Senior:innenvertretung Pankow

Gruppenfoto Senior:innenvertretung

Von links nach rechts: Gisela Meuche, Gabriele Seidel, Ute Dähnel, Angela Jelen, Wilfried Brexel, Dr. Gisela Grunwald, Martina Knabe, Ursula Stolpe, Rotraut Göber, Klaus Quander, Manfred Anderson

Was macht die Senior:innenvertretung?

Die Senior:innenvertretung steht Ihnen als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Die derzeit 17 Mitglieder gehen in verschiedene Gesprächsrunden, Einrichtungen und Begegnungsstätten vor Ort. Dadurch erfahren wir, was besonders Menschen ab 60 an der öffentlichen Teilhabe hindert. Wir verstehen uns als Ihr Sprachrohr, sozusagen als Verstärker von Anliegen älterer Menschen.
Wir sind für alle Fragen und Anliegen älterer Bürgerinnen und Bürger da. Einige Antworten und Hilfen werden mit vorhandenen Trägern und Organisationen in bewährter Weise gefunden, andere Anliegen von Bürger*Innen tragen wir direkt an Fachabteilungen des Bezirksamtes zur Klärung heran. Wir nutzen die Ausschüsse der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), stellen direkte Anfragen, reden mit den Verordneten, beobachten Situationen und begleiten aktuelle Geschehnisse.

Die Seniorenvertretung tagt öffentlich – in der Regel am 1. Montag im Monat um 10 Uhr in der Seniorenbegegnungsstätte an der Panke, Schönholzer Str.10A in 13187 Berlin.
Wir nehmen außerdem Kontakt zu den Senior*innen aller weiteren Begegnungsstätten auf, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Neu gewählte Senior:innenvertretung

Im ersten Quartal 2022 fanden die Wahlen zur Seniorenvertretung in den Berliner Bezirken statt. Am 1. April 2022 wurden die 17 Mitglieder der Pankower Senior:innenvertretung durch die Bezirksstadträtin für Soziales und Gesundheit, Frau Dr. Cordelia Koch berufen. Diese wählten in ihrer ersten Sitzung den Vorstand.
Außerdem wählten wir unsere Vertreter für den Vorstand der Albert-Schweitzer-Stiftung und für das Kuratorium der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg. Die Seniorenvertretung arbeitet auf der Grundlage des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes (BerlSenG). Dieses wurde 2021 im Auftrag des Senats evaluiert und ein Bericht dazu erstellt. An der Auswertung werden wir uns aktiv beteiligen.
Des weiteren richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf die Umsetzung des Maßnahmenkatalogs zu den Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik, der unter Mitwirkung des Landesseniorenbeirates erarbeitet wurde.

Mitglieder

  • Anderson, Manfred

  • Beckmann, Horst Hermann Friedrich

  • Brexel, Wilfried

    Stellvertretender Vorsitzender

  • Savilla, Ralph

  • Förster, Gert

    Stellvertretender Vorsitzender Seniorenstiftung Prenzlauer Berg Behindertenbeirat

  • Göber, Rotraut

  • Dr. Grunwald, Gisela

    Vorsitzende

  • Höcke, Ulrich

    Stiftung Schönholzer Heide

  • Jelen, Angela

    Schatzmeisterin

  • Knabe, Martina

  • Luza Elias-Windolph, Monica Luisa

  • Meusche, Gisela

  • Musall, Michael

    Stellvertretender Schatzmeister

  • Quander, Klaus

  • Seidel, Gabriele

    Schriftführung

  • Stolpe, Ursula

  • Wucherpfennig, Dieter

    Albert-Schweitzer-Stiftung
    Stiftung Sinnvolle Leben

Plakat gegen Krieg

  • Plakat gegen Krieg

    PDF-Dokument (174.8 kB)

