Netzwerktreffen Communitys-orientierte politische Bildung

Über 40 Prozent der Berliner:innen haben eine Migrationsgeschichte. Die stetige Entwicklung zu einer immer diverseren Gesellschaft ruft auch Akteur:innen der politischen Bildung auf den Plan. Die Frage ist, wie Angebote so gestaltet werden können, dass sie zu den Menschen passen. Wie lassen sich Räume schaffen, zu denen sich Menschen eingeladen fühlen? Wie gelingt der Weg für Migrant:innenorganisationen von Sozialer oder Communityarbeit zur politischen Bildung? Geprägt von innovativen Ideen entwickelt sich das Feld stetig weiter.

Das Netzwerktreffen der Communitys-orientierten politischen Bildung wird in diesem Jahr erstmalig für das breite Spektrum von Akteur:innen und Organisationen geöffnet, die im Feld arbeiten. Das Treffen soll Raum für Austausch bieten und legt einen besonderen Fokus auf Gelingensbedingungen. Es gibt bereits zahlreiche Formate und Ideen, die mutig umgesetzt werden. Einige werden sich an diesem Tag in Form von Thementischen und Workshops vorstellen und exemplarisch aufzeigen, wie die Projektumsetzung gelingen kann.

Freuen Sie sich auf einen regen Austausch und wertvolle Impulse!

Programm

  • 10.30 Uhr:

    Einlass

  • 11.00 Uhr:

    Begrüßung
    Thomas Gill (Leiter der Berliner Landeszentrale für politische Bildung)

  • 11.10 Uhr:

    Talkrunde mit Thomas Gill, Safter Çınar (politischer Bildner), Oleksandra Bienert (CineMova Ukrainian Empowerment Network e.V.)

    Moderation: Melike Çınar (Berliner Landeszentrale für politische Bildung

  • 11.30 Uhr:

    Thementische (2 Runden á 25 Min.)
    • Thementisch 1 „Politische Partizipation konkret am Thema: Müll“ (Juliane Graf; Aufbruch Neukölln e.V.)
    • Thementisch 2 „Politische Bildung im öffentlichen Raum“ (Sadem Gabbara und Tarek Mohawech; MI-SA-DI e.V.)
    • Thementisch 3 „Politische Bildung mit Kindern“ (Lena Steenbuck, Berliner Landeszentrale für politische Bildung)
    • Thementisch 4 „Communitys-orientierte politische Bildung Grenzen und Weiterentwicklung“ (Lina Fustok, Berliner Landeszentrale für politische Bildung)
    • Thementisch 5 „Kritischer postmigrantischer Diskurs“ (Julia Boxler, Medienprojekt X3 Podcast)
  • 12.45 Uhr:

    Kaffeepause mit Imbiss

  • 13.15 Uhr:

    Workshops

    Workshop 1: Projekte zu Erzählungen über Migration (Sophia Burton, Migration Matters e.V.)
    Wie können wir Narrative rund um Migration und Vielfalt effektiv gestalten und verändern? Dieser Workshop, geleitet von Sophia Burton von Migration Matters, führt in zentrale Konzepte des Narrative Change ein und beleuchtet unterschiedliche Ansätze – von Social-Media-Kampagnen über Storytelling bis hin zur Übersetzung komplexer Forschungsergebnisse. Im gemeinsamen Austausch reflektieren wir Herausforderungen, Co-Creation-Prozesse und die Frage: Wie können wirkungsvolle Narrative-Projekte in unterschiedlichen Kontexten entwickelt und umgesetzt werden?

    Workshop 2: Spiele mit Haltung – Gamification in der politischen Bildung (Fadl Speck, KIgA e.V.)
    Gamification und spielerische Formate gewinnen in der politischen Bildung zunehmend an Bedeutung. Doch wie lassen sich komplexe gesellschaftliche Themen in Spiele übersetzen? Welche didaktischen Potenziale bieten analoge und digitale Spiele – und wo liegen die Herausforderungen in der Entwicklung und Umsetzung?
    In diesem Workshop gibt die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.) Einblicke in ihre Arbeit an spielbasierten Bildungsformaten mit ihrer Reihe KIGA Games. Im Fokus steht insbesondere ein Memoryspiel, das sich mit sensiblen Themen wie Nahostkonflikt und der Besprechbarmachung von Emotionen und Gefühlen im Grundschulalter auseinandersetzt und in Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung entwickelt wurde. Ergänzend werden weitere Spiele wie die „RÄTSELRÄUME“ und „Das Ilios Experiment“ vorgestellt, die unterschiedliche Zugänge zu politischer Bildung durch spielerische und narrative Ansätze eröffnen. Der Workshop ist interaktiv angelegt und bietet Raum für Austausch, das Anspielen der Spiele und Fragen aus der Praxis.

    Workshop 3: Projekte zu Vernetzung (Yekmal e.V., angefragt)
    In diesem Workshop geht es um Gelingensbedingungen zu Projekten, im Rahmen derer ein Netzwerk aufgebaut werden soll. Yekmal e.V. hat fundierte Erfahrung mit dem BEFaN-Netzwerk. Das Netzwerk Bildung-Eltern-Familie und Nachbarschaft (BEFaN) ist ein berlinweites Elternnetzwerk zu Themen wie Mehrsprachigkeit, migrantische Selbstorganisation und frühkindliche Förderung. Der Workshop soll einen Raum zum Austausch darüber bieten, wie ein solches Projekt gelingen kann, was die Herausforderungen sind und wie sich ein solches Projekt gut managen lässt.

  • 14.45 Uhr:

    Verabschiedung

  • 15.00 Uhr:

    get-together

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