwischen den bezirklichen Ämtern, dem Forstamt Pankow, den Revierförstereien Blankenfelde und Buch, als auch regionalen und überregionalen Akteuren, wie der Agrar GmbH Gut Hobrechtsfelde, der Pferdekultur Gut Hobrechtsfelde und dem Naturpark und der Naturwacht Barnim vertieft. Der Austausch und die Zusammenarbeit mit aktiven Bürgerinnen und Bürgern im Bezirk Pankow soll weiter verstärkt werden.
Besonders die übergreifende Kommunikation zu Rangern der vier angrenzenden Bezirke ist für das Monitoring von Bedeutung und soll in Angriff genommen werden.
Natur kennt schließlich keine Grenzen!

Besuchen Sie die Stadtnatur-Ranger hier!

Pflege- und Entwicklungsplan für das Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Blankenfelde“

Entsprechend § 4 der Landschaftsschutzgebietsverordnung vom 13. Februar 2004, „zum Schutz der Landschaft um den Ort Blankenfelde in den Bezirken Pankow und Reinickendorf von Berlin“, wurde für das LSG „Blankenfelde“ ein Pflege- und Entwicklungsplan (PEP) erstellt, der die notwendigen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zur Sicherung des Schutzzwecks enthält.
Das LSG „Blankenfelde“ liegt im Norden des Bezirkes Pankow von Berlin und hat eine Größe von 800,16 ha. In die Planung einbezogen wurde zudem der benachbarte Bereich des großen Arkenberger Kiessees, so dass der Untersuchungsraum rund 833 ha umfasst. Die im PEP vorgenommene Planung der Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen bezieht sich auf den im Bezirk Pankow gelegenen Teil des Untersuchungsraumes mit einer Größe von 780 ha.
Im PEP werden neben dem Schutz und der Herausarbeitung der besonderen landschaftlichen Qualitäten des Untersuchungsraumes, die anhand der sehr umfangreich stattgefundenen Grundlagenerfassungen ermittelt worden sind, die aktuellen Beeinträchtigungen und unterschiedlichen Anforderungen an die Schutzgebietsfläche aufgezeigt und vor dem Hintergrund der Schutzzwecke gemäß § 3 der Landschaftsschutzgebietsverordnung bewertet.
Nachgewiesen werden konnte insbesondere das hohe naturschutzfachliche Potential, das das LSG aufgrund seiner Lage, Naturausstattung und Strukturreichtum besitzt. Sowohl die kleinteiligen Acker- und Wiesenflächen, die durch Feldgehölze und Obstbaumalleen gegliedert sind, als auch die Waldflächen sind Lebensraum streng geschützter Arten, wie z. B. Kranich, Neuntöter und Wachtelkönig.
Aus der Bewertung sind Schlussfolgerungen für die zukünftige Pflege- und Entwicklung des Gebiets gezogen und Lösungskonzepte in Bezug auf die zu erwartenden Zielkonflikte entwickelt worden (Arten- und Biotopschutz, Bodenschutz, Wasserhaushalt, Land- und Forstwirtschaft, Kulturlandschaftsschutz, Verkehr und Erholung).

Die Karten und den Textteil zum erarbeiteten PEP finden Sie hier zum Download:

Endbericht

PDF-Dokument (6.5 MB)

Übersicht Biotoptypen

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Biotoptypenkarte

PDF-Dokument (3.5 MB)

Geschützte Biotope

PDF-Dokument (910.7 kB)

Brutvogelkartierung

PDF-Dokument (2.8 MB)

Eigentum

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Konzept Pflegemaßnahmen

PDF-Dokument (3.6 MB)

Konzept Entwicklungsmaßnahmen

PDF-Dokument (3.9 MB)

Übersicht Kompensationsmaßnahmen

PDF-Dokument (5.2 MB)

Baumfällungen auf Privatgrundstücken

Baumfällliste Pankow Stand Mai 2021

XLSX-Dokument (95.4 kB)

Baumfällungen in Parks und im Straßenland

Die aktuellen Baumfälllisten für öffentliche Bäume im Bezirk Pankow auf der Seite des Straßen- und Grünflächenamtes

Umweltbüro Pankow