Aktuelles aus unserer Arbeit

Unsere Arbeit im Jahr 2021 war immer noch von der Pandemie geprägt. Auf öffentliche Sitzungen und Sprechstunden musste verzichtet werden. Aber ein regelmäßiger telefonischer Kontakt und einige Online-Sitzungen wurden bereits im 1. Halbjahr gewährleistet.
In einer Informationsveranstaltung am 5. Juli 2021 mit Bezirksamt und einigen Bezirksverordneten haben wir hinterfragt, wie die Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik und Hinweise von Bürger:innen auf Hindernisse im öffentlichen Raum im Bezirkshaushalt berücksichtigt werden.
Erst im 2. Halbjahr konnten wir zu unseren monatlichen Sitzungen in Seniorenbegegnungsstätten zusammenkommen und Erfahrungen über den Alltag von älteren Menschen untereinander austauschen.
Im Garten des Stadtteilzentrums Buch und in Karow kamen wir mit Senior:innen ins Gespräch. Konkrete Beeinträchtigungen für Fußgänger:innen gaben wir an zuständige Stellen weiter.
In der Novembersitzung hat uns ein Mitarbeiter des Kompetenzzentrums Pflege 4.0 LEBEN-PFLEGE-DIGITAL Beispiele digitaler Hilfsmittel gezeigt, die das selbständige Leben in der Wohnung unterstützen können. Im Gespräch konnten wir die Bedürfnisse der Älteren einbringen.

Allgemeines über unsere Arbeit und Forderungen

Unsere gesellschaftliche Beteiligung als Seniorenvertretung:

Die gesetzlich verankerte Funktion der Seniorenvertretung gibt uns nicht nur Aufgaben auf, sondern ermöglicht uns auch im Namen und Auftrag der Bürger*innen Probleme zu erkennen, zu definieren und Lösungen auf den Weg zu bringen.
Dazu ist das „Zuhören“ für uns ein wesentlicher Faktor.
Also sind wir Mittler zwischen Bürger*innen zur Verwaltung und Politik.

Wir halten Kontakt zu Bürgerhäusern, Seniorenfreizeiteinrichtungen und Wohnstätten. Die Vernetzung mit weiteren sozialen Gruppen, Vereinen und Verbänden für betroffene Menschen ist uns ein besonderes Anliegen.

Während in einigen Stadtteilen noch viele Probleme offen sind, müssen auch in neuen Wohngebieten Aspekte der Barrierefreiheit in die Planung einfließen.

Eine der besten Wege ist im Grunde direkt vor Ort mit Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu kommen. Auch über die Bezirksverordnetenversammlung nutzen wir sich positiv entwickelnde Potentiale zum direkten Kontakt, ohne erst eine Fraktion politisch für technische und infrastrukturelle Fragen einzubinden.

Wir setzen uns ein für den Erhalt und Ausbau der öffentlichen soziokulturellen Infrastruktur. Wir haben nicht nur deren aktuelle Notwendigkeit erkannt, sondern auch den zunehmenden Bedarf.

So sind nicht nur kommunikative Probleme zu lösen. Die Integration von Politik, Verwaltung und Planung in unsere lösungsorientierte Arbeit ist auch noch für die Zukunft eine Herausforderung. Schließlich sind Menschen ab 60+ nicht nur irgendeine Bevölkerungsgruppe am Rande der sozialen Infrastruktur. Es sind auch immer mehr Bürger*innen die gestern berufstätig – so auch in der Politik, Verwaltung und Planung tätig – waren und weit über 30% der Wählerstimmen ausmachen.
Daher sind Menschen mit abgeschlossener Berufserfahrung aus allen sozialen Ebenen und Fachbereichen zum Beispiel in einer Seniorenvertretung professionelle Bürgervertreter*innen.

Und das machen wir konkret:

Zwei unserer Mitglieder sind zugleich Patientenfürsprecher für die Evangelische Lungenklinik sowie für das Helios-Klinikum in Berlin-Buch. Zwei weitere arbeiten zugleich in Sozialkommissionen mit.
Je ein Mitglied wurde ins Kuratorium der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg bzw. in den Vorstand der Albert-Schweitzer-Stiftung gewählt. Ein weiteres Mitglied wurde in den Vorstand der Stiftung Schönholzer Heide berufen.
Ein Mitglied wurde als Fürsprecher für das Haus am Ostseeplatz von der Heimaufsicht bestellt.

