Inhaltsspalte

Seniorenvertretung Pankow

Seniorenvertretung

Mitglieder der Seniorenvertretung

  • Dr. Gisela Grunwald

    Vorsitzende

  • Angela Jelen

    Kassiererin

  • Ulrich Höcke

  • Horst Uecker

  • Rotraud Göber

    Stellv. Kassiererin

  • Gert Förster

    Stellv. Vorsitzender
    Vorerst Kommiss. Schriftführer

  • Jutta Janz

    Stellv. Schriftführerin

  • Klaus Quander

  • Dieter Wucherpfennig

  • Ralph Savilla

  • Günter Helm

  • Doris Steinke

  • Regina Geis

  • Manfred Anderson

Unsere gesellschaftliche Beteiligung als Seniorenvertretung

Die gesetzlich verankerte Funktion der Seniorenvertretung gibt uns nicht nur Aufgaben auf, sondern ermöglicht uns auch im Namen und Auftrag der Bürger*innen Probleme zu erkennen, zu definieren und Lösungen auf den Weg zu bringen.
Dazu ist das „Zuhören“ für uns ein wesentlicher Faktor.
Also sind wir Mittler zwischen Bürger*innen zur Verwaltung und Politik.

Wir halten Kontakt zu Bürgerhäusern, Seniorenfreizeiteinrichtungen und Wohnstätten. Die Vernetzung mit weiteren sozialen Gruppen, Vereinen und Verbänden für betroffene Menschen ist uns ein besonderes Anliegen.

Während in einigen Stadtteilen noch viele Probleme offen sind, müssen auch in neuen Wohngebieten Aspekte der Barrierefreiheit in die Planung einfließen.

Eine der besten Wege ist im Grunde direkt vor Ort mit Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu kommen. Auch über die Bezirksverordnetenversammlung nutzen wir sich positiv entwickelnde Potentiale zum direkten Kontakt, ohne erst eine Fraktion politisch für technische und infrastrukturelle Fragen einzubinden.

Wir setzen uns ein für den Erhalt und Ausbau der öffentlichen soziokulturellen Infrastruktur. Wir haben nicht nur deren aktuelle Notwendigkeit erkannt, sondern auch den zunehmenden Bedarf.

So sind nicht nur kommunikative Probleme zu lösen. Die Integration von Politik, Verwaltung und Planung in unsere lösungsorientierte Arbeit ist auch noch für die Zukunft eine Herausforderung. Schließlich sind Menschen ab 60+ nicht nur irgendeine Bevölkerungsgruppe am Rande der sozialen Infrastruktur. Es sind auch immer mehr Bürger*innen die gestern berufstätig – so auch in der Politik, Verwaltung und Planung tätig – waren und weit über 30% der Wählerstimmen ausmachen.
Daher sind Menschen mit abgeschlossener Berufserfahrung aus allen sozialen Ebenen und Fachbereichen zum Beispiel in einer Seniorenvertretung professionelle Bürgervertreter*innen.

Und das machen wir konkret:

Zwei unserer Mitglieder sind zugleich Patientenfürsprecher für die Evangelische Lungenklinik sowie für das Helios-Klinikum in Berlin-Buch. Zwei weitere arbeiten zugleich in Sozialkommissionen mit.
Je ein Mitglied wurde ins Kuratorium der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg bzw. in den Vorstand der Albert-Schweitzer-Stiftung gewählt. Ein weiteres Mitglied wurde in den Vorstand der Stiftung Schönholzer Heide berufen.
Ein Mitglied wurde als Fürsprecher für das Haus am Ostseeplatz von der Heimaufsicht bestellt.

Regelmäßig nimmt ein Mitglied an den Sitzungen des Behindertenbeirates und des Teilhabebeirates teil.
In der AG barrierefreier öffentlicher Raum werden wir gemeinsam mit dem Behindertenbeirat vom Bezirksamt informiert, welche Vorhaben zur Gehwegssanierung und Bordsteinabsenkung geplant und umgesetzt werden.
Allerdings reichen die finanziellen Mittel längst nicht für flächendeckende Verbesserungen.
Stolperfallen im Wohngebiet sind die häufigsten Anliegen, die Senior:innen an uns herantragen.

