Berliner Sommerkonferenz für politische Bildung – »Was bedeutet Krisenkompetenz?«

Wirtschaftliche, politische, militärische und ökologische Krisen kennzeichnen unsere Gegenwart. Womöglich sind sie sogar die neue Normalität, mit der wir lernen müssen, umzugehen. Wie krisenfest ist unsere Gesellschaft – und wir selbst? Welche demokratischen Antworten können wir auf Krisen finden? Wie gehen wir mit damit verbundenen Emotionen um?
Politische Bildung kann auf vielfältige Weise zu einem kompetenten Umgang mit Krisen beitragen: Wissen und Reflexion über Krisen können unterstützt, das Bewusstsein für notwendigen Wandel gefördert werden. Unterschiedliche Bewältigungsstrategien können voneinander gelernt, Zukunftsfähigkeit und utopische Potenziale gestärkt und kollektive Wirkungshoffnungen genährt werden.

Die diesjährige Berliner Sommerkonferenz für politische Bildung widmet sich der Krisenkompetenz als Querschnittsthema in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Haupt-, neben- und freiberufliche Mitarbeitende von Berliner Organisationen, die politische Bildung anbieten, sind herzlich eingeladen, sich auszutauschen, zu vernetzen und neue Impulse zu erhalten.

Programm

  • 13.00 Uhr:

    Einlass, Anmeldung, Ankommen
    Infomaterial kann ausgelegt werden

  • 14.00 Uhr:

    Begrüßung, Einstieg

  • 14.30 Uhr:

    Impulsvortrag von Stefan Breuer, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Didaktik der Politischen Bildung an der TU Dresden und der JoDDiD
    „Zwischen gefühlter Handlungsunfähigkeit und Gestaltungsspielräumen: Politische Bildung in krisenhaften Zeiten“
    anschließend Podiums- und Publikumsgespräch

  • 16.00 Uhr:

    Kaffeepause

  • 16.30 Uhr:

    Parallele Workshops zur Auswahl

    Workshop 1: „Gegen Ohnmacht bilden – Was Berlin von der ukrainischen Community lernen kann“
    Wenn scheinbar „die Großen“ die Weltpolitik unter sich ausmachen, wächst die Gefahr von Ohnmacht und Rückzug. Gerade hier kommt politischer Bildung eine zentrale Rolle zu: Sie kann Räume eröffnen, in denen Menschen Orientierung finden, Haltung entwickeln und handlungsfähig bleiben. Die Resilienz-Erfahrungen der ukrainischen Community geben dafür wichtige Impulse. Der Workshop lädt zur gemeinsamen Reflexion ein: Inwiefern gelingt es unseren Formaten, Zuversicht, Orientierung und Handlungsspielräume zu vermitteln? Wie kann demokratisches Engagement und das Vertrauen in die Menschenrechte gestärkt werden?
    Leitung: Oleksandra Bienert, politische Bildnerin bei CineMova Ukrainian Empowerment Network e.V. (Teil der Allianz Ukrainischer Organisationen e.V.)

    Workshop 2: „Konstruktive Kommunikation im Umgang mit Demokratieskepsis“
    In beruflichen, ehrenamtlichen oder privaten Gesprächen begegnen wir zunehmend demokratieskeptischen Positionen. Der Workshop fragt, wie darauf konstruktiv reagiert werden kann, ohne Konflikte zu verschärfen. Er klärt, was unter Demokratieskepsis verstanden wird, führt in den Ansatz konstruktiver Kommunikation ein und bietet Raum für Austausch zu dialogorientierter Gesprächsführung.
    Leitung: Larissa Bothe, Fachgruppenleitung Bildung und Kompetenzstärkung bei Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

    Workshop 3: „Informations- und Nachrichtenkompetenz (INK) als Krisenkompetenz“
    Informations- und Nachrichtenkompetenz (INK) ist eine zentrale demokratische Schlüsselkompetenz. In Krisenzeiten, etwa bei Pandemien, geopolitischen Konflikten oder Naturkatastrophen, erleben wir in der medialen Kommunikation oftmals Emotionalisierung, Polarisierung, Verzerrung bis hin zu Desinformation. Entsprechend kommt der Informations- und Nachrichtenkompetenz von Bürger:innen eine besondere Bedeutung für die Resilienz der Gesellschaft und der Demokratie zu. Im Workshop werden praxisnahe Anregungen, Hilfestellungen und Materialien für die Verankerung von INK in der Bildungsarbeit vorgestellt und diskutiert.
    Leitung: Viktoriia Soloviova, Referentin für INK der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb)

    Workshop 4: „Handlungsfähigkeit als Krisenkompetenz – Theorien des Wandels als Werkzeug der politischen Bildung?“
    Der Workshop bietet eine Einführung in die Grundlagen und das konzeptionelle Verständnis der Theory of Change (ToC). Anhand von ausgearbeiteten Handlungsansätzen wird gezeigt, wie der Ansatz in der politischen Bildung praktisch genutzt werden kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ToC als methodisches Werkzeug dazu beitragen kann, Handlungsfähigkeit in Krisenkontexten zu stärken und „Hoffnung als handlungsleitende Ressource“ zu vermitteln. Gemeinsam diskutieren wir, welche Chancen und Herausforderungen der Ansatz für die politische Bildungsarbeit mit sich bringt.
    Leitung: Andrina Freitag und Pia Süß, Kipppunkt Kollektiv

  • 18.00 Uhr:

    Ausklang im Plenum mit Getränken und Fingerfood

  • 19.00 Uhr:

    Ende des Get-Togethers

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