Regelmäßig nimmt ein Mitglied an den Sitzungen des Behindertenbeirates und des Teilhabebeirates teil.
In der AG barrierefreier öffentlicher Raum werden wir gemeinsam mit dem Behindertenbeirat vom Bezirksamt informiert, welche Vorhaben zur Gehwegssanierung und Bordsteinabsenkung geplant und umgesetzt werden.
Allerdings reichen die finanziellen Mittel längst nicht für flächendeckende Verbesserungen.
Stolperfallen im Wohngebiet sind die häufigsten Anliegen, die Senior:innen an uns herantragen.

Im September haben wir Kontakt zum Fachverband Fuss e.V. aufgenommen, um die Interessen von Fußgänger*innen nachhaltiger vertreten zu können.

An der von Bezirk, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Planungsbüro organisierten Beteiligungsveranstaltung am 10.Oktober im Bucher Bürgerhaus nahmen auch Mitglieder der Seniorenvertretung teil.Eine umfassende Bestandsaufnahme des Oberflächenzustandes von Geh- und Radwegen wurde vorgelegt und durch die Anwesenden ergänzt. Zu viele Barrieren für den Rollstuhl- und Fußverkehr sowie schlechte Beleuchtung wurde bemängelt. Die Ergebnisse wurden dokumentiert.

Als Seniorenvertretung fordern wir:

Es muss deutlich mehr in den barrierefreien öffentlichen Raum investiert werden und die Verkehrslenkung muss den Fußgänger:innenschutz in Wohngebietsstraßen berücksichtigen, um älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen soziale Kontakte und die Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen.
Die vielfältigen Pankower Bewegungsangebote können von Älteren nur dann angenommen werden, wenn sie diese überhaupt erreichen. Auch mehr geeignete Ruheplätze ermutigen zu Spaziergängen.

Wir arbeiten aktiv in der Landesseniorenvertretung und im Landesseniorenbeirat mit und nehmen an zahlreichen – in diesem Jahr telefonischen – Fachveranstaltungen teil, um unsere Sichtweisen einzubringen.

Wir nahmen am Bundesseniorenkongress und der Berliner Seniorenwoche teil. Bedauerlich ist, dass diese Veranstaltungen zum internationalen Tag des älteren Menschen am 1. Oktober in den öffentlichen Medien keine Aufmerksamkeit fanden.

Im Gespräch mit Bezirksamt und Bezirksverordneten auf Einladung des BVV-Vorstehers am 28.10.20 haben wir diese und weitere Probleme vorgetragen:

Für den Erhalt und Ausbau der Seniorenmitwirkungsrechte muss auch das Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz in das Bezirksverwaltungsgesetz aufgenommen werden.
Wir wünschen uns eine ernst zu nehmende Beteiligung – besser wäre Mitbestimmung – bei Verwaltungsentscheidungen. Das setzt eine rechtzeitige Information voraus.

Insbesondere wollen wir bei der Planung von Stadtentwicklungsgebieten (wie z.B. dem Pankower Tor) bzw. öffentlichen Einrichtungen (wie z.B. dem BIZ in Buch) rechtzeitig einbezogen werden, um die Belange von und Begegnungsmöglichkeiten für Senior:innen vertreten zu können.

Wir begrüßen, dass das Berliner Antidiskriminierungsgesetz der öffentlichen Verwaltung die Benachteiligung von Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen verbietet. Deshalb muss die Behörde auch für diesen Personenkreis, z.B. über das Bürgertelefon, erreichbar sein.

Seniorenbegegnungsstätten sollen auch während der Pandemie Einsamkeit verhindern. Und für die Zeit „danach“ sind wohnortnahe Sport-, Begegnungs- und Kulturstätten, wie z.B: das Colosseum, zu erhalten!!