Im September haben wir Kontakt zum Fachverband Fuss e.V. aufgenommen, um die Interessen von Fußgänger*innen nachhaltiger vertreten zu können.

An der von Bezirk, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Planungsbüro organisierten Beteiligungsveranstaltung am 10.Oktober im Bucher Bürgerhaus nahmen auch Mitglieder der Seniorenvertretung teil.Eine umfassende Bestandsaufnahme des Oberflächenzustandes von Geh- und Radwegen wurde vorgelegt und durch die Anwesenden ergänzt. Zu viele Barrieren für den Rollstuhl- und Fußverkehr sowie schlechte Beleuchtung wurde bemängelt. Die Ergebnisse wurden dokumentiert.

Als Seniorenvertretung fordern wir:

Es muss deutlich mehr in den barrierefreien öffentlichen Raum investiert werden und die Verkehrslenkung muss den Fußgänger:innenschutz in Wohngebietsstraßen berücksichtigen, um älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen soziale Kontakte und die Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen.
Die vielfältigen Pankower Bewegungsangebote können von Älteren nur dann angenommen werden, wenn sie diese überhaupt erreichen. Auch mehr geeignete Ruheplätze ermutigen zu Spaziergängen.

Wir arbeiten aktiv in der Landesseniorenvertretung und im Landesseniorenbeirat mit und nehmen an zahlreichen – in diesem Jahr telefonischen – Fachveranstaltungen teil, um unsere Sichtweisen einzubringen.

Wir nahmen am Bundesseniorenkongress und der Berliner Seniorenwoche teil. Bedauerlich ist, dass diese Veranstaltungen zum internationalen Tag des älteren Menschen am 1. Oktober in den öffentlichen Medien keine Aufmerksamkeit fanden.

Im Gespräch mit Bezirksamt und Bezirksverordneten auf Einladung des BVV-Vorstehers am 28.10.20 haben wir diese und weitere Probleme vorgetragen:

Für den Erhalt und Ausbau der Seniorenmitwirkungsrechte muss auch das Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz in das Bezirksverwaltungsgesetz aufgenommen werden.
Wir wünschen uns eine ernst zu nehmende Beteiligung – besser wäre Mitbestimmung – bei Verwaltungsentscheidungen. Das setzt eine rechtzeitige Information voraus.

Insbesondere wollen wir bei der Planung von Stadtentwicklungsgebieten (wie z.B. dem Pankower Tor) bzw. öffentlichen Einrichtungen (wie z.B. dem BIZ in Buch) rechtzeitig einbezogen werden, um die Belange von und Begegnungsmöglichkeiten für Senior:innen vertreten zu können.

Wir begrüßen, dass das Berliner Antidiskriminierungsgesetz der öffentlichen Verwaltung die Benachteiligung von Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen verbietet. Deshalb muss die Behörde auch für diesen Personenkreis, z.B. über das Bürgertelefon, erreichbar sein.

Seniorenbegegnungsstätten sollen auch während der Pandemie Einsamkeit verhindern. Und für die Zeit „danach“ sind wohnortnahe Sport-, Begegnungs- und Kulturstätten, wie z.B: das Colosseum, zu erhalten!!

Auswirkungen der Pandemie auf unsere Arbeit im Jahr 2020

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen konnten wir unsere Sitzungen nur eingeschränkt und vor allem nicht öffentlich durchführen. Auch waren keine öffentlichen Sprechstunden möglich und wir können auch unsere Erreichbarkeit nicht sicherstellen. Dennoch pflegen wir telefonisch Kontakte.

Vom Bezirksamt wurden wir über Hilfsangebote, Notfallnummern und das begrenzte Angebot von Seniorenbegegnungsstätten informiert. Unsere Erfahrungen besagen, dass der Alltag älterer Menschen von Einsamkeit geprägt ist. Das wird jetzt auch zunehmend öffentlich thematisiert .

Wir erwarten, dass alle Maßnahmen auch die Lebenssituation alter und mobilitätsbeeinträchtigter Menschen berücksichtigen. Sie leben ohnehin zurückgezogen, deshalb brauchen sie keine Anleitung zur Kontaktbeschränkung, sondern vielfältige Signale, dass sie nicht vergessen werden sowie konkrete Unterstützungsangebote.